Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 26.9.2013

Städte und Gemeinden sollten fürs Energiesparen ihrer Bürger nicht bestraft werden!

Das Berliner Politiklabor Agora Energiewende hat einen Reformvorschlag für das Konzes­sions­ab­gabenrecht vorgelegt. Damit soll verhindert werden, dass Städte und Gemeinden durch das Energiesparen bestraft werden.

Rund 3,5 Milliarden Euro zahlen Strom- und Gasverbraucher jährlich an die deutschen Städte und Gemeinden, damit die Betreiber von Strom- und Gasnetzen für ihre Lei­tun­gen öffentlichen Grund nutzen dürfen. Bisher waren diese so genannten "Konzessions­ab­gaben" verlässliche Einnahmen. Doch im Zuge von Energiesparmaßnahmen, mit denen Haushalte, Gewerbe und Industrie ihren Strom- und Gasverbrauch reduzieren sowie durch die Eigenerzeugung von Strom, werden die Konzessions­ab­gaben zurückgehen. Denn bisher sind diese Einnahmen ausschließlich von der Menge der verbrauchten Strom- und Gasmengen abhängig: Für jede Kilowattstunde Strom und Gas werden zwischen 0,03 Cent bis 2,39 Cent berechnet.

"Die kommunalen Haushalte sollten nicht darunter leiden, wenn die Bürger weniger Strom und Gas verbrauchen und effizienter wirtschaften", warnt Rainer Baake, Direktor von Agora Energiewende, einer von der Stiftung Mercator und der European Climate Foundation getragenen Initiative. "Es bietet sich daher an, die Konzessions­ab­gabe künftig an die Leistung der Strom- und Gasanschlüsse zu koppeln, also nicht mehr nach verbrauchten Kilowattstunden abzurechnen, sondern nach der Kilo­watt-Zahl des Anschlusses. Denn die Konzessionsabgabe ist der Preis dafür, dass der Netzbetreiber seine Leitungen auf öffentlichen Grun dstücken verlegen darf. Ob durch die Leitungen viel oder wenig Strom und Gas fließen, spielt dabei technisch keine Rolle. Es ist daher sinnvoll, die Konzessionsabgabe pauschal abzurechnen und dadurch die Kosten der Strom- und Gasversorgungssysteme fairer als bisher zu verteilen."

Den Reformvorschlag hat die im Energierecht renommierte Anwaltskanzlei Raue LLP im Auftrag von Agora Energiewende, der European Climate Foundation sowie des Regu­la­tory Assistance Projects geprüft. Demnach ist die Koppelung der Konzessionsabgabe an die Leistung von Strom- und Gasanschlüssen rechtlich möglich. Dazu müssten die Konzessionsabgabenverordnung und das Energiewirtschaftsgesetz geändert werden.

Der "Vorschlag zur Reform des Konzessionsabgabenrechts" sieht vor, dass einmalig für jede Kommune die durchschnittlichen Einnahmen aus den Konzessionsabgaben in den zurückliegenden Jahren ermittelt werden. Der entsprechende Betrag soll dann künftig auf die Leistungswerte aller Strom- und Gasanschlüsse in den Kommunen umgelegt werden. Dadurch würden beispielsweise Stromkunden mit einem leistungsschwachen Anschluss weniger Konzessionsabgaben zahlen als Stromkunden mit einem leis­tungs­starken Anschluss. In Summe wären die Einnahmen aus den Konzessionsabgaben für die einzelnen Kommunen genauso hoch wie bisher.

"Dieses Verfahren gewährleistet einerseits, dass der durchschnittliche Strom- und Gaskunde in etwa genauso viel zahlt wie gegenwärtig, andererseits stellt es sicher, dass die Umstellung des Energieversorgungssystems und Energieeffizienz nicht zu Lasten der Städte und Gemeinden erfolgt", erklärt Baake. ... Dazu passend unsere Beiträge heute zur Energiewende mit einigen Speicheroptionen und Randdetails:

FuE: Speicherung von regenerativer Elektrizität in Nachtspeicherheizungen
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In Zusammenarbeit mit der RWE Effizienz GmbH und Siemens Energy unter­stützt die Tekmar Regelsysteme GmbH mit einer speziellen Steue­rung ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur Speicherung regene­rativer Elek­trizität in Elektroheizungen. weiter lesen

Verbundprojekt „Cell-Booster“ sucht nach besseren Batteriespeichersystemen
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Am 1. August ist das vom Bundesforschungsministerium im Rahmen des Förderschwerpunkts „Elektronik für die Energie der Zukunft“ unter­stütz­te Verbundprojekt „Cell-Booster“ gestartet worden. Motivation für das Projekt ist der Umstand, dass das in Deutschland verfügbare natür­liche Potential für Großspeicher geografisch begrenzt ist. weiter lesen

