Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 12.10.2014

"Peak Car" ist 2022

  • Der PKW-Bestand wird in Deutschland weiter wachsen, erreicht 2022 mit rund 45,2 Millionen seinen Höhepunkt und nimmt dann langsam ab.
  • Die durchschnittliche PKW-Verkehrsleistung je Einwohner wird sich noch bis 2025 weiter erhöhen und ab dann ebenfalls reduzieren.
  • Am meisten fahren die 30- bis 39-Jährigen und Firmenwagen.
  • Trotz Zunahme alternativer Antriebstechniken wie Hybrid und Elektro wird der Verbrennungsmotor die Hauptantriebsart bleiben.
  • Der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen könnten sich bis 2040 halbieren.
... zu diesen Ergebnissen kommt die 26. Ausgabe von „Shell PKW-Szenarien bis 2040“. Fakten, Trends und Perspektiven, die Shell in Zusammenarbeit mit der Prognos AG erstellt und Ende September in Hamburg vorgestellt hat.

Bei einem erwarteten Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 1,3% pro Jahr und rückläufiger Bevölkerungszahl - sie sinkt gegenüber heute bis 2040 um knapp 4 Millionen auf 77 Millionen - wurden zwei Szenarien zur Entwicklung der Auto-Mobilität bis 2040 erstellt:
  • In einem Trendszenario werden heutige Techniktrends und Politikvorgaben fortgeschrieben.
  • In einem Alternativszenario werden gesetzliche Vorgaben wie die EU CO2-Gesetz­gebung für Neuwagen noch weiter verschärft; gleichzeitig erzielen Elektroantriebe große technologische Fortschritte.
„Ganz gleich welche Messgröße wir zugrunde legen, wird Deutschland im kommenden Jahrzehnt einen Höhepunkt - auch „Peak Car“ genannt - der PKW-Motorisierung und PKW-Nutzung erleben,“ sagte Dr. Jörg Adolf, Chefvolkswirt von Shell in Deutschland. „Allerdings wird das Niveau von PKW-Besitz und PKW-Fahrleistungen auch im Jahr 2040 kaum unter demjenigen von heute liegen." "Gleichwohl halbieren sich Energie­ver­brauch und CO2-Emissionen.“

„Wir beobachten insbesondere eine Verschiebung der PKW-Motorisierung von den Männern zu den Frauen“, so Dr. Stefan Rommerskirchen vom Beratungsunternehmen Prognos. „Die demografische Alterung dämpft Motorisierung und Fahrleistungen, aber auch die Jungen besitzen weniger PKWs und nutzen ihn weniger intensiv als frühere Generationen.“
  • PKW-Bestand: Der PKW-Bestand in Deutschland steigt von heute rund 44 Mio. PKW auf 45,2 Mio. Fahrzeuge in 2022 und sinkt dann allmählich auf 42,7 Mio. in 2040; das entspricht dem Niveau des Jahres 2010.
  • PKW-Motorisierung: Die PKW-Motorisierung liegt heute bei rund 550 PKW pro 1.000 Einwohner. Sie steigt bis 2028 auf knapp 570 PKW an und fällt danach bis 2040 leicht auf 558 PKW pro 1.000 Einwohner ab.
  • PKW-Fahrleistung: Die PKW-Fahrleistung beträgt heute 617 Mrd. PKW-Kilometer. Sie steigt bis 2020 noch auf 626 Mrd. PKW-km an und fällt bis 2040 schließlich auf rund 580 Mrd. PKW-km zurück; das entspricht etwa dem Niveau von 2005.
  • Pro-Kopf-PKW-Verkehrsleistung: Die Verkehrsleistung pro Person mit dem PKW steigt noch bis 2025 an und geht dann zurück: von 11.330 heute auf 11.650 (2025) zu 11.400 (2040) PKW-km pro Person und Jahr.
Die Deutschen nutzen verstärkt alternative Verkehrsmittel:
  • In Deutschland gibt es mehr als 70 Millionen Fahrräder. Der Fahrradverkehr hat deutlich zugenommen. Aber mit 35 Mrd. Personenkilometern erbringt das Fahrrad dennoch nur 3% der Personenverkehrsleistung, während auf den PKW über 80% entfallen.
  • Die Anzahl der registrierten Carsharing-Nutzer wächst rasant und erreicht inzwischen rund eine Million. Allerdings stehen 14.000 Carsharing-Fahrzeuge einem PKW-Bestand von 44 Mio. Fahrzeugen gegenüber.
  • Fernbusse beförderten 2013 2,8 Mio. Personen über 1,1 Mrd. Personenkilometer; die Gesamtbeförderungsleistung über alle Land-Verkehrsmittel lag jedoch bei 1.100 Milliarden Personenkilometern.
Die Studie kommt daher zu dem Ergebnis, dass alternative Verkehrsmittel zwar weiter an Bedeutung gewinnen, der PKW als Hauptverkehrsmittel jedoch nicht zu ersetzen ist.

