Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 3.4.2015

Abschied von Alibi-, Ersatz- und Ausweichhandlungen

Was müssten Manager unternehmen, um wieder wertvolle Führungsfunktionen in Ver­bes­serungsprozessen zu erfüllen? Der Bochumer Innovationsforscher Prof. Dr. Friedrich Kerka gibt darauf zwei Antworten: Erstens sich von manchen Alibi-, Ersatz- und Aus­weichhandlungen im Management verabschieden und zweitens anerkennen, dass das Arbeiten an Verbesserungen etwas damit zu tun hat, (Fehler-)Lernprozesse der Mit­arbeiter zu organisieren. Da die meisten Manager das nicht gelernt haben, empfiehlt der Betriebswirt die Managementausbildung zu reformieren.

Studie zur Mitarbeiter aktivierenden Produktivitätsförderung

Wenn Manager kritisiert werden, dann vorzugsweise wegen ihres kurzfristigen Ge­winn­strebens. Dass die aktuell in vielen Unternehmen zu beobachtenden Führungsprobleme auch auf Know-how-Defizite zurückzuführen sind, scheint weniger plausibel. Schließ­lich soll noch keine Managergeneration zuvor so gut ausgebildet sein wie die der­zei­ti­gen (Nachwuchs-)Führungskräfte. Was beim Blick in die Abteilungen von Profit- wie Non-Profit-Organisationen jedoch bereits auffällt, bestätigt nun eine vom Bundes­mi­nis­terium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Studie zur Mitarbeiter akti­vie­ren­den Produktivitätsförderung: Das Wissen über die Möglichkeiten der Unterstützung von kontinuierlichen Verbesserungsprozessen ist bei vielen nach Tipps und Tools zur Produktivitätssteigerung suchenden Managern ebenso begehrt wie rar.

Begriffe wie „Kaizen“, „Continuous Improvement“ oder „KVP“ haben sie zwar fast alle schon einmal gehört. Wie man seine Mitarbeiter dafür gewinnen kann, die alltäglichen Arbeitsabläufe immer wieder zu hinterfragen und sich für die kontinuierliche Ver­bes­se­rung einzusetzen, haben die meisten Manager jedoch nicht gelernt. bdquo;Produk­ti­vitäts­ge­winne“ werden allzu oft erst in Krisensituationen durch phantasieloses „Cost-Cutting“ und Mehrarbeit der verbleibenden Mitarbeiter erzielt.

Fehlerlernprozesse der Mitarbeiter organisieren

Echte Führungsfunktionen wahrzunehmen, ist eben etwas viel Anspruchsvolleres, wie die Ergebnisse der branchenübergreifenden Studie des Instituts für angewandte Innovationsforschung (IAI) Bochum e.V. zeigen. Das würde zunächst einmal bedeuten, sich von manchen Alibi-, Ersatz- und Ausweichhandlungen zu verabschieden, weil damit knappe Ressourcen verbraucht werden, die für andere Initiativen zum ver­schwen­dungsarmen Arbeiten nicht mehr zur Verfügung stehen. Das würde vor allem aber auch erfordern anzuerkennen, dass das Fordern und Fördern von Produktivitäts­ver­bes­serungen etwas damit zu tun hat, Fehlerlernprozesse der Mitarbeiter zu organisieren.

Da viele Manager damit Probleme haben, sollten die Unternehmen der Studie zufolge wieder mehr in die Kompetenzentwicklung der Manager anstatt in Manage­ment­sys­te­me investieren. In gut geführten Unternehmen kennen alle Fach- und Führungskräfte die typischen Verschwendungstreiber, die keinen Mehrwert für die Kunden schaffen und für die sie an sich nicht bereit sind zu zahlen - für Verschwendung von Zeit, Geld und anderen knappen Ressourcen durch
  • Überproduktion von Vor- oder Endleistungen,
  • hohe Bestände an Material und Information,
  • unnötige Transporte und Wege,
  • effizienzmindernde Warte- bzw. Leerlaufzeiten,
  • Nach- und Doppelarbeiten oder
  • Prozessübererfüllung.
In Unternehmen mit einer Mitarbeiter aktivierenden Produktivitätsförderung stehen diese immer wieder zu beobachtenden Probleme unproduktiven Arbeitens als Such­felder für Prozessverbesserungen im Fokus aller Bemühungen. Und weil die Kenntnis der Probleme nicht automatisch zu überzeugenden Lösungen führt, sondern allzu oft nur an den Symptomen kuriert wird, werden die Fach- und Führungskräfte darin geschult, in KVP- Meetings die Ursachen und Folgen verschwenderischen Arbeitens ganzheitlich zu klären und auf der Basis bewährter Prinzipien verschwendungsarmen Arbeitens (Vereinfachen statt Verkomplizieren von Produkten und Prozessen, Pull- statt Push-Produktion auch von Vorleistungen etc.) an der Verbesserung des Status quo zu arbeiten.

