Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 24.10.2009

In Ankn√ľpfung an das UBA-Hintergrundpapier "Nanotechnik f√ľr Mensch und Umwelt", das vergangene Woche durch alle Medien ging, m√∂chte ich auf eine Studie hinweisen, die ein Forscher der Universit√§t Bonn zusammen mit Wirtschaftspsychologen durchgef√ľhrt hat. Demnach weckt die Nanotechnologie diffuse Hoffnungen. Ihr Nutzen wird vom √ľberwiegenden Teil der Deutschen h√∂her eingesch√§tzt als die m√∂glichen Risiken. Gleichzeitig habe nur ein geringer Teil der Bev√∂lkerung eine klare Vorstellung davon, was unter dem Begriff √ľberhaupt zu verstehen ist. Die Ergebnisse sowie ein Vergleich zu Untersuchungen aus anderen L√§ndern sind in der Zeitschrift "Journal of Nanoparticle Research" erschienen (doi: 10.1007/s11051-009-9653-7).

Die Forscher hatten eine psychologische Grundlagenstudie zur Wahrnehmung der Nanotechnologie durchgef√ľhrt und anschlie√üend 1.000 Verbraucher telefonisch zu diesem Thema befragt. Dabei offenbarten die Teilnehmer Unkenntnis dar√ľber, was unter dem Begriff √ľberhaupt zu verstehen ist. "Er wird von den Befragten vor allem mit der Informationstechnologie und dem Lotuseffekt assoziiert", erkl√§rt Dr. Johannes Simons von der Universit√§t Bonn. Der Mitarbeiter der Abteilung Marktforschung der Agrar- und Ern√§hrungswirtschaft hat die Studie zusammen mit den Wirtschaftspsychologen Carl Vierboom und Ingo H√§rlen durchgef√ľhrt.

"Dennoch ist der Begriff insgesamt positiv besetzt", stellt Simons fest. "Nanotechnologie gilt als intelligente Nachahmung der Natur. Viele Verbraucher hoffen, dass sich durch ihre Anwendung wichtige Probleme in der Medizin oder im Umweltbereich lösen lassen. Abschreckende Bilder, wie sie zum Beispiel im Zusammenhang mit der Gen- oder der Atomtechnologie verbreitet sind, verbinden sie mit dem Begriff spontan nicht."

Ein wenig anders sah es aus, wenn die Teilnehmer speziell zu so genannten "Nanoteilchen" befragt wurden. In diesem Zusammenhang konnten die Forscher relativ einfach Negativassoziationen aktivieren. So stellten die Befragten Parallelen zu freien Radikalen, zu Asbest oder zu Feinstaub her. Kritisch sahen die Befragten zudem den Einsatz von Nanotechnologie in Kosmetika oder Lebensmitteln: "Wenn die entsprechenden Produkte am oder im K√∂rper wirken, werden die Vorbehalte gr√∂√üer", betont Simons. Eine Ausnahme bilde die medizinische Nutzung der Technologie. Die Hoffnung auf Heilung √ľbertreffe in diesem Fall die Angst vor den kleinen Teilchen.

zur Erinnerung: Das Schlagwort Nanotechnologie bezeichnet die Entwicklung von Werkstoffen oder Bauteilen, die aufgrund der geringen Gr√∂√üe ihrer Komponenten besondere Eigenschaften aufweisen. Nanotechnologie hat l√§ngst in unseren Alltag Einzug gehalten: Nanopartikel sch√ľtzen in Sonnencremes die Haut vor UV-Strahlung; in Fassadenfarben sorgen sie daf√ľr, dass Graffiti leicht abgewaschen werden k√∂nnen; Betondachsteine reinigen die Luft. Auch in Zahnf√ľllungen kommen nanotechnologische Produkte zum Einsatz. "Dennoch werden Chancen und Risiken dieser Technologie √∂ffentlich kaum diskutiert", bedauert Simons. Die Wissenschaftler raten dazu, Kommunikationsstrategien zu entwickeln, mit denen die Verbraucher trotz fehlenden Wissens im Falle von Risiken angemessen informiert werden k√∂nnen. ...  Kommunikation ist in jedem Fall gut - z.B. auch, wenn es ums Dach geht:

()  Handbuch Geneigtes Dach
Das "Handbuch Geneigtes Dach" ist ein Leitfaden f√ľr alle T√§tigkeiten rund ums Steildach und vermittelt in Wort und Bild alle notwendigen Kenntnisse zur fachgerechten Ausf√ľhrung von Dachdeckungsarbeiten.
 
() Walmdach einmal anders interpretiert ... in Schiefer
Mit weitem Blick bis zum Bodensee, entstand in der Schweiz in schöner sonniger Lage das Einfamilienhaus eines Bauprofis. Das eigene Gebäude ist Referenz aber auch Vision eines selbstbewussten Handwerkers. Die Architekten von Quarella, Prof. Arch. BSA SIA aus St. Gallen entwarfen ein Gebäude, das in Architektur und Materialwahl (Rathscheck Schiefer) aus der Masse herausragt.
 
() Infratest/Braas-Umfrage zu Dachziegeln und Dachsteinen
Die Funktionalit√§ten des Dachsteins wie Langlebigkeit, Sicherheit und Umweltfreundlichkeit werden von deutschen Hausbesitzern verkannt - dies ergab eine repr√§sentative Umfrage bei deutschen Hauseigent√ľmern und Anschaffungsplanern von Immobilien, die Infratest im Auftrag von Braas durchgef√ľhrt hat.
 
() Konvexe Biber ohne Schnabeln f√ľrs Barockschloss Moritzburg
Die Moritzburger Teichlandschaft mit dem Jagdschloss Moritzburg z√§hlt heute zu den reizvollsten Naherholungsgebieten Dresdens. Bis voraussichtlich 2011 werden die D√§cher des 1736 zur heutigen Pracht umgebauten Schlosses neu eingedeckt. Die insgesamt fast 4000 m¬≤ gro√üe Dachfl√§che erh√§lt eine Deckung aus speziellen, leicht konvexen Koramic-Bibern.
 
() Creaton-Flachdachziegel "MZ3" mit dreifachem Verschiebespiel
Der Flachdachziegelklassiker "MZ3" von Creaton, der sich mit seiner zeitlosen, weich flie√üenden Form seit rund 70 Jahren auf unz√§hligen D√§chern etabliert hat, wurde weiterentwickelt: Durch die Erh√∂hung seines Verschiebebereichs auf 15 mm bietet er dem Dachdecker eine hohe Flexibilit√§t auf dem Dach.
 
() "√úberdecker" im 12er-Format von Nelskamp
Die Dachziegelwerke Nelskamp f√ľgen ihren Verschiebeziegeln einen weiteren hinzu: Der neue Dachziegel "F 12 √ú" ben√∂tigt rund zw√∂lf St√ľck pro Quadratmeter und sei variabel verlegbar. So werde die Wirtschaftlichkeit der Dacheindeckung erh√∂ht.
 
() Dachbeschichtungen mit RAL G√ľtezeichen
Bisher war es im Rahmen der RAL G√ľtesicherung Dachbeschichtungen nicht m√∂glich, die verwendeten Materialien zur Versiegelung, Grundierung und Beschichtung mit dem RAL G√ľtezeichen zu kennzeichnen. Die G√ľtegrundlage und das Satzungswerk zur G√ľtesicherung wurden aber nun entsprechend umgestellt.

  

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