Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 17.2.2014

Ehemaliger Berliner Chefarchitekt Hans Gericke gestorben

Am Samstag, dem 15.2.2014, ist der einflussreiche DDR-Architekt und Stadtplaner Prof. Hans Gericke im Alter von 101 Jahren gestorben. Der ehemalige Chefarchitekt von Berlin plante den Wiederaufbau des Forum Fridericianum und das Stadtzentrum von Ost-Berlin. Zeit seines Lebens prägte er das Bauwesen in der DDR auch als Hochschullehrer und durch theoretische Arbeiten. Am Leibniz-Institut für Regional­entwicklung und Strukturplanung (IRS) wird sein wissenschaftlicher Nachlass kompe­tent archiviert und der  bau- und zeitgeschichtlichen Forschung zur Verfügung gestellt.



Zur Biographie Hans Gerickes

Hans Gericke wurde am 27. Juli 1912 in Magdeburg geboren und studierte von 1931 bis 1937 Architektur an der TH Hannover. Während des Krieges arbeitete er als Architekt auf Sylt, in Brüssel und in Italien. Nach 1945 war er zunächst freiberuflich in Naumburg/Saale tätig und für das Land Sachsen-Anhalt als „Vertrauensarchitekt“ für die Bodenreform verantwortlich. 1951 wurde Gericke in Berlin persönlicher Referent des Ministers für Aufbau Lothar Bolz und kurze Zeit später Stadtrat für Aufbau im Magistrat von Ost-Berlin. Während dieser Zeit war er mit der Koordinierung wichtiger Bauvorhaben in der DDR beschäftigt und auch weiterhin als Architekt tätig. So plante er gemeinsam mit Erich Kuhnert das Parteihaus der NDPD in der Berliner Mohrenstraße.

Gericke beeinflusste die Entwicklung des Bauwesens der 50er und 60er Jahre jedoch vor allem durch seine theoretischen Arbeiten. Nachdem er von 1953 bis 1958 als stellvertretender Direktor dem Institut für Theorie und Geschichte der Baukunst der Deutschen Bauakademie vorgestanden hatte, war er von 1958 bis 1965 Chefarchitekt von Berlin. Gericke war auch maßgeblich am Aufbau des Bundes deutscher Architekten (seit 1974 BdA der DDR) beteiligt und von der Gründung 1952 bis 1986 dessen Vizepräsident. In dieser Eigenschaft vertrat er die DDR auf vielen internationalen Tagungen, beispielsweise als langjähriger Delegierter des BdA im Internationalen Architektenverband.

Für die Berliner Zentrumsplanung erhielt er 1961 gemeinsam mit Dorothea Tscheschner und Peter Schweizer den Goethepreis der Stadt Berlin, außerdem wurden ihm der Vaterländische Verdienstorden der DDR und die Schinkelmedaille verliehen. ... Passend dazu starten wir ganz baupolitisch:

Bundesbauministerin will „Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen“ schmieden
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Bundesbauministerin Barbara Hendricks hat am 10.2. die Grundzüge ihrer wohnungspolitischen Agenda vorgestellt. „Wohnen darf kein Luxus sein, auch nicht in München, Frankfurt oder Stuttgart! Gute Wohnver­hältnisse für alle sind eine Grundvoraussetzung für sozialen Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt“, sagte Hendricks zur Eröffnung des Immobilienkongresses „Quo Vadis“ weiter lesen

Rat der Immobilienweisen: „Trotz gestiegener Preise keine Blase“
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Die zuletzt gestiegenen Mieten und Kaufpreise für Wohnimmobilien in Bal­lungsgebieten sind keine Anzeichen für eine Spekulationsblase. Die Preis­steigerungen sind fundamental begründet. Sie sind die Konsequenz der gestiegenen Nachfrage, be­schränken sich auf bestimmte Regionen und bewegen sich innerhalb üblicher Grenzen. weiter lesen

Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) in der Kritik
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Am 11.2. hat ARTE die Sendung „Der geplünderte Staat“ auf Recher­che­grundlagen von Stefan Aust und Thomas Ammann ausgestrahlt. Ge­zeigt wurden Beispiele, bei denen ÖPP-Bauprojekte in eine Schieflage geraten sind. Die Risiken sind in der Tat beträchtlich. Autobahnbauten, Justiz­gebäude oder die schon berüchtigte Elbphilharmonie sind Beispiele für solche Projekte. weiter lesen

Großprojekte auch funktional ausschreiben
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Gerade, wenn es weniger um die architektonische Gestaltung geht, son­dern um die Funktion eines Bauwerks oder um die Funktion von notwendi­gen Zwischenschritten bei der Bauwerkserstellung, kann es sinnvoll sein, diese Funktionen pauschal beziehungsweise funktional zu beschreiben. weiter lesen

Die wichtigsten Neuerungen der EnEV 2014 und Fernlehrgänge dazu der TU Darmstadt
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Im Energiesparrecht stehen zahlreiche Reformen an, die den Vorgaben der EU-Gebäuderichtlinie und den Zie­len der Energiewende folgen. Be­reits seit dem 13. Juli 2013 gilt das geänderte Energieeinsparungs­ge­setz (EnEG). Und am 1. Mai tritt auch die novellierte EnEV in Kraft. weiter lesen

„Energie kompakt“: Nachschlagewerk zur Energiewende für Tablet und Smartphone
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Mit dem Smartphone oder dem Tablet das Wissen zum Thema Energie zu erweitern, ermöglicht eine neue kosten­lose App von Vaillant. Die „Energie kompakt“-App ist ein digitales Nachschlagewerk, das Daten und Fakten aus unterschied­lichen Quellen bündelt und Zusammenhänge aufdröselt. weiter lesen

Neue DGfM-Checkliste für Bauherren und Erwerber von Ein- und Zweifamilienhäusern
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Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau hat eine neue Checkliste entwickelt, die Häuslebauern als praktische Ori­entie­rungshilfe behilflich sein kann, um beim “Projekt Eigenheim” nicht den Überblick zu verlieren. weiter lesen

ARGE Baurecht: Bedenken immer auch dem Bauherrn mitteilen
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Viele Entscheidungen, gerade über Baudetails, werden bei Routinebe­ge­hungen auf der Baustelle zwischen Planer und Ausführendem bespro­chen und gleich umge­setzt. Der „kurze Draht“ zwischen Architekt und Bauunter­nehmen bzw. Handwerker birgt allerdings ge­wisse Risiken. weiter lesen

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