kontinuierliche Verbesserungsprozesse sind keine Selbstläufer

Wer als Führungskraft hingegen keine Kenntnisse davon hat, wie man (Fehler-)Lern­pro­zesse organisiert oder sogar selbst durch einen verschwenderischen Umgang mit knappen Ressourcen auffällt, weil er für alle (un-)möglichen Fragestellungen Berater beauftragt und teuer bezahlt, kann nicht treibende Kraft von Verbesserungsprozessen sein. „Weniger verschwenderisch sowohl in den Kern- als auch in den unterstützenden und Managementprozessen zu arbeiten, könnte einen Beitrag dazu leisten, die Pro­duk­ti­vität der Unternehmen zu steigern, ohne die Arbeit weiter zu verdichten und damit eine lohnende Alternative zum gängigen Weg sein, unproduktives Arbeiten durch Mehrarbeit zu kompensieren. Aber kontinuierliche Verbesserungsprozesse sind, wie beim Blick über Branchengrenzen deutlich wird, eben auch keine Selbstläufer, die nebenbei gemanagt oder - wenn einem das mühsame Alltagsinnovieren selbst als zu unattraktiv erscheint - folgenlos an Dritte delegiert werden können. Alle Banali­sierungs­ver­suche werden den praktisch wirksamen Problemen des Förderns und Forderns von kontinuierlichen Verbesserungsprozessen nicht gerecht,“ fasst der Projektleiter Prof. Dr. Friedrich Kerka die Ergebnisse der IAI-Studie zusammen. Dazulernen müssen zunächst also die Manager selbst und natürlich auch all jene Personen, die sich an ihrer Kompetenzentwicklung beteiligen wollen. Grund genug - so der Bochumer Innovationsforscher - die Führungs- und Lernkulturen zu überdenken und sich dafür einzusetzen, dass das „Werte schaffen ohne unnötige Verschwendung“ zur Leitlinie für Manager und ihre Ausbildung wird.

Haben Sie Interesse, mehr über die Möglichkeiten des Forderns und Förderns von Lern- und Verbesserungsprozessen zu erfahren? Dann können Sie sich auf der Projekt-Homepage www.prodi-projekt.de informieren und die neue Veröffentlichung im Onlineshop des Instituts für angewandte Innovationsforschung (IAI) Bochum e.V. bestellen. ... Und wenn Sie Interesse haben, mehr über die Möglichkeiten von Duschflächen zu erfahren, dann lesen Sie die heutigen Baulinks-Beiträge:

Konstruktive Ausführung und Abdichtung von Fugen in Sanitär- und Feuchträumen
http://www.baulinks.de/webplugin/2015/0561.php4
Das IVD-Merkblatt Nr. 3-2 „Konstruktive Ausfüh­rung und Abdichtung von Fugen in Sanitär- und Feuchträu­men - Teil 2: Abdichtung von Wan­nen und Duschwannen in Verbindung mit flexiblen Zargenbändern/Wan­nen­rand-Dicht­bändern“ wurde vom Industrieverband Dichtstoffe (IVD) überarbeitet und ist nun verfügbar. weiter lesen

Duschboden mit eingedichteter Bodenablaufpumpe: Tub-Pump von Lux Elements
http://www.baulinks.de/webplugin/2015/0560.php4
Anfang 2015 hat Lux Elements unter der Bezeichnung „Tub-Pump“ di­ver­se Duschboards für beflies­bare Duschen mit eingedichteter Boden­ab­laufpumpe auf den Markt gebracht. Die Leistung der Pumpe ist mit 20 l/min (bei 2 m Höhenunterschied) angegeben. weiter lesen

Konsequent: Befliesbare Ablaufabdeckung für befliesbare Duschplätze von Poresta
http://www.baulinks.de/webplugin/2015/0559.php4
Für die bodengleichen Duschboards Poresta BF und BF KMK hat Poresta Systems eine befliesbare Ablaufabdeckung neu im Angebot. Sie besteht aus einem Rostrahmen, der in ein Fliesenkleberbett gesetzt wird, und einer Auflage als Fliesen­unterstützung aus Edelstahl. weiter lesen

