Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 17.6.2012

Sieben DGQ-Leitthesen für die Zukunft von Qualität “Made in Germany”

"Wenn wir nicht ins internationale Mittelmaß abdriften wollen, müssen wir Qualität als übergeordnetes strategisches Leitprinzip in Unternehmen und Organisationen mit neuem Leben füllen." Das sagte am Donnerstagabend (14.6.) der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ,) Dr. Jürgen Varwig, anlässlich des sechzigsten DGQ-Jubiläums in Wiesbaden. Dort präsentierte die DGQ sieben Leitthesen für Qualität in Deutschland, die die Visionen und Vorschläge von rund 60 führenden Köpfen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zur Zukunft von Qualität als Erfolgsfaktor und Differenzierungsmerkmal der deutschen Wirtschaft bündeln.

Die DGQ-Initiative wird wissenschaftlich begleitet und soll 2014 in ein Qualitätsleitbild für Deutschland münden, das einen Konsens über die gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Bedeutung von Qualität abbildet und konkrete Vorschläge zur Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts macht. "Die Leitthesen sollen dabei den Diskurs mit Substanz anreichern, konkrete Ideen vorbringen und unterschiedliche Überzeugungen transparent machen", so Varwig. Unter qualitaetsleitbild.de stehen alle Statements und Leitthesen im Volltext zur Verfügung. Ab sofort lädt die DGQ zur Kommentierung und konstruktiven Diskussion ein.

Die sieben Leitthesen für Qualität in Deutschland:

1. Qualität trägt - auch in Zeiten des Umbruchs: Unternehmen und Organisationen, die Qualität als Leitprinzip verankern, sind langfristig erfolgreicher.

2. Qualitätsorientierung eint die deutsche Wirtschaft: Der Schlüssel zum langfristigen Erfolg durch Qualität besteht in einer Mischung aus traditionellen Tugenden und denen des 21. Jahrhunderts: Geschwindigkeit, Vernetzung, Kommunikationsfähigkeit und interkulturelle Kompetenz.

3. Qualität Made in Germany - die Weltmarke weiterdenken: Neben der industriellen Produktqualität muss Qualität "Made in Germany" künftig auch für Dienstleistungen, Wissensproduktion und Lösungskompetenz stehen. Und vor allem dafür, dass in global tätigen Unternehmen und Produktions-zusammenhängen die Gesamtverantwortung für die Wertschöpfungs- und Produktionsketten von deutschem Qualitätsdenken geprägt ist.

4. Qualität hat Geschwister bekommen: Die deutsche Wirtschaft wird erheblich profitieren, wenn es gelingt, unser Qualitätsverständnis zu erweitern. Noch sind wir zu sehr Industriegesellschaft.

5. Qualität ist strategisches Managementthema: Qualität muss als strategisches Querschnittsthema etabliert und implementiert, gesteuert und von der Führungsebene vorgelebt werden. Nur dann kann eine gewinnbringende Qualitätskultur entstehen.

6. Qualität schafft nachhaltiges Wachstum und Lebensqualität: Qualitätsorientierung, die sich an Nachhaltigkeitszielen ausrichtet, macht die Welt lebenswerter. Sie ist ein Konzept, das für nachhaltige Renditen sorgt -ökonomisch, ökologisch und sozial.

7. Qualität braucht Politik und Bildung: Bildung, Forschung und Wirtschaft sollten sich in Deutschland zu einem effektiveren und effizienteren Gesamtsystem weiterentwickeln. Dann wird es wieder öfter gelingen, die in Deutschland herangereiften Ideen in Innovationen mit deutschem Qualitätsniveau umzusetzen.

