Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 21.2.2010

Deutschland schrumpft und altert bekanntermaßen. Bis 2025 wird die Zahl der ĂŒber 80-JĂ€hrigen um 70 Prozent zunehmen. Kommunen mĂŒssen deshalb rasch umsteuern und altengerechte Wohn- und Infrastrukturangebote aufbauen. Zudem sehen Fachleute die AusrĂŒstung von HĂ€usern und Wohnungen mit "smarten" Assistenzsystemen und -gerĂ€ten (Ambient Assisted Living, kurz AAL) als eine wichtige Voraussetzung fĂŒr ein sicheres und komfortables Wohnen auch im hohen Alter.

"Die Technik fĂŒr intelligente Assistenzsysteme ist viel weiter als ihre Nutzung im Alltag. Es ist aus technischer Sicht kein Problem, diskrete Systeme zur VerfĂŒgung zu stellen, die das Alltagsleben einfacher und komfortabler machen", erklĂ€rte jĂŒngst VDE- Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer. Herausforderungen liegen im Aufbau einer leistungsstarken IT-Infrastruktur und Hausvernetzung und in der InteroperabilitĂ€t von EndgerĂ€ten. Damit sich Teilkomponenten vergleichen, kombinieren, austauschen und nachrĂŒsten lassen, seien spezifische Normen und Standards erforderlich, so eines der Ergebnisse des neuen VDE-Positionspapiers "Intelligente Heimvernetzung - Sicherheit, Komfort, Selbstbestimmung", das der Verband am 26.1. auf dem 3. AAL-Kongress in Berlin vorstellte.

Im Bereich AAL eröffnen sich beachtliche wirtschaftliche Potentiale, nicht nur aufgrund der Einsparpotentiale im Gesundheitswesen. Laut Data Monitor wird der globale Wachstumsmarkt allein in den USA und Europa von 3 Milliarden US-Dollar (USD) im Jahr 2010 auf bis zu 7,7 Milliarden USD im Jahr 2012 zulegen. "Deutschland kann hier seinen Trumpf Systemkompetenz ausspielen", so Zimmer. In allen AAL-relevanten Technologien nimmt Deutschland bereits jetzt international eine gute Wettbewerbsposition ein - von der Elektro- und Medizintechnik ĂŒber Automation, IKT-Systeme und RFID-Technologie bis zur Mikrosystemtechnik und Robotik. Nach der VDE-Trendstudie "MedTech 2020" ist Deutschland bei Telemedizin und eHealth auf dem Weg zum InnovationsfĂŒhrer. In fĂŒnf Jahren kann Europa an den USA vorbeiziehen und bis 2020 seinen Vorsprung ausbauen. Der VDE erwartet ein schnelles Marktwachstum und eine breite Nutzung von AAL-Leistungen und Produkten schon im Jahr 2015.

Normen und Standards sowie die InteroperabilitĂ€t von Systemkomponenten sind Voraussetzung fĂŒr die Anwendung von intelligenten Assistenzsystemen in der Breite. Um Barrieren abzubauen und zielfĂŒhrende Handlungsempfehlungen fĂŒr Politik, Wirtschaft und Normungsgremien zu erarbeiten, hat der VDE zusammen mit seiner Normungsorganisation DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE) letztes Jahr innerhalb der BMBF/VDE Innovationspartnerschaft Ambient Assisted Living die Arbeitsgruppe "Schnittstellenintegration und InteroperabilitĂ€t" gegrĂŒndet. Die Experten der Arbeitsgruppe haben nun erste Empfehlungen zu Normen und Standards vorgelegt. Zudem regen sie an, so genannte Integrationsprofile zu entwickeln, die typische Assistenzfunktionen fĂŒr altersgerechte Technik beschreiben und damit die Benutzerfreundlichkeit erhöhen.

Um die vielfĂ€ltigen Aufgaben möglichst rasch anzupacken und zu lösen, arbeiten BMBF und VDE in der Innovationspartnerschaft Ambient Assisted Living eng zusammen. Sie soll Impulse fĂŒr Markt, Technik und Gesellschaft setzen. Das AAL-Netzwerk aus Technik, Politik, Sozialwissenschaften und Pflege kĂŒmmert sich intensiv um die konkrete Umsetzung bedarfsgerechter und marktfĂ€higer Produkte, Dienstleistungen und gibt Normungsempfehlungen. Vor diesem Hintergrund fand der 3.AAL-Kongress in Berlin statt, der gemeinsam vom Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung und dem VDE veranstaltet wird. AAL steht fĂŒr Ambient Assisted Living und meint intelligente Assistenzsysteme, die auf dem Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik in den GegenstĂ€nden des tĂ€glichen Lebens basieren. Sie werden insbesondere Ă€lteren Menschen zugute kommen und sollen ihnen ein selbstbestimmtes Leben bevorzugt in den eigenen vier WĂ€nden ermöglichen. ... Aber zunĂ€chst stehen noch ganz andere Dinge an:
  

() GrĂŒnes wie ein roter Faden (17 auf einen Streich)
Die Themen Nachhaltigkeit, UmweltvertrÀglichkeit und Energieeffizienz sind so sehr im Baugewerbe angekommen, dass kaum ein Aussteller auf der Dach+Holz nicht sein Engagement in diesen Bereichen sowie die ökologischen Vorteile seiner Produkte betont.
  
