Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 21.8.2014

Angst und Ärger verleiten Autofahrer zum Rasen

Nach einer Schrecksekunde - etwa einem Beinahe-Unfall - verhalten sich Autofahrer oft nicht etwa vorsichtiger. Im Gegenteil: Viele drücken auf den Kilometern danach erst recht auf die Tube. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Leuphana Uni­ver­sität Lüneburg in einer aktuellen Studie. An der Untersuchung nahmen insgesamt 79 Probanden teil. Sie mussten in einem Fahrsimulator einen Testparcours bewältigen und im Anschluss ihre Emotionen zu Protokoll geben. Dabei wurden sie mit verschiedenen typischen Verkehrssituationen konfrontiert.

In einem Fall mussten sie beispielsweise plötzlich auf die Bremse steigen, um einen Auffahrunfall zu verhindern. Sie fuhren daraufhin zwar kurzfristig langsamer. Auf den Kilometern danach beschleunigten sie aber wieder und überschritten dabei sogar oft das Tempolimit. Außerdem fuhren sie insgesamt unberechenbarer; sie lenkten zum Beispiel abrupter.

„Angst verändert das Fahrverhalten messbar zum Negativen“, resümiert Dr. Ernst Roidl. Er hat die Studie zusammen mit Professor Dr. Rainer Höger konzipiert und durchgeführt. „Und zwar nicht nur kurzfristig – der Effekt wirkt für einige Kilometer nach.“

Wir drücken also erst recht auf die Tube, wenn uns kurz zuvor der Schrecken in die Glieder gefahren ist. Dieses Ergebnis wirkt auf den ersten Blick paradox. „Angst vermindert unsere Risikobereitschaft, und dennoch verhalten wir uns riskanter“, sagt Roidl. „Wir vermuten, dass viele Menschen nach einem Schrecken einfach un­auf­mer­ksamer fahren: Sie bleiben mit dem Gedanken bei der Gefahrensituation und reagieren nicht mehr adäquat auf das, was im Moment auf der Straße passiert.“

Ärger ist ein schlechter Beifahrer

Auch Ärger verleitet dazu, zu schnell zu fahren. Wenn die Studienteilnehmer einige Zeit hinter einem Sonntagsfahrer herschleichen mussten, traten sie danach umso heftiger aufs Gaspedal. Sie fuhren zudem deutlich riskanter als normalerweise. Dieser Effekt hielt ebenfalls einige Minuten an. „Wenn wir uns ärgern, neigen wir zudem dazu, uns selbst zu überschätzen“, warnt Roidl. „Ärger schärft den Focus; wir denken, wir hätten alles im Griff. Wir sind daher eher bereit, Risiken einzugehen.“

Professor Höger erforscht seit einigen Jahren den Einfluss von Gefühlen auf das Fahr­ver­halten. Der Arbeitspsychologe sucht unter anderem nach technischen Methoden, mit denen sich die emotionale Verfassung des Fahrers messen lässt. Denkbar sind etwa Sensoren im Lenkrad, die die Schweißentwicklung der Hände oder ihre Mus­kel­span­nung registrieren. Das Auto könnte dann entsprechende Warnmeldungen aus­spu­cken, um dem Fahrer seine Anspannung bewusst zu machen.

Momentan ist das eher Sache des Beifahrers. Doch Roidl warnt vor Beruhi­gungs­ver­suchen nach dem Motto „Hey, entspann dich doch einfach.“ Denn die könnten einigen Studien zufolge den Ärger sogar noch verstärken. Besser wirke es möglicherweise, wenn der Fahrer einfach einmal kurz auf die Hupe haue, um sich abzureagieren. „Lang­fristig kann das aber natürlich keine Lösungsstrategie sein“, betont der Wis­sen­schaft­ler. (... das sieht man IMHO in südeuropischen Ländern wohl anders ...)

Stattdessen solle man versuchen, sich in den Auslöser des Ärgers hineinzuversetzen: Warum trödelt der Fahrer vor mir wohl so? Macht es ihm zusätzlich Angst, wenn ich so dicht auffahre? Wie würde ich reagieren, wenn hinter mir jemand mit der Lichthupe drängelt? „Das ist sicher eines der besten Mittel gegen Ärger im Straßenverkehr“, sagt Roidl: „Empathie!“. ... Von etwas Nachsicht auf der Stra0e, könnte eventuell auch die heute thematisierte Modulbauweise profitieren:

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Aus insgesamt 834 Mietmodulen, die vom Mutterkonzern ALHO herge­stellt wurden, baute FAGSI in Mühlheim an der Ruhr in drei Bauab­schnit­ten die größte temporäre Hochschule Deutschlands auf. Mit der Interimslösung reagierte die Hochschule auf den drastischen Anstieg der Studentenzahlen. weiter lesen

Mehr als ein Versprechen: Die leichte Erweiterbarkeit von Modulbauten
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Wenn eine Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt sich eine KiTa bauen lässt
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Immer mehr Protagonisten sind sich der Verantwortung für ein wohnge­sundes Lebensumfeld für Kinder bewusst. Und wenn sich dann noch eine Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg eine KiTa bauen lässt, ist die Entscheidung für den Baustoff naheliegend: Die Wän­de des Bungalows bestehen durch und durch aus Holz. weiter lesen

Baufritz beeindruckt TÜV Rheinland bei TOXPROOF-Untersuchungen
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Baufritz hat sein Musterhaus „Alpenchic“ für eine TOXPROOF-Zertifizie­rung vom TÜV Rheinland baubiologisch untersuchen lassen. Insbeson­dere bei den flüchtigen organischen Komponenten (VOC) wurde ein beeindru­ckendes Ergebnis erzielt. weiter lesen

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