Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 7.5.2012

Japan schaltet alle Atomkraftwerke in Rekordzeit ab

Japan hat am 5.5.2012 das letzte von insgesamt 54 Atomkraftwerken abgeschaltet - zumindest vorerst. Damit ist Japan nach über 40 Jahren wieder ein atomstromfreies Land und hat im Ergebnis binnen eines Jahres den schnellsten und radikalsten Atomausstieg der Welt vollzogen. Die japanischen Kernkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von rd. 50.000 Megawatt (MW) haben bisher 30 Prozent des Stroms in Japan erzeugt. Wegen der Insellage und fehlender Verbindungen kann Japan keinen Strom aus dem Ausland importieren und ist auf heimische Ersatzkraftwerke angewiesen, so das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster.

„Ein derart rasanter Schnellausstieg aus der Kernkraft wie in Japan ist in der Geschichte beispiellos und zeigt, dass die Energiewende grundsätzlich machbar und auch sehr schnell umsetzbar ist“, erklärte IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch am Samstag. Ob einzelne abgeschaltete japanische Kernkraftwerke je wieder ans Netz gehen, ist ungewisser denn je. Zustimmen müssen die lokalen Regierungen, die sich aber nach dem Fukushima-Unglück mehr Sorgen um die Sicherheit der eigenen Bevölkerung machen als vor der Reaktorkatastrophe.

Zum Vergleich: In Deutschland waren vor der Energiewende 17 Kernkraftanlagen mit einer Leistung von 21.500 MW am Netz. Derzeit produzieren noch neun Atomkraftwerke mit einer Leistung von 12.700 MW. Damit sind in Deutschland gerade einmal 8.800 MW Kernkraftleistung stillgelegt worden. Angesichts der Debatten in Deutschland um angebliche Stromknappheit bei gleichzeitigem hohen Stromexport nach Frankreich und der Verunsicherung der Bevölkerung über mögliche Stromausfälle zeigt das Beispiel Japan, wie schnell ein kompletter Atomausstieg eines Industrielandes mit ganz anderen Dimensionen im Bedarfsfall offenbar möglich ist. - Vielleicht können ja auch unsere heutigen Baulinks/Bauletter-Beiträge ein wenig dazu beitragen:
  

Zwei neue DALI-Dimmer von Busch-Jaeger 
Busch-Jaeger erweitert seine Produktpalette im Bereich Lichtsteuerung durch neu entwickelte DALI-Potenziometer. Zwei unterschiedliche Va­rianten sind lieferbar: mit oder ohne Netzteil.

Elektronischer Transistor-Dimmer von Busch-Jaeger für Retrofit-LEDs 
Energiesparende LED-Lam­­pen komfortabel und zuverlässig dimmen - dazu hat Busch-Jaeger den LED-Helligkeitsregler 6523 U (Drehdimmer) und 6524 U (Tast-/ Sensordimmer) für die Unterputzdose neu entwickelt. Beide Produkte sind abgestimmt auf so genannte Ersatzleucht­mittel (Retrofit-LEDs).

Gira dimmt gemäß digitalem Ledotron-Standard 
Gira hat auf der Light+Bul­ding das Steuergerät „Ledotron” vorgestellt, mit dem sich Kompakt-Leuchtstofflampen und LED-Leuchten stufenlos dim­men lassen, die den Ledotron-Standard beherrschen. Damit sollen Flacker­effek­te oder ein unsteter Dimm­verlauf vermieden werden.

Dimmer mit automatischer Leuchtmittelerkennung von Hager 
Seit der EU-Verordnung zum schrittweisen Verbot konventioneller Glühbir­nen sind Energiesparlampen auf dem Vormarsch - mit gravieren­den Aus­wirkungen auf die bisherige Dimmertechnik, die diese dimmbaren Lampen oder LEDs oft nicht ohne weiteres erkennen und steuern kann.

Statement von Christoph Hess zur Standardisierung der LED-Beleuchtung 
Der Zhaga-Standard und seine Vorstellung auf der Light+Building war häufiges Gesprächsthema in den Licht- und Leuchtenhallen des Frankfurter Messegeländes. (Nicht nur) für Christoph Hess, Vorstandsvorsitzender der Hess AG und Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Licht, geht dieser Ansatz aber wohl noch nicht weit genug.

Insta-Leuchtenkatalog „Lightment“ neu erschienen 
Die Neuauflage des Insta-Leuchtenkatalogs - Lightment 2012/13 - ist verfügbar. Er enthält zahlreiche neue Produkte wie z.B. die instalight Glow-Familie. Ebenfalls aktualisert wurde der separate Insta-Komponentenkatalog.

Auftakt der Initiative „Besser mit Architekten - Energieeffiziente Gebäude” 
Die Energiewende im Baubereich lässt sich nur durch ein Maßnahmenpaket umsetzen: fundierte Beratung von Architekten und Planern einerseits und maßgeschneiderte Förderung andererseits. Die Bundesarchitektenkammer (BAK) und die KfW starten am 7.5. die gemeinsame Initiative „Besser mit Architekten - Energieeffiziente Gebäude”.

 

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