Neues Wedi-Duschboard mit einer Ablaufrinne direkt an der Wand
http://www.baulinks.de/webplugin/2015/0558.php4
Bei dem neuen bodengleichen Wedi-Duschelement Fundo Rio­lito neo sitzt die Ablaufrinne direkt an der Wand. Das ermöglicht ein komplett durch­gehendes Gefälle und verspricht eine flexiblere Anpassung an die jeweilige Raumsitua­tion. weiter lesen

Onlineplaner für Duschboards von Wedi
http://www.baulinks.de/webplugin/2015/0557.php4
Zu den Highlights eines neuen Badezimmers gehört in vielen Fällen eine bo­dengleiche Dusche - gerne auch gefliest in Kombination mit einem vorkon­fek­tionierten Duschboard. Dabei stellen sich dem Planer nicht nur Fragen zur Größe und zum Design der Dusche, sondern auch zum fach­gerechten Einbau. weiter lesen

ShowerFloor: ACOs dritter Weg für barrierefreie, befliesbare Duschplätze
http://www.baulinks.de/webplugin/2015/0556.php4
Bei den gängigen technischen Konzepten für befliesbare Duschflächen sind die Vorteile der einen Lösung die Nachteile der anderen - und umgekehrt. ACO hat mit ShowerFloor nun eine dritte Lösung entwickelt, die die Vortei­le bündeln und die Nachteile eliminieren will. weiter lesen

Neuer Montagerahmen von MEPA für flache, barrierearme XL-Stahl-Duschwannen
http://www.baulinks.de/webplugin/2015/0555.php4
Da die Nachfrage nach immer größeren Duschen kontinuierlich steigt, hat MEPA auf der ISH den Montagerahmen SF XL für Stahl-Duschwan­nen von Bette und Kaldewei vorgestellt - für Breiten bis 100 cm und Längen bis 160 cm. weiter lesen

BetteAntirutsch Pro: stumpf bei der Sicherheit, matt bei Farben, glänzend in Weiß
http://www.baulinks.de/webplugin/2015/0554.php4
Bette hat eine neue Stahl/Email-Oberflächevergütung für mehr Stand- und Trittsicherheit beim Duschen vorgestellt. Das Besondere daran: Man sieht der Oberfläche ihre Sicherheitsfunktion kaum an – weder bei matten Farb­tönen noch bei glänzendem Weiß. weiter lesen

Stonetto, gleichsam ein vom Wasser geformter (Mineralguss-)Stein als Duschfläche
http://www.baulinks.de/webplugin/2015/0553.php4
Ein vom Wasser geformter Stein ist gleichmäßig und kantenlos. Seine Robustheit und seine ange­nehm geschliffene Oberfläche machen ihn hart und sanft zu­gleich. Diese Physik der Natur hat Duravit gemeinsam mit EOOS auf die Duschwanne Stonetto übertragen. weiter lesen

EOOS und Duravit haben OpenSpace, die Duschkabine zum Wegklappen, upgedatet
http://www.baulinks.de/webplugin/2015/0552.php4
Ein vom Wasser geformter Stein ist gleichmäßig und kantenlos. Seine Ro­bust­heit und seine angenehm geschliffene Oberfläche machen ihn hart und sanft zugleich. Diese Physik der Natur hat Duravit gemeinsam mit EOOS auf die Duschwanne Stonetto übertragen. weiter lesen

Minimalistische Duschwand als leuchtendes Designobjekt
http://www.baulinks.de/webplugin/2015/0551.php4
Als jüngste Schwester des maximal transparenten Walk-in Klassikers Air kombiniert DLight Air die dekorative Gestaltung ihrer Glasfläche mit in­divi­duell programmierbaren Leuchtdioden, um das Bad mal in gemütli­ches, mal in cooles Licht zu tauchen. weiter lesen

Kermis „Gleittüren“ für platzsparende Duschabtrennungen ohne Bodenschienen
http://www.baulinks.de/webplugin/2015/0550.php4
Unter dem Motto „Willkommen in der ersten Liga.“ führte Kermi 2014 die Profil-Duschkabinenserie Liga ein. Zur diesjährigen ISH wurde nun die Serie um raumsparende Gleittürvarianten ohne störende Bodenschienen erwei­tert. weiter lesen

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