Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 14.3.2012

Jährlich mehrere hundert Tonnen an Arzneimitteln belasten Gewässer

In deutschen Gewässern und Böden lassen sich Arzneimittelrückstände mittlerweile immer häufiger nachweisen. Das belegen aktuelle Daten aus Forschungsprojekten und der Gewässerüberwachung. Jeden Tag gelangen mehrere Tonnen an Arzneimittelwirkstoffen in die Umwelt, hauptsächlich durch die menschliche Ausscheidung, mehrere hundert Tonnen pro Jahr zusätzlich durch die unsachgemäße Entsorgung von Altmedikamenten über die Toilette. Wie sich diese Substanzen auf die Umwelt auswirken, wird derzeit nicht systematisch untersucht. Diese Lücke muss nach Auffassung des Umweltbundesamtes (UBA) ein zulassungsbegleitendes Umweltmonitoring schließen. „Die Vorsorge beim Umgang mit Arzneimittelrückständen muss verbessert werden, denn diese Stoffe können problematisch für die Umwelt sein. Eine bessere Überwachung soll helfen, Belastungsschwerpunkte und ökologische Auswirkungen von Medikamenten zu erkennen und die medizinische Versorgung umweltverträglicher zu gestalten.“, erklärt UBA-Präsident Jochen Flasbarth.

Vorkommen und Auswirkungen von Arzneimitteln in der Umwelt werden nach Meinung des Umweltbundesamtes unterschätzt. Wegen des demografischen Wandels unserer Gesellschaft wird die Konzentration von Humanarzneimitteln in der Umwelt vermutlich noch weiter zunehmen. Jochen Flasbarth: „Das UBA empfiehlt daher, ein Umweltmonitoring für Arzneimittel einzuführen. Es soll bereits im Zulassungsprozess für Medikamente verankert werden. Dadurch kann der Schutz der Umwelt gestärkt und die Versorgung der Patienten umweltverträglicher gestaltet werden.“

Eine aktuelle Literaturstudie, die im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführt wurde, führt die aus Umweltsicht besonders problematischen Arzneimittel auf. Die Studie enthält Daten zu Verhalten und Vorkommen von Arzneimitteln in der Umwelt, priorisiert nach Verbrauchsmenge, Umweltkonzentration und umweltschädigendem Potenzial. Von den 156 in Deutschland in verschiedenen Umweltmedien nachgewiesenen Arzneimittelwirkstoffen wurden 24 mit hoher Priorität eingestuft. Das bedeutet, dass diese Stoffe ein hohes Potential haben, Umweltorganismen zu schädigen. Einer dieser Wirkstoffe ist das weit verbreitete Schmerzmittel „Diclofenac“, welches Nierenschäden in Fischen hervorrufen kann und mittlerweile in sehr vielen Gewässern zu finden ist. Es steht deshalb auch auf der EU-Kandidatenliste für neue so genannte prioritäre Stoffe zur EG-Wasserrahmenrichtlinie.

Arzneimittel gelangen hauptsächlich mit dem häuslichen Abwasser in die Umwelt. Die meisten Stoffe werden nach der Einnahme - oft unverändert - wieder ausgeschieden. Schätzungsweise mehrere hundert Tonnen pro Jahr nicht verbrauchter Medikamente entsorgen viele Bürger unsachgemäß direkt über Spüle oder Toilette. Da viele Kläranlagen heute noch nicht in der Lage sind, alle Stoffe rückstandslos abzubauen oder zurückzuhalten, erreicht der Rest, wenn auch stark verdünnt, die Flüsse und kann dort besonders empfindliche Organismen wie Fische dauerhaft schädigen. Um gezielt Minderungsmaßnahmen bei der Abwasserreinigung in Kläranlagen ergreifen zu können, muss die Belastungssituation mit solchen Problemsubstanzen jetzt identifiziert werden.

