Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 21.6.2011

IÖR: Die amtliche Flächenstatistik muss ergänzt werden

Die am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung Dresden (IÖR) betriebene „Monitor der Siedlungs- und Freiraumentwicklung“ liefert detailliert Informationen für Länder, Regionen, Kreis und Kommunen über die Flächennutzungsstruktur und den Verbrauch von Flächen in Deutschland. Darin stimmten die 120 Besucher auf dem 3. Dresdner Flächennutzungssymposium am 26. und 27. Mai überein. Das Symposium hat sich zum wichtigsten Treff der Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie zu diesen Problemen entwickelt. Organisiert wird es vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) e.V. in Dresden.

Die derzeitige amtliche Flächennutzungsstatistik bildet offenbar die Belange des Verbrauchs von Flächen nicht hinreichend genau ab. „So kann ein wichtiges in der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung formuliertes Ziel nicht genügend genau hinsichtlich der Zielerreichung gemessen werden“, sagte Dr. Gotthard Meinel, Forschungsbereichsleiter am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V. Dresden.

Anders als die amtliche Statistik, die auf Grundlage von Liegenschaftsdaten erhoben wird, analysiert der „IÖR-Monitor“ die Situation auf Grundlage der genauesten topographischen Daten Deutschlands. In diesen Daten werden z. B. Straßen und renaturierte Bergbaugebiete wesentlich früher erfasst, als im Liegenschaftskataster. „Das Internetportal bietet hier als Ergänzung der langjährigen Zeitreihen der amtlichen Statistik Zahlen und Fakten“, sagt Dr. Gotthard Meinel.

Die Monitor-Daten 2010 zeigen spannende Entwicklungen für Deutschland. In der Gemeinde Schkeuditz beispielsweise - Standort des Flughafens - wird prozentual mehr Gemeindefläche für Siedlung und Verkehr genutzt als in jeder anderen Gemeinde Sachsens. Betrug der Anteil der Flächen für Siedlung und Verkehr an der gesamten Gemeindefläche in Schkeuditz 2006 noch 27,6 Prozent, waren es 2010 schon 31,1 Prozent. Das ist Sachsenrekord! Große Unterschiede bei den Anteilen der Siedlungs- und Verkehrsflächen zeigen sich auch im bundesweiten Vergleich: Während es im Kreis Mecklenburg-Strelitz 3,9 Prozent sind, weist die Stadt München 74 Prozent auf.

Die Daten stehen im Internet kostenfrei zur Verfügung. „Diese Angaben geben Entscheidern belastbare Informationen, um die Flächennutzungsentwicklung in ihrem Gebiet besser zu kontrollieren“, erklärte Dr. Gotthard Meinel.

Die Bundesregierung hat in ihrer Nachhaltigkeitsinitiative eine Begrenzung des Wachstums von Siedlungs- und Verkehrsflächen gefordert. Das erfordert eine Kontrolle sowohl der überbauten Fläche als auch der Lage neuer Siedlungsflächen, die möglichst nun innerhalb bestehender Siedlungsgebiete entstehen sollten.

Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) ist eine raumwissenschaftliche Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft. Das IÖR erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen für eine dauerhaft umweltgerechte Entwicklung von Städten und Regionen im nationalen und internationalen Zusammenhang. Die Ausrichtung der Forschung zielt auf Antworten für ökologische Fragen nachhaltiger Entwicklung. ... Zum Thema Raumentwicklung können wir heute auch etwas per Bauletter / Balinks  beitragen: Gleich der erste Beitrag stellt eine App vor, die das Risiko für Blitzeinschläge (u.a.) per GPS-Daten ermittelt:

  

iDEHNsupport App ermittelt Risiko für Blitzeinschläge 
Dehn + Söhne, Spezialist für Blitz- und Überspannungsschutz, hat mit iDEHNsupport eine iPhone-App veröffentlicht, die eine erste, vereinfachte Risikobewertung für ein Gebäude gleich vor Ort ermöglichen soll.

Überspannungsschutz für DC-seitig geerdete PV-Anlagen 
DEHNguard S PV SCI 600 und DEHNguard S PV SCI 150 sind die neuen einpoligen modularen Überspannungsschutzgeräte für DC-seitig geerdete PV-Anlagen von Dehn + Söhne, dem Blitz- und Überspannungsschutzspezialisten aus Neumarkt i.d.OPf.

Lichtbogengefahr bei PV-Anlagen 
In PV-Anlagen können Wackelkontakte oder Isolationsfehler dazu führen, dass in Gleichstromkreisen Lichtbögen von beträchtlicher Energie entstehen, die Temperaturen von mehr als +3.000°C erreichen - ein Sicherheitsrisiko sowohl für die umgebende Infrastruktur als auch für Personen.

Lichtbogen-Detektor von Fronius für 2012 angekündigt 
Ein Highlight auf dem Intersolar-Stand von Fronius war der für 2012 in Aussicht gestellte Lichtbogen-Detektor. Es handelt sich dabei um eine Vorrichtung, welche den Sicherheitsstandard von PV-Anlagen auf einem kontinuierlich hohen Level halten soll.

Sicheres Abschalten von PV Anlagen 
Photovoltaik-Anlagen lassen sich zwar vor dem Wechselrichter spannungsfrei schalten, die hohen DC-Spannungen der Module bleiben allerdings solange bestehen, wie Licht darauf fällt. Hier können dann bis zu 1000 Volt anstehen, was Wartung, Reinigung oder auch das Löschen von Gebäuden mit PV nicht ungefährlich macht.

Öffentliche Anhörung zur energetischen Wohngebäudesanierung 
Der Finanzausschuss des Bundestages führt am 27. Juni eine öffentliche Anhörung zu dem von den Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden durch.

Baufertigstellung: 0,5% mehr Wohnungen im Jahr 2010 fertig gestellt 
Im Jahr 2010 wurden in Deutschland knapp 160.000 Wohnungen fertig gestellt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 845 Wohnungen oder 0,5% mehr als im Vorjahr. Ausgehend von dem in 2009 erreichten niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung bedeutet dies allerdings nur eine leichte Erholung im Wohnungsbau. 

2,4% mehr Aufträge im Bauhauptgewerbe im April 2011 
Im April 2011 sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum April 2010 preisbereinigt um 2,4% gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, nahm dabei die Baunachfrage im Hochbau um 1,6% und im Tiefbau um 3,4% zu.

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