Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 5.1.2014

Entdeckung der Kernspaltung vor 75 Jahren

Vor 75 Jahren fand am Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie in Berlin das entscheidende Experiment statt, das zur Entdeckung der Kernspaltung führte. Mit dieser Entdeckung veränderte sich das Bild von Atomkernen grundlegend und für die Kernphysik begann eine neue Epoche.

Bei dem vom Institutsdirektor Otto Hahn und seinem Assistenten Fritz Straßmann ausgeführten Experiment wurde eine Uranprobe mit abgebremsten, langsamen Neutronen beschossen. Mit der Reihe von Experimenten sollten so eigentlich schwere Elemente des Periodensystems jenseits des Urans, Transurane, erzeugt und weiter erforscht werden. Auch andere Forscherteams etwa um den italienischen Physiker Enrico Fermi und die Französin Irène Joliot-Curie führten ähnliche Versuche aus. Das Berliner Experiment vom 17. Dezember 1938 war die Antwort auf eine Herausfor­de­rung durch das Team um Irène Curie in Paris. Hahn und Straßmann wollten dabei die von Curie beobachtete und einem neuen Element zugeschriebene Radioaktivität auf bekannte Elemente und Zerfallsprozesse zurückführen. Bei ihrer Analyse der Reak­tions­produkte stellte sich jedoch heraus, dass auch das leichtere Element Barium gebildet wurde.

Am 19. Dezember setzt sich Hahn mit Lise Meitner in Verbindung und sprach dabei die Möglichkeit eines "Zerplatzens" von Urankernen nach Neutronenbeschuss an. Meitner war in der Arbeitsgruppe bei Theoriefragen und dem physikalischen Ver­ständ­nis tonangebend, musste aber im Juli 1938 ins schwedische Exil gehen, da sie in Deutschland als Person jüdischer Abstammung verfolgt wurde. Meitner und ihr Neffe Otto Robert Frisch, der ebenfalls Physiker war, gaben den Beobachtungen von Hahn und Straßmann einen theoretischen Rahmen und prägten den Begriff der "Kern­spal­tung". Otto Hahn wird 1944 für die Entdeckung der Spaltung schwerer Atomkerne mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.

In der Folge widmeten sich zahlreiche Physiker der Entdeckung und es wurden rasch Erkenntnisfortschritte erzielt. Am Beginn der Anwendung der Kernenergie stand der militärische Aspekt im Mittelpunkt und prägte das Bewusstsein der damaligen Epoche. Mit der Rede des US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower "Atoms for Peace" vor den Vereinten Nationen am 8. Dezember 1953 rückte jedoch die friedliche Nutzung der Kernenergie in den Blick von Politik und Weltöffentlichkeit. Die Rede begründete die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO), die bis heute die friedliche Nutzung der Kerntechnik in Energie, Medizin, Forschung, Industrie und Landwirtschaft fördern, den Bestand und Austausch spaltbaren Materials überwachen sowie sicherheitsbezogene Standards entwickeln soll.

Das bedeutendste Anwendungsgebiet der Kerntechnik ist die Stromerzeugung, die 11% der weltweiten Stromerzeugung leistet. In den 31 Ländern, die Kernenergie nutzen, ist sie Bestandteil des Energiemixes mit Versorgungsanteilen von bis zu 78%. Angesichts des weltweit wachsenden Strombedarfs wird dies auf lange Sicht so bleiben - schätzt das Deutsche Atomforum (DAtF). Die Einschätzung, dass zur Deckung dieses steigenden Strombedarfs alle bewährten Energiearten gebraucht werden, werde auch in Deutschland von einer Mehrheit geteilt. In einer aktuellen repräsentativen Meinungsumfrage des DAtF sind 65% der Befragten dieser Ansicht. Die vollständigen Umfrageergebnisse finden sich unter kernenergie.de/kernenergie/themen/gesellschaft/umfrage-dez-2013/index.php ... und wie der Energiemix 2013 in Deutschland aussah, finden Sie gleich im ersten Baulinks/Bauletter-Beitrag:

