Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 12.9.2014

Nachhaltiger (Holz)Einkauf ist Unternehmen immer wichtiger

Einer internationalen Studie zufolge (für den „Sourcing Monitor“ von der Unterneh­mens­beratung BearingPoint, der Essec Business School und dem Marktforschungs­insti­tut Novamétrie) gehört ein nachhaltiger Einkauf 2014 erstmals zu den wichtigsten drei Prioriäten von Unternehmen. Eine gute Nachricht auch für den Schutz der Tropen­wäl­der, denn damit wird den Anbietern von Holz und Papier aus problematischen oder unklareren Quellen die Geschäftsgrundlage entzogen. Um den Kauf von illegal ge­schla­genem Holz zu vermeiden, orientieren sich die Firmen an den Herkunftsnachweisen anerkannter Waldzertifizierungsorganisationen wie PEFC und FSC.


Wichtiger sind der Studie zufolge den Einkaufsdirektoren lediglich die Gewinn­maxi­mie­rung und das Lieferantenmanagement. Bemerkenswerterweise rangiert die Nachhal­tig­keit damit vor den Prioritäten „Risikokontrolle“, „mehr Dienstleistungen“, „Ausbau von Know-how“ und vier weiteren betriebsökonomischen Erfolgskriterien. Die Gründe der signifikant gestiegenen Bedeutung von „sustainable purchasing“ liegen in Krisen­vor­sorge, Wertschöpfung und Vorschriften.

Gute Nachricht zum "Tag der Tropenwälder" am 14. September

Im Vergleich der untersuchten Firmen in West- und Nordeuropa, Russland und China belegt Deutschland Platz eins: Für 83 Prozent der deutschen Unternehmen hat dem­nach eine nachhaltige Beschaffung Top-Priorität - der Länderdurchschnitt liegt bei 56 Prozent. Ein hoffnungsvoller Trend auch für den Waldschutz, insbesondere in den Tropen: Denn ein wichtiger Baustein der Unternehmensbeschaffung ist der Einkauf von Holz und Holzprodukten sowie von Karton und Papier - für Fertigung, Bauzwecke, Büro, Verpackung und Transport. Wenn Unternehmen diese Produkte zukünftig strikt aus ausgewiesen nachhaltigen Quellen beschaffen, werden der Druck auf die Tro­pen­wäl­der und der Anreiz für Raubbau deutlich nachlassen.

Die Beschaffungsrichtlinien von immer mehr Behörden und Konzernen in den EU-Staa­ten verlangen, dass nur noch solche Holz- und Papierprodukte beschafft werden, die Herkunftsnachweise nach den Standards international anerkannter Waldzertifi­zie­rungs­orga­nisationen wie PEFC und FSC vorweisen können. Diese Standards schließen nicht nur die Waldwirtschaft, sondern auch die gesamte Verarbeitungskette des geschlagenen Holzes mit ein. Somit kann die nachhaltige Herkunft eines Produkts gegenüber den Einkäufern lückenlos nachgewiesen werden.

Prof. Dr. Ulrich Schraml, Vorsitzender von PEFC Deutschland, begrüßt die Ergebnisse der Sourcing-Studie: „Bei dem Tempo, mit dem die Wälder der Tropen in den vergan­ge­nen 30 Jahren vernichtet wurden, muss endlich ein Umdenken erfolgen. Der eindeutige Trend zu mehr Nachhaltigkeit in der Beschaffung der Unternehmen ist ein Zeichen, das Hoffnung macht.“

China jetzt Teil der PEFC-Familie - enorme Sogwirkung auf Asien

Die Tatsache, dass PEFC International im März 2014 das chinesische Forstzer­ti­fizie­rungs­system China Forest Certification Scheme (CFCS) offiziell als Mitglied der „PEFC-Familie“ anerkannt hat, ist für den Forstprofessor Schraml ein Meilenstein für die nachhaltige Holzbeschaffung: „China ist nicht nur der größte Produzent von forst­ba­sier­ten Produkten, es ist zugleich die zentrale Drehscheibe für den weltweiten Holzhandel.“ Wenn China nun auf PEFC-Nachhaltigkeitskriterien setzt, übt dies einen positiven Druck auf die Handelspartner der Wirtschaftsmacht aus.