PKW-Antriebe

PKW mit elektrischen Antrieben weisen bei den Neuzulassungen eine überdurch­schnitt­liche Dynamik auf. Gleichwohl besitzen 99,8 % der PKW im Bestand noch einen Otto-, Diesel- oder Gasmotor.
  • Im Trendszenario bleiben die Neuzulassungen mit 2,9 Mio. PKW pro Jahr auf heutigem Niveau. Der Antriebsmix im PKW-Bestand ändert sich eher langsam: Von den 42,7 Mio. PKW im Jahre 2040 haben 95 % der PKW (einschließlich Hybride) einen Verbrennungsmotor an Bord. 11,8 Mio. PKW sind Hybride und rund 2 Mio. batterieelektrische und Brennstoffzellenantriebe.
  • Im Alternativszenario werden jährlich 3,3 Mio. PKW neu zugelassen, wobei insbesondere Zahl und Anteil hybridisierter und elektrischer Antriebe deutlich zunehmen. Die Anzahl der Hybrid-PKW erreicht in 2040 knapp 15 Mio. Der Anteil von PKW mit Verbrennungsmotor geht auf 89 % zurück. Batterieelektrische und Brennstoffzellen-PKW legen auf 4,5 Mio. Fahrzeuge zu.
Eine kostengünstige und emissionsarme Alternative sind Gasantriebe und -kraftstoffe. In einer zusätzlich untersuchten Gasszenarette steigt der Neuzulassungsanteil von Gasantrieben (Erd- und Flüssiggas) bis 2040 auf ein Viertel, was im PKW-Bestand bis 2040 zu 6,3 Mio. Gas-PKW bzw. einem Flottenanteil von rund 15 % führt.

Verbrauch und Emissionen

Der PKW verbraucht heute rund 15% der Endenergie und verursacht 13 % der ver­bren­nungsbedingten CO2-Emissionen in Deutschland. Seit 1999 sind PKW-Verbrauch und PKW-Emissionen rückläufig. Ziel der Bundesregierung für den Verkehrssektor ist es, den Endenergieverbrauch des Verkehrs bis 2020 um zehn und bis 2040 um 40% gegenüber 2005 zu senken. Die Treibhausgasemissionen über alle Sektoren sollen von 1990 bis 2040 um 70% sinken. Die Energieziele für den Verkehrssektor können vom PKW gut erreicht werden. Darüber hinaus spart der PKW von 1990 bis 2040 in allen Szenarien zwar über 60 % CO2-Emissionen ein, erreicht aber das nationale Klimaziel über alle Sektoren in Höhe von 70% bis 2040 nicht ganz. ... Und wenn dann demnächst die Kollegen weniger 'rumkutschieren, wird es im Büro wohl wieder unruhiger - aber es gibt ja raumakustisch wirkende Trennwände:

Pilkington Pyrostop Line: Neues Brandschutzglas für flächenbündige Trennwände
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Ein von Pilkington neu entwickeltes Brandschutzglas ermöglicht die flä­chen­bündige Ausbildung von Trennwänden. Denn Pyrostop Line erfülle oh­ne Vertikalrahmung die Anforderungen der Feuerwiderstandsklasse EI 30. weiter lesen

feco Innenausbau trifft auf 250 Jahre Verlagstradition
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Zum 250-jährigen Jubiläum des C.H. Beck Verlages bietet der von Möller Architekten geplante Neubau weitere attraktive Arbeitsplätze im Zen­trum von München. Das Verlagshaus hat sich entschieden, Trenn­wän­de und Wandverkleidungen der Karlsruher feco Innenausbau­systeme einzu­setzen. weiter lesen

Kubus II: Strähle präsentiert Raum-in-Raum-System mit autarker Kühleinheit
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Auf der Orgatec will Trennwandspezialist Strähle mit Kubus II ein flexi­bel konfigurierbares Raum-in-Raum-System mit autarker elektri­scher Kühlein­heit vorstellen- konzipiert als Rückzugsort in offenen Büroland­schaften. weiter lesen

„RigiRaum“: Freitragende Raumzellen von Rigips
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Wenn in großen Räumen kleinere eigenständige Einheiten zu schaffen sind, bieten sich freitragende Trocken­baukonstruktionen an. Mit „Rigi­Raum“ stellt Rigips eine neue Systemlösung vor, mit der freitragende Raumzellen erstellt werden können – incl. statischem Nachweis. weiter lesen

BIG Merkblätter zur Unternehmerpraxis
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In Herbst startet der Bundesverband in den Gewerken Trockenbau und Ausbau mit einer Reihe neuer Merkblätter, den BIG Praxistipps. Sie be­ant­wor­ten Fra­gen aus der Unternehmerpraxis und sollen zukünftig in regel­mäßigen Abständen zur Verfügung ge­stellt werden. weiter lesen

BIG Unternehmerleitfaden zur Ausbildung im Trockenbau
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Der Bundesverband in den Gewerken Trocken­bau und Ausbau engagiert sich für die Lehrlings-Ausbildung. Dazu hat der Verband einen Leitfaden herausgegeben. Angefangen mit einem Ap­pell junge Men­schen auszu­bilden, beschäftigt er sich u.a. mit der Eignung eines Unternehmens als Ausbil­dungs­betrieb und dem Ablauf der Ausbildung. weiter lesen

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