Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 21.4.2015

Atomendlager frühestens in 150 Jahren

Die Arbeitsgruppe 3 der Endlager-Kommission rechnet damit, dass sich die bundes­wei­te Suche nach einem Endlager für radioaktiven Atommüll und dessen Verschluss und Inbetriebnahme um Jahrzehnte verzögern wird. Laut einem Bericht, den der Co-Vor­sit­zende der Arbeitsgruppe, Michael Sailer, dem Gremium am Montagnachmittag vor­stell­te, könnte die Endlagerung sogar erst in 150 Jahren oder später abgeschlossen sein. Sailer skizzierte den Kommissionsmitgliedern, dass eine Inbetriebnahme des Endlagers mit dem Einbringen des ersten beladenen Endlagergebindes frühestens 2045/2050 vor­stell­bar sei, ein Ende der Einlagerung zwischen 2075 und 2130. Das Ziel, die hoch radioaktiven Abfälle sicher und wartungsfrei im Bergwerk einzuschließen, sei erst zwischen 2095 und 2170 oder sogar später erreichbar.

Mit Blick auf diese „extrem langen Zeiträume“ sprach sich Sailer für ein umfassendes Monitoring während des gesamten Such- und Einlagerungsprozesses aus. Dieses sei unter anderem erforderlich, um den Zustand der geologischen Formation, der hydro­geo­lo­gischen Verhältnisse und der Abfälle systematisch zu beobachten, mögliche Fehlentwicklungen und unvorhergesehene Verläufe zu erkennen und gegebenenfalls Konsequenzen daraus zu ziehen.

Konzeptionell werde die Kommission zu den Möglichkeiten eines Monitorings noch vieles erarbeiten müssen, betonte Sailer. Jedoch sei zu erwarten, dass die künftigen Generationen über „ein paar Techniken mehr verfügen werden als wir heute 2015“. Man dürfe jedoch „heute nichts machen, mit dem wir solche Techniken später verunmöglichen“.

Um im Fall von erkannten Fehlern oder anderen Entwicklungen, die einen Neuansatz erfordern, umsteuern zu können, empfiehlt die Arbeitsgruppe, den Prozess der End­lagersuche reversibel zu gestalten. So solle eine Verpflichtung zur Sicherstellung der Rückholbarkeit und Bergbarkeit der Abfälle in die weitere Diskussion mit auf­ge­nom­men werden, heißt es in dem Bericht. „Wenn die mittel- oder langfristige Sicherheit des Endlagers in Frage gestellt wird oder es in 80 oder 200 Jahren ein anderes Ver­fah­ren geben sollte, das viel besser ist, dann müssen die späteren Verantwortlichen sich umentscheiden können“, betonte Sailer. Ungeeignet sei die Anforderung an eine Rück­holbarkeit der Abfälle jedoch in Bezug auf Notfallsituationen, da die Behälter nicht wesentlich schneller aus dem Bergwerk heraus als herein transportiert werden könn­ten. Daher müssten für Notfallsituationen, etwa einem plötzlichen Wassereinbruch, andere Vorsorgemaßnahmen getroffen werden.

Baulinks-Beiträge vom 21.4.2015

Joco kreuzt Wand- und Deckenheizung mit Holzfaserinnendämmung
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Mit KlimaWand / KlimaDecke KW-8 ÖKOpor hat die Firma Joco ein Flä­chen­heiz­system vorgestellt, bei dem die Heizrohre in ökologischen Holz­fa­ser­dämm­platten liegen, die Firmenangaben zufolge zu über 85% aus nach­wach­senden Holzfasern bestehen. weiter lesen

Rautherm Speed: Rehau verspricht 30% schnellere Verlegung von Fußbodenheizungen
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Rehau hat mit Rautherm Speed ein neues Klettsystem vorge­stellt. Es ver­spricht eine bemerkenswert schnelle und kraftschonende Verlegung von Fußbodenheizungsrohren. Herzstück des Systems sind die neuen Rautherm Speed PE-Xa Rohre in der Farbe orange. weiter lesen

Magna: Industrieflächenheizung à la Uponor mit Vorteilen bei Effizienz und Flexibilität
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Wasserbasierte Flächenheiz- und Kühlsysteme werden für Unternehmen umso interessanter, als sie in Verbindung mit Wärmetauscher- und Spei­chersystemen oder auch Wärmepumpen die eigene Prozess- oder Abwär­me nutzen können. weiter lesen

Wandheizung mit blankem Kupfer - und andere Erweiterungen des cuprotherm-Systems
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Zur ISH 2015 wurde das cuprotherm-System, Europas meistgenutzte Flä­chenheizung mit Kupferrohren, auf insgesamt 14 verschiedene Lösungs­varianten erweitert. Die Planungssoftware für das cuprotherm-Flächen­heizsystem wurde ebenfalls überarbeitet. weiter lesen

Viega Einzelraumregelung passt hydraulischen Abgleich permanent an
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Mit „Fonterra Smart Control“ stellt Viega eine Einzelraumre­gelung zur Verfügung, die einzelne Heizkreise von Flächenheiz- und Kühlsystemen nach Bedarf selbsttätig einstellt. Nicht nur die Vorlauftemperatur am Verteiler und die aktuellen Raumtemperaturen misst die neue Regelung permanent, sondern auch die Rücklauftemperatur jedes einzelnen Heizkreises. weiter lesen

Neue Regelbox von Simplex zur Einzelraumregelung bei Flächenheizungen
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Die System-Regelbox „Comfort Plus“ von Simplex erlaubt es, bei Flä­chen­heizungen differenziert die Temperaturen einzelner Räume zu regu­lieren. Da­zu sorgt ein integriertes Einspeisesystem für bedarfsgerechte Vorlauftem­pera­turen von 10 bis maximal 50°C. weiter lesen

Systemlösungen für die Heizungsinstallation im Simplex-Produktkatalog 2015
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Zahlreiche Lösungen für die Heizungsinstallation präsentiert Simplex im Produktkatalog 2015 auf 221 Seiten. Dabei trägt der Verbund mit Sep­pel­fricke dazu bei, für nahezu jede Situation ein passendes System parat zu haben. weiter lesen

Zentralvereinigung der Architekten Österreichs lobt Bauherrenpreis 2015 aus
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Auch 2015 werden wieder spannende Bauprojekte aus Österreich für den Bauherrenpreis 2015 gesucht. Der Preis will Persönlichkeiten oder Perso­nen­kreise honorieren, die sich als Bauherr, Auftraggeber oder Men­tor in besonderer Weise für die Baukultur in Österreich verdient gemacht haben. weiter lesen

Bundeskartellamt erlaubt den Zusammenschluss von Immonet und Immowelt
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Das Bundeskartellamt hat den Erwerb der Immowelt AG durch die Axel Springer SE freigegeben. Davon betroffen sind die Immobilienportale immowelt.de und immonet.de, deren Aktivitäten zusammengeführt werden sollen. weiter lesen

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