Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 12.7.2015

Bauindustrie begrüßt Bundeshaushalt 2016

„Deutschland braucht dringend eine Modernisierung seiner Verkehrsinfrastruktur. Dafür hat das Bundeskabinett jetzt die Weichen gestellt.“ Mit diesen Worten kommentiertr der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie Professor Thomas Bauer den Beschluss des Bundes-kabinetts, dem Deutschen Bundestag die Aufsto­ckung der Investitionslinie Verkehr im Bundeshaushalt 2016 um 1,5 Mrd. Euro auf 12,3 Mrd. Euro vorzuschlagen. Bis 2018 soll das Investitionsvolumen auf 13,4 Mrd. Euro steigen. Für Bauer ist damit klar: „Die Investitionswende ist zumindest auf der Ebene des Bundes eingeläutet. Jetzt müssen auch die Länder und Kommunen dem Vorbild des Bundes folgen.“

„Mit der Aufstockung der Investitionen in das Bundesfernstraßennetz von 1,1 Mrd. Euro auf 6,2 Mrd. Euro hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infra­struk­tur (BMVI) die richtigen Investitionsschwerpunkte gesetzt“, stellt Bauer fest. Gelänge es dem BMVI, auch die nächsten Stufen seines Mautfahrplans - die Einführung der Pkw-Vignette und die Ausdehnung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen - umzu­set­zen, könnte der Finanzierungsrahmen für Bundesfernstraßen bis 2018 sogar auf über 8 Mrd. Euro steigen. Bauer: „Bundesverkehrsminister Dobrindt kann bei der Umstellung der Bundesfernstraßenfinanzierung auf Nutzerfinanzierung auf die volle Unterstützung der Bauindustrie zählen“.

ÖPP für dringende Großprojekte?

Trotzdem werde es - auch unter verbesserten Finanzierungsbedingungen - eine begrenzte Zahl von Projekten geben, die aufgrund ihrer hohen Dringlichkeit, ihrer Größe oder fehlender Kapazitäten in der Straßenbauverwaltung konventionell nicht wirtschaftlich realisiert werden könnten, glaubt Bauer. Für 10 solcher Projekte mit einem Investitionsvolumen von 7 Mrd. Euro habe Bundesverkehrsminister Dobrindt eine neue Generation von ÖPP-Verkehrsprojekten auf den Markt gebracht. Befürchtungen, der Mittelstand werde damit aus dem Bundesfernstraßenbau verdrängt, nimmt Bauer zwar ernst, wendet aber ein: „Im Rahmen des vom Bundesverkehrsminister orga­ni­sierten ‚Investitionshochlaufs‘ werden die Bundesfernstraßeninvestitionen bis 2018 um über 30%, bei vollständiger Umsetzung des Mautfahrplans sogar um fast 60% steigen. Dadurch wird der ‚Investitionskuchen‘ insgesamt größer; eine Verdrängung kon­ven­tioneller Straßenbauprojekte ist nicht zu befürchten. Um den Investitionsstau auflösen zu können, müssen wir alle Beschaffungswege nutzen - die konventionelle Be­schaf­fung ebenso wie - da wo wirtschaftlich - auch die Öffentlich Private Partnerschaft.“

Mehr Sorgen macht sich Bauer über die Fähigkeit der Landesstraßenbauverwaltungen, die Investitionsmittel zügig zu verbauen. Die Deutsche Bauindustrie begrüße es deshalb sehr, dass der Bund die Reform der Auftragsverwaltung auf die politische Agenda gesetzt habe. Auch die Bauindustrie könne sich langfristig die Übertragung der Gesamtverantwortung für die Bundesstraßen auf eine oder mehrere Bundesverkehrs­ge­sell­schaften vorstellen. In diesem Zusammenhang müsse man auch darüber nach­den­ken, wie privates Kapital institutioneller Anleger in öffentliche Infrastruk­tur­vor­haben eingebunden werden kann. Dies dürfe jedoch nicht auf dem Wege der Priva­ti­sierung oder auch nur der Teilprivatisierung geschehen. Bauer: „Die Bundes­verkehrs­gesellschaft muss im öffentlichen Eigentum bleiben.“ ... Mit Geld starten wir auch in die heutigen Baulinks-Beiträge:

Aktueller Gehaltsreport für Architektur- und Ingenieurbüros
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„Zahle ich marktgerechte Gehälter bzw. was zahlt die Konkurrenz“? Diese Frage bewegt viele Architektur- und Ingenieurbüros. Deshalb hatte der Informationsdienst PBP Planungsbüro professionell eine Online-Umfrage gestartet. Die Ergebnisse liegen jetzt vor. weiter lesen

Bundesregierung beschließt Entwurf zur Modernisierung des Vergaberechts
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Das Bundeskabinett hat am 8. Juli das von Bun­deswirtschaftsminister Gabriel vorgelegte Vergaberechtsmo­dernisierungsgesetz (VergRModG) verabschiedet, wodurch drei neue EU-Vergaberichtlinien in deutsches Recht umge­setzt werden. weiter lesen

BBSR-Broschüre zu Hitze und Starkregen in Städten und wie sich Kommunen wappnen können
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Eine aktuelle Arbeitshilfe des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raum­forschung befasst sich damit, wie sich Kommunen besser gegen Extrem­wetter wappnen können. Dafür wurden diverse Beispiele von Kommunen unterschiedlicher Größe ausgewertet. weiter lesen

„Timeless City Architecture“ über die Verwertbarkeit historischer Stadtarchitektur-Vorbilder
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Das Leitthema des Fachbuches „Timeless City Architecture - Collage Eglise Coppia“ ist die ins Bild gesetzte Frage nach der Verwertbarkeit historischer Vorbilder für mo­derne Stadtarchitekturen. weiter lesen

LBSi NordWest: Sättigung im Luxussegment!? Bitte mehr „Brot und Butter“-Wohnungen!
http://www.baulinks.de/webplugin/2015/1218.php4
Wohnimmobilien sind gesucht - aber selbst in den Großstädten nicht mehr zu jedem Preis: LBSi NordWest hat die Vermarktungszeiten von Eigentumswohnungen ausgewertet und kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Vertriebsdauer in den teuren Segmenten binnen eines Jahres teilweise verdrei­facht hat. weiter lesen

Baufritz meldet 25% Zuwachs bei seinen Mehrfamilienhäusern in Holzbauweise
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Von dem hohen Zuwachs im Bereich des Geschosswohnungsbaus profitiert offensichtlich auch der Ökohaus-Bauer Baufritz: Das Unternehmen meldet für seine Mehrfamilienhäuser in Ökobauweise 2014 einen Zuwachs von 25% gegenüber dem Vorjahr. weiter lesen

Nachhaltigkeits-Zertifikat vom Bauministerium für Ein- und Zweifamilienhäuser
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Das Bauministerium hat zusammen mit der Hochschule München und dem Ingenieurbüro Prof. Dr. Gerd Hauser ein Nachhaltigkeits-Zertifikat für Ein- und Zweifamilienhäuser entwickelt und erste Häuser zertifiziert - wie bei­spielsweise ein Kundenhaus von Gussek. weiter lesen

Paradigma und seine Partner bezuschussen bis zum 26.9.2015 Solaranlagenkauf
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Mit dem Marktanreizprogramm unterstützt die Politik seit dem 1. April ver­stärkt auch die Anschaffung solarer Heizungssysteme. Paradigma, Spezia­list für solare Heizungssysteme, legt nun noch etwas im Rah­men eines „Paradigma-Anreizprogrammes“ oben drauf. weiter lesen

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