Studie: Endkunden werden beim Kauf einer PV-Anlage selten über Speicher informiert
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Der Ausbau von Batteriespeichern in Deutschland kommt nur schlep­pend voran. Die Besitzer von Photovoltaikanlagen zögern noch, ihre An­lagen mit Speichersystemen zu kombinieren. Der neue „EndkundenMo­nitor 3.0“ von EuPD Research geht den Gründen für den stockenden Speicherausbau in Deutschland nach. weiter lesen

Solarkonfigurator von Solarwatt ermittelt Wert selbst erzeugten und genutzten Stroms
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Solarwatt hat einen „Solarkonfigurator“ online gestellt. Egal ob privater Haushalt oder Gewerbetreibender - der Solarkonfigurator will aufzeigen, wieviel Stromkosten durch selbst erzeugte Solarenergie eingespart wer­den können. weiter lesen

Angebotscheck von BSB und Fraunhofer IRB für Photovoltaikanlagen
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Der Bauherren-Schutzbund e.V. gibt mit dem „Angebotscheck für Pho­to­voltaikanlagen“ einen in Kooperation mit dem Fraunhofer Informa­tions­zentrum Raum und Bau IRB entstandenen Ratgeber heraus. weiter lesen

Y-Serie von Kyocera: 36, 48, 54, 60 oder 80 Zellen/Modul erleichtern Dachauslegung
http://www.baulinks.de/webplugin/2013/1775.php4
Kyocera-Solar stellt mit der Weiterentwicklung der Y-Serie Solarmodule vor, die nicht nur robust und leistungsfähig sein sollen, sondern auch eine hohe Flexibilität bei der Installation versprechen. Denn neben den markt­üblichen 60 Zellen pro Modul bietet Kyocera mit 36, 48 und 54 Zellen pro Modul auch kleinere Formate an. weiter lesen

Kobalt statt Iod macht Solarzellen umweltfreundlicher
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Forschende der Uni Basel konnten in Farbstoffsolarzellen auf Kupferba­sis das seltene Iod durch das weit häufigere Kobalt ersetzen. Damit gelingt ihnen ein weiterer Schritt in Richtung einer umweltfreundlichen Energiege­winnung. Die Fachzeitschrift „Chemical Communications“ hat die Resultate zu den so genannten Cu-Co-Zellen veröffentlicht. weiter lesen

Flexible Dünnschicht-Solarzelle auf Emaillierstahl mit 18,6% Wirkungsgrad
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Wissenschaftler am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-For­schung Baden-Württemberg (ZSW) haben einen neuen Typ flexibler CIGS-Dünnschicht-Solarzellen entwickelt. Die Stuttgarter Forscher nutzen dün­nen emaillierten Stahl als Trägermaterial für die stromer­zeugende Absor­berschicht. weiter lesen

Weltrekord-Solarzelle mit 44,7% Wirkungsgrad
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Das Fraunhofer ISE erzielte gemeinsam mit Soitec, CEA-Leti und dem Helmholtz Zentrum Berlin einen neuen Weltrekord für die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom: Nach gut drei Jahren Forschung konnte ein neuer Rekordwirkungsgrad von 44,7% bei einer 297-fachen Konzentra­tion des Sonnenlichts gemessen werden. weiter lesen

BINE-Projektinfo: „Photovoltaik-Module werden durch halbierte Zellen leistungsfähiger“
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Das jetzt erschienene BINE-Projektinfo „Hocheffiziente Solarzellen und Mo­dule entwickeln“ (10/2013) beschreibt Verfahren, die PV-Module langlebi­ger und effizienter machen sollen. Wissenschaftler im For­schungsverbund SONNE arbeiten daran, die heutige Modulleistung von rund 250 Watt auf über 300 Watt zu erhöhen. weiter lesen

Mehr Ertrag für Ost-West-Photovoltaik-Anlagen durch Antireflexionsglas
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Speziell behandelte Glasoberflächen der Module von Innotech Solar (ITS) versprechen höhere Erträge von Photovoltaikanlagen mit Ost-West-Aus­richtung gegenüber üblichem Solarglas. Gerade bei dem fla­cheren Sonnen­einstrahlwinkel in den Morgen- und Abendstunden sollen diese Module mehr Strom als Module produzieren. weiter lesen

TÜV Rheinland untersucht Blendung durch Sonnenlicht bei PV-Modulen
http://www.baulinks.de/webplugin/2013/1769.php4
Der TÜV Rheinland hat ein neues Testprogramm für Photovoltaik-Groß­an­lagen entwickelt, um die Spiegelung des Sonnenlichts bei Modulen zu un­tersuchen. Dabei werden die Reflexionen des Sonnenlichts durch das Glas der Solarmodule gemessen und die Blendungsrisiken im Hinblick auf die Standortauswahl einer Solaranlage ermittelt. weiter lesen

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