Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 2.11.2010

Das Jahrhundert der Städte

Wir leben im Zeitalter der Städte. Waren 1950 noch 29 Prozent der Menschheit Städter, so sind es mittlerweile über die Hälfte und 2050 werden es 70 Prozent sein. Darauf macht die Wissenschaftszeitschrift "Nature" in einer Sonderreportage aufmerksam. Regional wird sich die Urbanisierung jedoch weiterhin sehr unterschiedlich gestalten - und dabei neue Probleme wie auch Chancen zugleich aufwerfen.

Boom besonders in Asien

Einer der Trends ist jener der wachsenden Großstädte, denn bereits heute lebt jeder zehnte Mensch in einer Megacity. Einwohnermäßig führt weiter Tokio (36 Mio.) die Liste an vor Delhi (22 Mio.), Sao Paulo, Mumbai, Mexico City, und New York (jeweils 20 Mio.), sowie Shanghai, Kalkutta, Dhaka und Karatschi. Zu den Metropolen, die bis zum Jahr 2025 am meisten Zuwachs bekommen werden, zählen die Experten Kinshasa, Shenzhen, Chongquing, Guangzhou, Jakarta, Bogota, Lima und Laore.

Am schnellsten wachsen die Städte derzeit und auch in Zukunft in Asien. Zählte die Stadtbevölkerung dort 1950 noch 234 Mio. Einwohner, so waren es 1990 eine Milliarde. Für 2025 werden 3,4 Milliarden erwartet. Abgesehen von Australien ist heute Südamerika mit 80 Prozent der Kontinent mit der höchsten Urbanisierung, was anteilsmäßig doppelt so viel ist wie 1950. Die absolute Zahl der Städter wird bis 2025 von 500 auf 650 Mio. ansteigen. Afrika ist in Sachen Verstädterung mit 40 Prozent Schlusslicht, besitzt jedoch viele der am schnellsten wachsenden Städte, allen voran Lagos und Kinshasa.

Rückgang in Europa

Allein in manchen Industrieländern ist die Verstädterung ins Stocken geraten. In Zentraleuropa, Großbritannien und Italien schrumpfen viele Großstädte, während sie am Balkan, in der Ukraine, Skandinavien, Spanien und Frankreich weiter wachsen. In den USA findet das Stadtleben ständig mehr Anklang. Gibt es derzeit 261 Mio. US-Stadtbewohner, so werden es 2025 bereits 308 Mio. sein, wobei der meiste Wachstum auf mittlere Städte fällt.

Mit den Städten steigen auch die sozialen und ökologischen Herausforderungen. Der Klimawandel wird besonders von Städten verursacht - konsumieren sie doch bereits jetzt zwei Drittel der Gesamtenergie und verantworten damit einen ebenso hohen Anteil des CO₂-Ausstoßes. Bestimmte Bereiche wie etwa die Gesundheitsversorgung werden durch die Urbanisierung allerdings leichter gemacht. ... Aber bleiben wir zunächst bei der Urbanisierung:
  

7. Hamburger Gespräche: Wie Megacitys unsere Ökosysteme bedrohen
Die diesjährigen Hamburger Gespräche der Michael Otto Stiftung blickten am 1.11. mit dem Titel "Stadt, Land, Flucht? Ein Symposium über die Chancen und Risiken der zunehmenden Urbanisierung für die Ökosysteme" bereits auf das Jahr 2011, in dem Hamburg die Umwelthauptstadt Europas ist.

BBSR legt Studie zur Entwicklung der Bevölkerung in den Zentren vor
In Deutschland leben rund 24 Millionen Menschen in Innenstädten. Vor allem in den Großstädten wächst die Innenstadtbevölkerung nach Jahren der Stagnation wieder. Besonders für junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren werden die Zentren als Wohn- und Arbeitsorte immer attraktiver. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Die Forscher des Bonner Instituts haben aus 85 Städten mit mehr als 60.000 Einwohnern Daten zu Alter und Nationalität der Wohnbevölkerung auf Stadtteilebene ausgewertet.

Experten (und Lobbyisten) kritisieren Mittelkürzungen bei Programmen zur CO₂-Gebäudesanierung und Städtebauförderung
Die im Haushalt für das Jahr 2011 geplanten Kürzungen der Bundeszuschüsse bei Programmen zur CO₂-Gebäudesanierung und der Städtebauförderung werden von Experten (und Lobbyisten) kritisiert. Das wurde bei einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung am 27.10.2010 deutlich, der Anträge der Oppositionsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen zugrunde lagen.

Startschuss für das Energieberaterportal-2020
Der Bundesarbeitskreis Altbausanierung (BAKA), das Deutsche Energieberater Netzwerk (DEN) und der Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerker Bundesverband (GIH-BV) haben Rahmenbedingungen einer gemeinsamen Plattform für qualifizierte Energieberater vereinbart. Das Portal Energieberater-2020 will Endverbrauchern als auch Investoren dabei helfen, qualifizierte Energieberater zu finden.

Aufruf zum Online-Voting für Deutschlands schönste Effizienzhäuser
Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) ruft zur Online-Abstimmung im Wettbewerb "Deutschlands schönste Effizienzhäuser. Energie aus Holz- Erde- Sonne" auf. Bis Ende November können unter 20 Häusern aus ganz Deutschland die Gewinner gewählt werden.

Vorwerk Teppich "Projection Tour" im November 2010
Bis Ende November 2010 zieht Vorwerk Teppich mit der "Projection Tour" durch acht Bundesländer und gastiert dabei in exklusiven Locations wie der Hamburger MagnusHall, dem Gutenbergsaal in Berlin oder dem Meilenwerk in Düsseldorf. Den Auftakt der Rundreise bildete die Präsentation vom 25.-29. Oktober 2010 im Firmensitz des Unternehmens in Hameln.

Forum Baustoffkompetenz geht mit "Wissen für die Praxis" in die nächste Runde
Die Seminarreihe "Wissen für die Praxis" mit Baumit, Lafarge, Protektor, Rockwool, Roto, Schiedel sowie Xella geht in die nächste Runde. Auch 2011 will das Forum Baustoffkompetenz wieder die Verkaufsberater des Baustoff-Fachhandels mit speziellen Verbundseminaren unterstützen. Im Fokus soll bei den im Februar und März 2011 stattfindenden Veranstaltungen erneut die Optimierung zielführender Kundengespräche durch die Vermittlung von Praxiswissen stehen.

Cemex verleiht "Nobelpreis der Betontechnik"
Am 28. Oktober 2010 übergab Eric Wittmann, der Vorstandsvorsitzende der Cemex Deutschland AG, den mit 20.000 Euro dotierten "Förderpreis Beton 2010" vor Gästen aus Wirtschaft und Wissenschaft im Hotel im Wasserturm in Köln. Der "Nobelpreis der Betontechnik" ging zu gleichen Teilen an zwei Preisträger.

 

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