Selbst im Trinkwasser  können sehr geringe Konzentrationen enthalten sein. Pro Liter Wasser handelt sich dabei um Bruchteile von Mikrogramm. Zur Demonstration: Ein Mikrogramm pro Liter entspricht etwa der Zuckerkonzentration in einem 50 m-Schwimmbecken, in dem ein Stück Würfelzucker aufgelöst wurde. Trinkwasserhygienisch sind diese Arzneimittelspuren zwar unerwünscht, für den Menschen soll dadurch aber keine Gesundheitsgefahr bestehen. Alle jetzt zu treffenden Maßnahmen zum Schutz des Trinkwassers würden deshalb der Vorsorge und langfristigen Versorgungssicherheit dienen, nicht der Abwehr konkreter Risiken. ... was uns bei unseren heutigen Baulinks/Bauletter-Beiträgen wieder ganz recht ist:

  

Mini-Wasserkraftwerk macht elektronische Armaturen unabhängig 
Der Geberit Generator HyTronic 185/186 macht die berührungslosen Waschtisch-Armaturen von Geberit unabhängig von der Energieversorgung übers Stromnetz oder über Batterien, die in der Regel turnusmäßig gewechselt werden müssen.

Elektronische Armatur mit Bedienpanel neu für Kaldewei-Badewannen 
Abgestimmt auf die Design-Badewannen aus dem Avant­garde- und Ambiente-Segment bietet Kaldewei mit Comfort Select erstmals eine elek­tronische Armatur mit Bedienpanel an, die das Ein- und Ablaufen des Wassers, dessen Temperatur sowie die Ansteuerung von Dusch- oder Badefunktion digital und benutzerfreundlich regelt.

Neue freistehende, konkav gewölbte Ovalwanne von Duscholux 
Die neue freistehende Ovalwanne Prime-line Free von Duscholux ergänzt die variantenreiche Badewannenserie Prime-line. Frei im Raum positioniert wird sie zu einem architektonischen Blickfang - auch für preisbewusste Käufer.

Franke Aquarotter erweitert Programm für kindgerechte Sanitärausstattungen 
Franke erweitert sein Produktsortiment für kindgerechte Sanitäraus­stattungen im Objektbereich um die Kinder-Wasch- und Spielrinnen Washino und den fröhlichen Kinder-Einhebelmischer Aquapino. Beide Neuprodukte lassen sich ideal miteinander kombinieren.

„oredo“-Waschplatz - mit Lichtbändern und Oberflächen für Disco bis Wohnbad 
Auf der SHK hat die Ardino Badmöbel GmbH mit „oredo“ eine aufmerksamkeitsstarke Waschplatzlö­sung präsentiert, die Soft-Edge-Design mit modernen Oberflä­chen und integrierten Lichtbändern kombiniert.

Neue Formen und Funktionen für Badserie IlBagnoAlessi One 
Alessi und Laufen erweitern IlBagnoAlessi One. Wie schon bei der ersten Auflage wurde wieder der italienische Architekt und Designer Stefano Giovannoni mit dem Entwurf der charakteristischen Formen und eines komplett neuen, hochwertigen Möbelprogramms beauftragt.

Memento-Vorbauwaschtisch von Villeroy & Boch für moderne Bäder 
Memento steht bei Villeroy & Boch für zeitloses Design und eine minimalis­tische Formensprache. Befreit von allem Überflüssigen bringt Memento konsequente Geradlinigkeit ins Bad - mit einem kraftvollen Purismus, der sich selbstbe­wusst zur Kunst der Reduktion bekennt.

Duravit bringt mit Delos Wohnlichkeit ins Badezimmer 
Duravit will mit dem Badmöbelpro­gramm Delos – bei reduziertem Design – eine wohnliche Atmos­phäre und neue Leichtigkeit ins Bad bringen. Die von EOOS designte Waschtisch-Konsole  kommt ohne sichtbare Träger­kon­struktion aus und fügt sich dadurch bemerkenswert leicht­füßig in das räumliche Umfeld ein.

Individuelle Waschtischgestaltung mit Lavado von Lux Elements 
Lux Elements bietet seit Anfang 2012 in der Produktgruppe 'Lavado' vier neue Waschtische unter der Modellbezeichnung 'Lavado-Float' an. Dabei handelt es sich u.a. um individuell befliesbare Paneele aus stabilem Hartschaum-Trägermaterial.

Neues Monolith-Installationselement: Waschtischmodul und Badmöbel in einem 
Geberit baut seine Produktserie Mo­nolith zu einer Designfamilie für wirt­schaftliche Badeinrichtun­gen und -modernisierungen mit hohem ästheti­schem Anspruch aus. Neu nun: Neben den Monolith Sanitärmodulen für das WC soll es ab Juli auch passende Module für den Waschtisch ge­ben.

 

Impressum | Datenschutz © 1997-2018 ARCHmatic - Alfons Oebbeke (Google+, XING, linkedin)
ANZEIGE