Für das Potenzial des Leitbildprojekts zeichneten Ariane Derks, Geschäftsführerin der Initiative "Deutschland - Land der Ideen", und Daniel Hoster, Deutsche Bank, die DGQ am Donnerstag in Wiesbaden als "Ausgewählter Ort 2012" aus. "Die zahlreichen Beiträge aus den Vorstandsetagen von Unternehmen wie Daimler AG, Telekom AG, Bitburger oder SCHOTT AG zeigen die Relevanz, die Qualität für die deutsche Wirtschaft hat", sagte Varwig weiter. "Ihr volles Innovationspotenzial wird die Initiative vor allem dann entfalten, wenn wir es schaffen, einen breiten Diskurs über die Zukunft von Qualität zu entwickeln." .... ganz passend so am Anfang einer Solar- und Nachhaltigkeitswoche im Bauletter respektive in Baulinks.

  

„Energiewendehaus“ mit 80% Selbstversorgung für 1.090 Euro/m² 
Drei deutsche Mittelständler haben ihre Kompetenzen gebündelt und auf der Intersolar eine zukunftsorientierte Lösung für ein „Leben ohne Energiesorgen“ vorgestellt - nämlich das Einfamilienhaus „EcoStar Independa“.

VDE: Gesteuerter Stromverbrauch unverzichtbar für Energiewende 
Bis zum Jahr 2020 sollen rund 35 Prozent des Strom­verbrauchs in Deutschland aus regenerativen Quellen gedeckt werden, so das Ziel der Bundesregierung. Die Menge der ins Netz eingespeisten Energie wird also zunehmend Schwankungen unterworfen sein, die Steuerung der Stromnachfrage (Demand Side Integration) wird notwendig.

9-Punkte-Forderungskatalog der Deutschen Umwelthilfe zur Solarförderung 
Anlässlich des ersten Treffens des Vermittlungs­ausschusses aus Bundesrat und Bundestag zur künftigen Solarstrom-Förderung in Deutschland am 13. Juni 2012 hat die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) Bund und Länder auf­gefordert, den weiteren Zubau von Photovoltaik-Kapazitäten in Deutschland sicherzustellen.

„Fahrplan Solarwärme“ prognostiziert Versiebenfachung des Marktes bis 2030 
Bis 2020 wird sich der Solarwärme-Markt bei einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 12,5 Prozent auf einen Zubau von 3,6 Millionen Quadratmeter Kollektorfläche im Jahr verdreifachen. Damit steigt die solare Wärmeerzeugung auf 14 Milliarden Kilowattstunden (therm.) pro Jahr.

Solarenergie erreicht Meilensteine zur Wettbewerbsfähigkeit 
Die Eröffnung der Intersolar stand im Zeichen des Erreichens wichtiger Meilensteine der Energiewende. Stark gesunkene Solartechnik-Preise haben dazu geführt, dass Solarstrom vom eigenen Hausdach in Deutschland nach Angaben der Solarwirtschaft bereits jetzt das Preisniveau der Verbraucher-Stromtarife unterschritten hat.

Intersolar Award 2012 für 3 mal 3 Unternehmen 
Bereits zum fünften Mal in Folge wurde am 13.6. der Intersolar Award auf der weltweit größten Fachmesse der Solarwirtschaft verliehen. Der internationale Preis der Solarwirtschaft würdigt Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen „Photovoltaik“ und „Solar­thermie“ sowie der Kategorie „PV Produktionstechnik“.

14% weniger Besucher auf der Intersolar 2012 
Die Intersolar Europe 2012 endete am Freitag mit negativen Zahlen im Vergleich zum Vorjahr: Rund 66.000 Besucher (2011: 77.000) aus 160 Ländern sowie 1.909 Aussteller (2.280) aus 49 Ländern waren laut offiziellen Angaben vom 13. bis zum 15. Juni auf der Messe vertreten.

KWK, energetische Sanierung und Solarstromförderung im Bundesrat 
Der Bundesrat hat am 15.6. acht Gesetzesbeschlüsse aus dem Deutschen Bundestag gebilligt und damit das parlamentarische Verfahren abgeschlossen - darun­ter die Novelle des KWK-Gesetzes. Zurück in den Vermittlungsausschuss müssen u.a. die energetische Sanierung von Wohngebäuden sowie die Kürzung der Solarstromför­derung.

 

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