Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 31.7.2013

Porta Nigra - Ein bisschen schwarzer Schmutz ist gut

Beim Reinigen von Gebäudefassaden wird selten Wert darauf gelegt, Schmutz nicht(!) vollständig zu entfernen. Bei der Porta Nigra in Trier ist das anders. Ihr Name - zu Deutsch "schwarzes Tor" - geht gerade auf die schwarzen Schmutzkrusten zurück, die sich auf ihrer ursprünglich hellen Sandsteinoberfläche durch Umwelteinflüsse gebildet haben. "Mittlerweile hat sich so viel Schmutz an dem römischen Bauwerk abgesetzt, dass der unter den Krusten liegende Sandstein an Teilen beschädigt wurde", erklärt Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Um ein entsprechendes Konzept für den Erhalt der schwarzen Fassade zu erstellen, müsse zunächst erforscht werden, welche Prozesse für die Zerstörung und welche für den Schutz der Sandsteinoberfläche verantwortlich seien. Die DBU fördert eine modellhafte Analyse der Schmutzkrusten und des Sandsteins mit rund 68.000 Euro.

In den siebziger Jahren seidie Sandsteinoberfläche der Porta Nigra, die seit 1986 Teil des UNESCO-Welterbes "Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier" ist, zuletzt restauriert worden, berichtet Dr. Paul Bellendorf, DBU-Referatsleiter für Umwelt und Kulturgüter. Inzwischen hätten sich durch Umwelteinflüsse erneut Schäden an der Steinsubstanz entwickelt. Untersuchungen hätten ergeben, dass nur ein Teil der schwarzen Krusten bereichsweise zu Schäden geführt habe. Eine vollständige Abnahme dieser dunklen Schichten verbiete sich jedoch bei der Porta Nigra, da sie sonst ihre namensgebende Eigenschaft verliere. Die Oberfläche bedürfe deshalb einer wesentlich differenzierteren und detaillierteren Bearbeitung, als es bei anderen Gebäuden nötig ist. Bisher würden eindeutige Aussagen über den Schaden durch Schmutzkrusten bezogen auf die Art und den Grad der Verschmutzung und das darunter liegende Steinmaterial fehlen.

„Zunächst werden die verschiedenen Krustentypen eingestuft und festgehalten, welche Schäden sie in welchem Maße verursachen. Aufbauend auf diesen Ergebnissen werden für die unterschiedlichen Schadensprozesse Empfehlungen für das Reinigen und Ausdünnen der Krusten erstellt und anschließend exemplarisch an der Porta Nigra erprobt und bewertet“, so Bellendorf. Ergänzend zu den herkömmlichen Verfahren werde beispielsweise auch eine bisher in der Praxis nicht eingesetzte spezielle Ultraschallmesstechnik erprobt, die Rückschlüsse auf Auflockerungen, Schalenbildungen und Verfestigungen im Tiefenprofil der Steine geben soll.

„Die Untersuchungen an dieser national bedeutenden römischen Toranlage haben Modellcharakter für viele ähnlich stark verschmutzte Steinobjekte, nicht nur in Deutschland. Die Ergebnisse können dazu beitragen, dass das Entfernen von Schmutzkrusten in Zukunft differenzierter und damit substanzschonender erfolgt“, sagte Brickwedde. Parallel zu den Untersuchungen werde ein Gespräch mit Experten stattfinden, die ebenfalls bereits Erfahrungen mit Verschmutzungen an hochwertigen Denkmalen besitzen, ergänzte Bellendorf. Dadurch könnten die Erfahrungen, die bereits im Rahmen von anderen, darunter auch vielen von der DBU geförderten Projekten gemacht worden seien, direkt in das Konzept der Restaurierung mit einfließen. Nach Abschluss des Projekts seien eine Fachtagung und eine Publikation vorgesehen. Kooperationspartner des Projekts sind der LBB Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung aus Trier, das Institut für Steinkonservierung aus Mainz und das Institut für Geowissenschaften der Christian-Albrechts-Universität in Kiel. ... Und wenn alles nicht hilft: Wir illuminieren heute auch Fassaden - auch farbig:

Lichtkonzept - umgesetzt mit Selux Leuchten - für den alten Hafen von Marseille
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Als Europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2013 hat Marseille rund 660 Millionen Euro für eine neue kulturelle Infrastruktur investiert und das Stadtbild nach­haltig verändert. Der Vieux Port, Herzstück der Stadt, wurde verkehrsberuhigt und zu einem Ort des Flanierens umge­staltet. Das Lichtkonzept stammt von Yann Kersalé und Selux. weiter lesen

Kompakte LED-Mastleuchten neu von WE-EF
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Mit den RMC320 LED-Mastleuchten bietet WE-EF eine neue LED-Serie für die Beleuchtung von öffentlichen Parkanlagen und Plätzen an. Sie verfügen über alle lichttechnischen Features der bekannten LED-Stra­ßenleuchten von WE-EF. So kommt auch hier die OLC-Linsentechnik (One LED Concept) mit Multiple-Layer-Prinzip zum Einsatz. weiter lesen