() WĂ€rmedĂ€mmung darf nicht auf Nachbars GrundstĂŒck ragen
Viele Hausbesitzer möchten Energie sparen und ihre Immobilie zeitgemĂ€ĂŸ dĂ€mmen. Bei freistehenden HĂ€usern ist das in der Regel kein Problem; sie lassen sich ringsum mit einer schĂŒtzenden DĂ€mmschicht (WDVS) einpacken. Was aber, wenn das Haus auf der Grenze steht?
 
() "Fensterrecht" trifft auf PrivatsphÀre
Grenzen schĂŒtzen die PrivatsphĂ€re. Deshalb reagieren viele Menschen auch Ă€rgerlich, wenn ihnen der Nachbar ĂŒber den Zaun schaut. Streit gibt es besonders hĂ€ufig dann, wenn der Nachbar sogar Fenster in die dem Anrainer zugewandte Außenwand einbauen will. Ob das zulĂ€ssig ist oder nicht, das richtet sich nach den bauordnungsrechtlichen Vorschriften.
 
() BGH bestÀtigt Rechtsprechung zur WohnflÀchenberechnung
Ein Galeriegeschoss ist Teil der WohnflĂ€che einer vermieteten Wohnung, auch wenn diese RĂ€ume aufgrund bauordnungsrechtlicher Vorgaben keine AufenthaltsrĂ€ume sind. Dies gilt zumindest, wenn diese RĂ€ume laut Mietvertrag ausdrĂŒcklich Teil der WohnflĂ€che sind.
 
() Rathscheck Schiefer Symposium fĂŒr Architekten und Planer
In diesem Jahr finden erstmalig Rathscheck Schiefer Symposien fĂŒr Architekten und Planer statt. Mit diesen Fortbildungsveranstaltungen gibt das Unernehmen Architekten und Planern die Möglichkeit, den faszinierenden Naturwerkstoff Schiefer in all seinen Facetten kennen zu lernen. Die Architektenkammern Nordrhein-Westfalen und Hessen haben das Symposium als Fortbildungsveranstaltung anerkannt.
 
() am 22.3.: "Handbuch Stadtklima" als Wegweiser fĂŒr Kommunen
Jeder zweite Einwohner in Nordrhein-Westfalen lebt oder arbeitet in einer Großstadt. Die Metropolregion Rhein-Ruhr gehört zu den am dichtesten besiedelten RĂ€umen in Europa. KlimaverĂ€nderungen und ihre Auswirkungen auf stĂ€dtisches Leben sind fĂŒr die LebensqualitĂ€t in den StĂ€dten bedeutsam. ... Anregungen zum vorsorgenden Handeln in unseren StĂ€dten werden im "Handbuch Stadtklima" des Umweltministeriums Nordrhein-Westfalen vorgestellt.
 
() gesucht: Stadt- und Architekturmodelle fĂŒr die REALSTADT
Die Ausstellung "REALSTADT. WĂŒnsche als Wirklichkeit" (2.10. bis 28.11.2010 in Berlin) möchte ihrem Publikum nicht nur von der Stadt erzĂ€hlen, sondern auch vom Umgang mit ihr und den WĂŒnschen der unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure, die darin wirksam werden. Zentrales Element der Ausstellung sollen Stadt- und Architekturmodelle aus ganz Deutschland sein, die gemeinsam mit Filmeinspielungen und Bildern ein temporĂ€res urbanes GefĂŒge errichten.
 
() Bauingenieure und Architekten setzten rund 36 Milliarden Euro um
Sie bauen WohnhĂ€user, BrĂŒcken, Einkaufscenter, U-Bahn-Tunnel, KlĂ€ranlagen oder Fußballstadien - was Architekten und Bauingenieure konstruieren, ist von Dauer und nutzt allen. Eine aktuelle Studie des Statistischen Bundesamtes zur Preisentwicklung von Architektur- und IngenieurbĂŒros belegt die hohe Bedeutung des Berufsstandes fĂŒr die Allgemeinheit.
 
() Die Deutschen bauen aufs Eigenheim und UnterstĂŒtzung des Staates
Die Deutschen wĂŒnschen sich mehr staatliche UnterstĂŒtzung, um den Traum vom Eigenheim verwirklichen zu können. Eine verstĂ€rkte Wohnbauförderung wĂ€re dabei vor allem Familienförderung. 1,5 Millionen Mieter in Deutschland, vor allem aus Mittel- und GroßstĂ€dten, planen derzeit, in den kommenden zwei bis drei Jahren Wohneigentum zu erwerben.
 
() Interhyp: "Zinsen steigen leicht an"
Angesichts einer positiven Börsenentwicklung und fehlender negativer Wirtschaftskennzahlen war in der dritten Februar-Woche eine geringere Nachfrage im Staatsanleihenbereich zu verzeichnen. Ein leichter Anstieg der Renditen war die Folge. FĂŒr die nĂ€chsten Tage erwartet Interhyp einen weiteren leichten Zinsanstieg und empfiehlt daher Baufinanzierungskunden, die aktuellen Zinsen rasch zu sichern.

  

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