Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 8.5.2014

Konjunktureinbruch bei harten Russland-Sanktionen

Harte Wirtschaftssanktionen gegen Russland würden in Deutschland zu einem schwe­ren Einbruch der Konjunktur führen. Das geht aus einem (wohl nicht mehr) vertrau­li­chen Bericht der EU-Kommission für die Bundesregierung hervor, der stern.de vorliegt. Im schlimmsten Fall könnte demnach das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,9 Prozentpunkte und im nächsten Jahr um 0,3 Prozentpunkte sinken, sollten die EU-Staa­ten scharfe Zwangsmaßnahmen beschließen. In der EU wird derzeit debattiert, wie auf Russlands Verhalten in der Ukraine-Krise reagiert werden soll. Als entschei­den­des Datum gilt dabei der 25.Mai. An diesem Tag sollen in der Ukraine freie Wahlen abgehalten werden.

Die tatsächlichen Folgen von harten Wirtschaftssanktionen könnten noch schlimmer sein, räumt die EU-Kommission ein. Wie sich etwa höhere Ölpreise auf die Haushalte und Börsen auswirkten, lasse sich kaum abschätzen. Die Folgen für das Wirtschafts­wachstum seien noch „relativ konservativ geschätzt“, heißt es in dem Bericht. Auch leichte Wirtschaftssanktionen, blieben nicht ohne Folgen. Dadurch könnte das Wachs­tum hierzulande noch um 0,1 Prozentpunkte in diesem und nächsten Jahr schrumpfen. Nach den letzten Brüsseler Schätzungen soll die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 1,6 Prozent und im nächsten Jahr um 2,0 Prozent wachsen.

Die EU-Kommission hatte nach Informationen von stern.de auf Bitten der Staats- und Regierungschefs Szenarien für alle 28 Mitgliedstaaten durchgespielt und gerechnet. Für einige Staaten, die zu 100 Prozent vom russischen Öl abhängen, sieht es noch dramatischer aus.
Die Szenarien der EU-Kommission reichen...
  • von leichten Sanktionen, wie etwa einem Einfuhrverbot von russischen Luxus­gütern wie Pelzen oder weiteren Einreisebeschränkungen,
  • über mittlere Maßnahmen, wie Importstopps für russische Vorprodukte oder dem Einfrieren russischer Konten,
  • bis hin zu gravierenden Schritten wie etwa einem Lieferverbot für Erdgas und Erdöl oder Beschränkungen im Kapitalverkehr.
Bei einem Treffen vor Ostern in Brüssel wurden die Berichte in einem Umschlag den 28 EU-Botschaftern überreicht, die sie dann an ihre Regierungen weiterleiteten. In Berlin werde der Bericht seitdem im Kanzleramt unter Verschluss gehalten.

Wie die EU-Kommission erläutert, würde die deutsche Wirtschaft nicht so sehr leiden, weil das direkte Russlandgeschäft als Folge der Sanktionen zurückgehen würde. „We­sentlich bedeutsamer“, heißt es, seien sogenannte Zweitrundeneffekte. Viele EU-Staaten besonders im Osten hingen von Russland ab und wenn deren Wirtschaft ein­breche, könnten sie weniger in Deutschland bestellen. Da von Deutschlands Exporten 55 Prozent in die EU-Länder gingen, gebe es nur „begrenzten Spielraum“ diese Aus­fuh­ren zu ersetzen, heißt es in dem Bericht. Außerdem sei Deutschland auf einigen Feldern stark abhängig von Russland: Den Anteil von russischem Gas am gesamten Gasverbrauch Deutschlands beziffert die EU-Kommission auf fast 46 Prozent, bei Öl sind es knapp 37 Prozent und bei Rohstoffen wie Kupfer sogar 94 Prozent. Der Ener­gie­riese Gazprom sei außerdem an vielen deutschen Firmen beteiligt. Wirtschafts­sank­tio­nen hätten deshalb auf die Versorgungssicherheit in Deutschland „große Auswir­kun­gen“, schreibt die EU-Kommission. ... Sehr international starten wir auch in die heu­ti­gen Baulinks-Beiträge:

Brick Award 2014 entschieden
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Alle acht Preise des international ausgeschriebenen Wienerberger Brick Award 2014 wurden am 8. Mai im Architekturzentrum Wien überreicht: Ein Grand Prize, Auszeichnungen in fünf Kategorien sowie zwei „Wiener­berger Special Prize“-Awards. Dass dem Wettbewerb mittlerweile glo­bale Bedeu­tung zukommt, lässt sich an den zahlreichen Einreichungen ablesen. weiter lesen

Gira System 106: neue Design- und Funktionsvielfalt an der Haustür
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Von einem Gebäude bekommen Besucher den ersten Eindruck schon an der Eingangstür: Hier muss alles stimmen. Diesem Anspruch folgt auch das Gira System 106, das neue Türstations-System aus Echtmetall in einem puris­tisch-edlem Design. Es umfasst ein erweiterbares Sortiment für den Außen­bereich. weiter lesen

Farb-Videotürsprechanlage dank Zweidrahttechnik auch ideal für Nachrüstungen
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Mit der Farb-Videotürsprechanlage V400 bietet Somfy ein System an, das sich dank der verwendeten Zweidrahttechnik für die Um- bzw. Nachrüs­tung bestehender Türklingeln bzw. Sprechanlagen anbietet. Zusätzlich ist in die Innenstation ein RTS-Funkmodul integriert. weiter lesen

Großes Video-Panel mit Touchscreen und Gestensteuerung neu von Siedle
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Für sein IP-System Siedle Access hat Siedle ein neues Video-Panel mit großem Touchscreen und Gestensteuerung entwickelt. Neu ist ferner der Video-Auskoppler für die Anbindung an Visualisierungs- und Auto­mations­panels Dritter. weiter lesen

TwinBus Video-Freisprechstellen von Merten auch im M-Pure-Design
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Ab sofort sind die Merten TwinBus Video-Freisprechstellen auch im M-Pure Design erhältlich. Das schlichte und sachliche M-Pure Design setzt in Form und Material auf klare Linien und eine einfache sowie funktio­nale Bedie­nung, was die Sprechstellen für Wohn- und Bürokonzepte prädestiniert. weiter lesen

Neue Briefkastensysteme von Ritto mit Sprech- und Klingelfach
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Ritto hat vier neue Varianten ihrer Briefkastenanlagen mit Sprech- und Klingelfach vorgestellt. Die Modelle Liro, Soro, Nero und Alvaro sind mit Verkleidungen in gebürstetem Edelstahl sowie in weißem, pulverbe­schich­tetem Aluminium erhältlich. Auf Wunsch gibt es die Verkleidungen auch in anderen Farbtönen gemäß RAL 840HR. weiter lesen

EnEV-gerechte Türseitenteil-Briefkastenanlagen von Renz
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Bequem vor Wind und Wetter geschützt die Post von innen entneh­men ... in das Seitenteil von Haustüren integrierte Briefkästen bieten eine Reihe von Vorteilen. Ohne eine gute Isolierung respektive Däm­mung besteht je­doch die Gefahr von Zugluft und Wärmeverlust. Darum hat Renz sein Pro­gramm an Türseitenteil-Fronten erweitert. weiter lesen

WDR-Hörfunk: EEG-Novelle möglicherweise verfassungs- und europarechtswidrig
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Die von der Bundesregierung geplante Reform des EEG ist möglicher­wei­se in weiten Teilen verfassungs- und europarechtswidrig. Zu diesem Ergebnis kommt ein Rechtsgutachten, das in den nächsten Tagen veröffentlicht werden soll. weiter lesen

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