LED-gerechte Neuinterpretation der klassischen „Pilzleuchte“ für Innenstadtbereiche
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Mit der „Publisca“ hat Trilux eine neue LED-Leuchte für Wege, Anlieger­straßen und Innenstadtbereiche vorgestellt. Für sie wurde ein eigenes MLT Linsensystem (Multi Lense Technologie) entwickelt, das eine opti­male Beleuchtung für unterschiedliche Anwendungen ermöglicht. weiter lesen

„alurays_“ eine neue Art der Architektur-Beleuchtung
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Architekten und Lichtplanern bieten sich mit „alurays_“ neue Möglich­kei­ten der architektonischen Gestaltung mit Licht - innen wie außen: Die linearen LED-Lichtsysteme sind bei Tag ein nahezu unsichtbarer Teil der Architektur. Bei Dunkelheit und eingeschaltet werden sie dagegen zu einem bestimmenden und gliedernden Ele­ment von Fassaden und Innenräumen. weiter lesen

Neue Wallwasher-Generation von Insta, die nicht den Himmel, aber Fassaden beleuchtet
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Insta hat im Früjahr 2013 mit instalight 1065R eine neue Generation von linearen Fassadenstrahlern auf den Markt gebracht - mit einer viermal hö­heren Lichtleistung im Vergleich zur Vorgängerversion, einer Systemeffi­zienz von bis zu 72 lm/W sowie einer neuen, asymmetrischen Wallwasher-Optik zur Vermeidung von Lichtverschmutzung. weiter lesen

Insta beleuchtet Fassade des historischen Kaufhof-Gebäudes an der Kö
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Das bekannte Kaufhof-Gebäude an der Kö, erbaut 1906-1909, wurde mit einer neuen LED Fassadenbeleuchtung ausgerüstet. Ziel war es, die markanten und stark profilierten Baudetails der historischen Fassade, bezogen auf die Reformarchitektur zu Beginn des vergangenen Jahrhun­derts, herauszuarbeiten. weiter lesen

Geldern illuminiert Unterführung farbenfroh mit LED-Lichtwand von Hess
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Unterführungen sind oft düstere und verdreckte Orte, die bei Fußgän­gern und Radfahrern Unbehagen erzeugen. Dass es auch anders geht, zeigt eine Unterführung in Bahnhofsnähe in Geldern. Diese empfängt die Passan­ten ab Einbruch der Dämmerung farbenfroh illuminiert. Erzeugt wird die ein­drucksvolle Beleuchtung von gläsernen LED-Lichtwänden. weiter lesen

LichtRouten Lüdenscheid 2013: „Die Kunst der Projektion“
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Vom 27. September bis 6. Oktober 2013 finden in Lüdenscheid die nächs­ten LichtRouten statt. Als Forum für Licht in Kunst, Design und Architektur gehören die LichtRouten zu den Festivals, die mit ausge­wählten Installa­tionen und Interventionen im öffentlichen Raum sowohl das Fachpublikum als auch eine breite Öffentlichkeit begeistern wollen. weiter lesen

Medienfassaden, die Architekturbeleuchtung des 21. Jahrhunderts
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Medienfassaden sind aus den Metropolen des 21. Jahrhunderts nicht mehr wegzudenken. Was einst am New Yorker Times Square mit grellen Neon-Wer­betafeln begann, zeigt sich heute als Vermittler künstleri­scher und sozialer Botschaften. Inzwischen haben sich auf diese „Mediatektur“ sogar eigene Architekturbüros spezialisiert. weiter lesen

Schutz der Nacht ins Licht gerückt: BfN veröffentlicht Skripten-Band zur Lichtverschmutzung
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Das Thema Lichtverschmutzung ist bislang kaum im öffentlichen Be­wusst­sein präsent, und dies obwohl Beeinträchtigungen durch nächt­liches Licht mittlerweile dramatische Ausmaße angenommen haben. Die zahlreichen Facetten des Themas sowie Handlungsmöglichkeiten zeigt ein aktueller Skripten-Band des Bundesamtes für Naturschutz auf. weiter lesen

Urbanes Lichtchaos: Forscher plädieren für strategische Lichtplanung im öffentlichen Raum
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Straßenlaternen, Leuchtreklame, Autoscheinwerfer - Licht im öffent­lichen Raum ist eine Selbstverständlichkeit und seit mehr als 100 Jahren prägend für urbane Nachtansichten. Trotz positiver Assoziationen wird die nächtliche Beleuchtung zunehmend kritisch gesehen. Eine interna­tionale Konferenz diskutierte Möglichkeiten für einen nachhaltigen Um­gang mit künstlichem Licht. weiter lesen

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