Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 15.12.2014

Verwendung von Treibhausgasen weiter rückläufig

Im Jahr 2013 wurden - wie bereits 2012 - in Unternehmen und Betrieben in Deutsch­land weniger fluorierte Treibhausgase als im Vorjahr eingesetzt: Laut Statistischem Bundesamt wurden mit 9.145 Tonnen Fluorkohlenwasserstoffen 7% oder 700 Tonnen weniger verarbeitet als im Jahr 2012. Zusätzlich wurden 2013 rund 813 Tonnen des extrem klimawirksamen Treibhausgases Schwefelhexafluorid (SF6) abgegeben. Klima­wirksame Stoffe tragen zur Klimaveränderung bei und nehmen Einfluss auf die Erd­er­wär­mung.
  • Zwei Drittel der verwendeten klimawirksamen Stoffe (6.897 Tonnen) wurden als Kältemittel eingesetzt, zum Beispiel in Klimaanlagen oder Kühlschränken. Hier ist mit -9% der stärkste Rückgang zu verzeichnen.
  • 1.471 Tonnen Klimagase wurden zur Herstellung von Kunst- und Schaum­stof­fen genutzt, wie zum Beispiel in aufgeschäumten Dämmplatten zur Wär­me­däm­mung von Gebäuden. Hier ging der Einsatz um 5,4% zurück. Einen leich­ten An­stieg von 3% gab es bei der Verwendung als Treibmittel in Sprays (Aerosole).

Kohlendioxid (CO2) hat ein GWP von 1

Zur Erinnerung: Ein klimawirksamer Einfluss dieser Stoffe tritt erst auf, wenn sie in die Atmosphäre freigesetzt werden. Daher bezeichnet man diese Stoffe auch als „potenziell klimarelevant“. Der Einfluss der einzelnen Treibhausgase auf die Klima­ver­än­derung ist unterschiedlich hoch. Als Bezugsgröße dient die Klimawirksamkeit von Kohlendioxid (CO2) mit einem Erwärmungspotenzial („Global Warming Potential“, kurz: GWP) von 1. Das in Deutschland am häufigsten verwendete Kältemittel R 134a (Tetra­fluorethan) trägt zum Beispiel in einem Zeithorizont von 100 Jahren 1.430 Mal stärker zum Treibhauseffekt bei als CO2.

Die Klimawirksamkeit der 2013 insgesamt verwendeten Fluorkohlenwasserstoffe entsprach rund 17 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten, darunter entfielen knapp 8,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente auf das Kältemittel R 134a. Die eingesetzte Menge des stark treibhauswirksamen Stoffes R 404A entsprach weiteren 3,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten. R 404A ist eine Mischung (Blend) von Stoffen, die in der Käl­te­technik vorzugsweise bei Kühlanlagen in Supermärkten, Kühlhäusern, Anlagen für Tiefkühlkost sowie Tiefkühllastwagen eingesetzt wird.

Das stärkste bisher bekannte Treibhausgas ist Schwefelhexafluorid (SF6). Es trägt innerhalb von 100 Jahren 22.800 Mal stärker zum Treibhauseffekt bei als CO2. Die 2013 abgesetzte Menge von 813 Tonnen entsprach umgerechnet 18,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten. ... Tja, wenn man mit dem Treibhausgas-Recycling (Stichwort bspw.: Power-to-Gas) nur schon so weit wäre wie mit dem Baustoff-Recycling, für das immerhin schon ein Award augelobt wurde:

EQAR lobt Europäischen Baustoff-Recycling-Award 2015 aus
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Der Bausektor ist der größte Ressourcenverbraucher und Abfallprodu­zent in Europa. Darum ist es ein Ziel der EU-Kommission, bis zum Jahr 2020 70% der mineralischen Bau- und Abbruchabfälle im Kreislauf zu halten. Mit dem Baustoff-Recycling-Award will die EQAR nun Verdienste um die Kreislauf­wirt­schaft Bau würdigen. weiter lesen

Deutsche Bauherrenpreise 2015/2016 von GdW, BDA und DST ausgelobt
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Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunter­neh­men, der Bund Deutscher Architekten (BDA) und der Deutsche Städtetag (DST) haben einen Doppelwettbewerb um den Deutschen Bauherrenpreis 2015/2016 ausgelobt. weiter lesen

BKI Kostenplaner 17: Kostenplanung mit über 2.500 Vergleichsobjekten
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Beim Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern (BKI) ist ab sofort der neue BKI Kosten­planer 17 verfügbar. Kernstück des neuen Programms ist die aktualisierte BKI Baukostendatenbank 2014 / 2015 mit über 2.500 abgerechneten Vergleichsobjekten. weiter lesen

Studie des IW Köln: „Mietpreisbremse schadet Mietern und Vermietern“
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/2096.php4
Die Mietpreisbremse wird in Städten wie Berlin und Köln nicht nur weni­ge, begehrte Stadtteile betreffen, sondern auf breiter Front wirken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirt­schaft Köln (IW), die von ImmobilienScout24 unterstützt wurde. weiter lesen

Preisrutsch um gut 25% bei Solarstromspeichern
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Die Preise für Solarstromspeicher sind in den vergangenen Monaten um gut ein Viertel gesunken; gleichzeitig zog die Nachfrage nach Solar­bat­terien kräftig an. Infolge deutlich gefallener Preise rechnet der BSW Solar mit einem weiter wachsenden Interesse an Batteriesystemen. weiter lesen

Gutachten zeigt, warum sich Verzicht auf EEG-Abhängigkeit für PV-Anlagenbetreiber lohnt
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Wer seine Photovoltaik-Anlage zur Einspeisung ins öffentliche Strom­netz anmeldet, zahlt am Ende beim Finanzamt drauf. Hingegen lohnt sich der Eigenverbrauch mehr denn je. Zu diesem Ergebnis kommt ein von Fenecon in Auftrag gegebenes Gutachten. weiter lesen

Bund und Länder einigen sich auf Steuerförderung für Sanierungsmaßnahmen
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Auf einer gemeinsamen Sitzung der Bundeskanzlerin und der Minister­präsi­denten wurde beschlossen, dass ab 2015 energetische Modernisie­rungs­maß­nahmen steuerlich gefördert werden sollen. Erneuerbare-Wär­me-Verbände begrüßen die Einigung, mahnen jedoch in einem Positions­papier eine effektive Ausgestaltung des Förderinstrumentariums an. weiter lesen

„Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“ als Unterrichtung dem Bundestag vorgelegt
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Die Bundesregierung will sicherstellen, dass Deutschland das nationale Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um mindestens 40% gegen­über 1990 zu senken, erreicht. Hierfür hat sie am 3. Dezember das Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 beschlossen, das dem Bundestag jetzt als Unterrichtung vorgelegt wurde. weiter lesen

BDEW-Studie zum Heizungsmarkt: „Alter von Heizungsanlagen in Deutschland bedenklich“
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Laut einer neuen BDEW-Studie mit dem Titel „Wie heizt Deutschland?“, für die über 5.000 Haushalte im gesamten Bundesgebiet befragt wur­den, sind die Heizungsanlagen in Deutschland im Durchschnitt 17,6 Jahre alt, 36% sind sogar älter als 20 Jahre. weiter lesen

Armstrong DLW GmbH meldet nach Rückzug der Muttergesellschaft Insolvenz an
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Die Geschäftsführung der Armstrong DLW GmbH hat 11. Dezember 2014 beim zuständigen Amtsgericht in Heilbronn Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. weiter lesen

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