Energieverbrauch steigt moderat
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/0032.php4
Der Energieverbrauch in Deutschland liegt 2013 voraussichtlich um etwa 2,6% über dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt wurden nach vorläufigen Berech­nungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) 14.005 Peta­joule (PJ) oder 477,7 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) Energie ver­braucht. weiter lesen

Mehr Solarwärme-Nutzung 2012 im Neubau
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/0031.php4
Mehr als jede Fünfte (36.671) der 176.617 im Jahr 2012(!) neu errich­teten Wohnungen wird mit Wärmeenergie aus thermischen Solaranlagen zur Hei­zungsunterstützung oder zur Warmwasserbereitung versorgt. Der Zuwachs beträgt 33,6% gegenüber 2011, als Solarwärme bei jeder 6. Woh­nung dazugehörte. weiter lesen

Energiebau übernimmt Donauer-Kunden, Lorenz führt Intersol fort
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Grünes Licht für Energiebau und Lorenz. Der Donauer-Insolvenzverwal­ter Oliver Schartl nahm zum Jahreswechsel nach Verfahrenseröffnung die An­gebote der Kölner Unternehmen an. Nach Zustimmung des vor­läufigen Gläu­bigerausschusses bestätigte er damit eine vorherige Ab­sichtserklä­rung. weiter lesen

Energieeffizienz-Expertenliste ab 1. Juni für KfW-Programme verbindlich
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/0029.php4
Ab dem 1. Juni müssen Sachverständige für die KfW-Programme „Ener­gie­effizient Bauen und Sanieren“ in der Energieeffizienz-Expertenliste für die Förderprogramme des Bundes eingetragen sein, um „Online-Be­stätigungen zum Antrag“ (Kredit) bzw. „Online-Anträge“ (Zuschuss) erstellen zu kön­nen. weiter lesen

Immobilienbarometer zeigt: Kosten für energetische Sanierung häufig unterschätzt
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/0028.php4
Im Vergleich zu 2011 zeigt sich, dass Käufer mehr auf den energeti­schen Zustand einer Immobilie - zum Beispiel bei Heizung und Däm­mung - achten. Viele Käufer sind sich allerdings der tatsächlichen Kos­ten für eine Sanie­rung oder Modernisierung nicht bewusst. weiter lesen

Neues Jahr startet mit günstigem Baugeld
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Das Immobilienjahr 2014 startet in mehreren Bundesländern zwar mit höhe­ren Grunderwerbsteuern und in vielen Städten mit weiter steigen­den Prei­sen für Häuser und Wohnungen. Die Zinsen für Immobilienkre­dite mit zehn­jähriger Zinsbindung liegen nach Angaben des Baugeld­ver­mittlers Interhyp in den ersten Tagen des Jahres jedoch noch bei unter drei Prozent. weiter lesen

skyline@nite zur Luminale 2014: Architekturfotografie, Energieeffizienz, Stadterlebnis
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/0026.php4
Frankfurt am Main besitzt eine deutschlandweit einmalige Skyline. Zu­dem gehört die Stadt zur Topliga beim Klimaschutz in Europa. Beides kann im Rahmen der Luminale 2014 von sonst nicht öffentlich zugäng­lichen Orten kennengelernt werden - u.a. im Rahmen der „skyline@nite“-Workshops. Diese kombinieren Architekturfotografie, Infos zur Energieeffizienz sowie das Erleben der Stadt bei Nacht. weiter lesen

Elektrotechnische Grundkenntnisse für Kaufleute ... am 29.1. in Arnsberg
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/0025.php4
Wie hoch ist der Leistungsfaktor eines Vorschaltgerätes und was be­deutet das für die Installation? Welche Schutzart ist bei einer Außen­leuchte min­destens erforderlich? Woran erkennt man, ob ein Einbau-Downlight mit Wärmedämmmaterial überdeckt werden darf? weiter lesen

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