Auch EU bekämpft Tropenwaldvernichtung - aber nur auf dem Mindestniveau der „Legalität“

Nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF, die den Tag der Tropenwälder 1989 ins Leben rief, wurden bis 2010 in Indonesien über 70% und in Brasilien sogar mehr als 80% des Holzes illegal geschlagen. Der Absatz dieses Holzes in die Industrieländer war entsprechend der Nachfrage groß. 2005 hat die Europäische Union den FLEGT-Aktionsplan (Forrest Law Enforcement, Gouvernment and Trade) beschlossen, mit dem Ziel, den Verbrauch von illegal geschlagenem Holz einzudämmen. Eine besonders wichtige Konsequenz von FLEGT ist die EU-Holzhandelsverordnung, die seit März 2013 in der gesamten EU Anwendung findet. Ziel ist es, dass nur noch legal erzeugtes Holz in Deutschand und der EU auf den Markt kommt. Allerdings schreibt das Gesetz nur vor, dass der Käufer seine Bezugsquelle kennt - ob diese Bezugsquelle dann wirklich verantwortungsvoll und nachhaltig wirtschaftet, bleibt unklar. Hier helfen nach wie vor nur Nachhaltigkeitszertifikate.

Broschüre „Die wichtigsten Argumente für PEFC“

Hinweis: Für einen schnellen thematischen Überblick hat PEFC Deutschland die kompakte Faktensammlung „Die wichtigsten Argumente für PEFC“ herausgebracht. Sie richtet sich an Entscheider in Unternehmen und Multiplikatoren. Die Broschüre ist kostenlos bestellbar per E-Mail an PEFC. ... Und wir schießen unsere Licht- und Leuchten-Woche ab - natürlich auch umwelt- und biokonform:

Trilux Akademie informiert am 22.9. über biologisch wirksame Beleuchtungslösungen
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des Trilux Akademie-Thementages „Licht für den Biorhythmus“am 22. Septemberim Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgarterklären Fachleute aus Forschung, Technik und Praxis die wichtigsten Hintergründe rund um „gesundes Licht“. weiter lesen

Nomen est omen: Decken- und Wandleuchte „Fina“ wird in „Fürstenberg“ umbenannt
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Licht Im Raum sowie Fürstenberg Porzellan haben sich entschieden die ge­meinsam entwickelte neue Leuchte „Fina“, die Porzellan und LED Technik kombiniert, in „Fürstenberg“ umzubenennen. Die Decken- und Wandleuchte wird nach traditioneller Handwerkskunst gefertigt. weiter lesen

Meteorite von Artemide aus Muranoglas: Unikate zu einem „höchst demokratischen“ Preis
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Die neue Artemide Leuchte „Meteorite“ beschreibt Ernesto Gismondi als ein Geschenk an alle, die Muranoglas lieben. Zum einen will er mit ihr die Glas­bläserkunst in Murano fördern und zum anderen offeriert er die Leuchte zu einem „höchst demokratischen“ Preis. weiter lesen

„Superdome“: Blickfänger und Pendelleuchte von Delta Light
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Die „Superdome“ war anfänglich als XXL-Version der „Tweeter“ konzi­piert. Das Design hat sich dann aber verselbständigt und empfiehlt die „Super­dome“ jetzt u.a. für Lobbys oder als stimmungsvolle Kuppel über großen Ess- und Bespre­chungstischen. weiter lesen

„vavé LED-Panels“: Designorientierte Flächenleuchten in 400 Varianten
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LED-Leuchten erobern inzwischen unbestritten die Wohnwelten. Diesem Trend folgt u.a. auch der Online-Anbieter LED Platz, der mit der design­orientierten Leuchtenserie „vavé LED-Panels“ zahlreiche Flächenleuch­ten anbietet, die ein geradliniges Designkonzept in vielen Farbvarianten mit effizienter LED-Lichttechnologie verbinden. weiter lesen

Funk-Lampenfassung bindet E27-Leuchtmittel ins RTS- und TaHoma-Netz ein
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Mit der Funk-Lampenfassung RTS hat Somfy einen Adapter auf den Markt gebracht, mit dem sich normale Leuchtmittel mit E27-Fassung in das RTS-Funkprotokoll sowie das Hausautomationssystem TaHoma Connect ein­binden lassen. Die maximale Schaltleistung beträgt dabei 60 Watt. weiter lesen

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