Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 4.2.2016

Wunschkonzert für mehr bezahlbaren Wohnraum

In Ballungszentren ist es in den vergangenen Jahren immer schwieriger geworden, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Zwar wurde nach Angaben des Statistischen Bun­des­amtes von Januar bis September 2015 in Deutschland der Bau von rund 222.800 Wohnungen genehmigt – das sind 4,8% Wohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Der tatsächliche Bedarf an jährlichen Neubauten liegt aber derzeit nach Meinung zahlreicher Experten bei mindestens 350.000 Einheiten. Über 80% der Bundesbürger fordern vor diesem Hintergrund vor allem einen Abbau von Bürokratie, damit wieder mehr bezahlbarer Wohnraum für alle zur Verfügung steht. Bevorzugt würden dabei Wohnungen am Stadtrand. Auch eine Aufstockung der Mittel für den sozialen Woh­nungs­bau und steuerliche Anreize halten mehr als die Hälfte der Befragten für sinnvoll. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen, repräsentativen TNS-Infratest-Umfrage zur Förderung des Wohnungsneubaus, die aktuell im Auftrag der Wüstenrot & Würt­tem­bergische-Gruppe bundesweit durchgeführt wurde.


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Lockerung der Bauvorschriften

57% der Befragten halten es für sinnvoll, die Bauvorschriften zu lockern, um den Neubau von Wohnungen kos­ten­güns­tiger zu gestalten. 55% gehen davon aus, dass dadurch der Bau neuer Wohnungen beschleunigt werden könne. Bei der Frage, ob eine Lockerung der Bauvorschriften geeignet sei, um den Neubau von Wohnungen kosten­güns­tiger zu gestalten, gibt es allerdings je nach Wohnort durchaus Unterschiede bei der Einschätzung. Im Umland von Städten ab 50.000 Einwohnern stimmen 29% zu, dass diese Maßnahme „sehr gut geeignet“ sei. Im Kernbereich der Städte sind es nur knapp 20%. 

Abbau von Bürokratie

Dass zu viel Bürokratie als großer Hemmschuh beim Wohnungsbau empfunden wird, zeigt vor allem die Frage nach den Genehmigungsverfahren. 84 bzw. 80% der Bun­des­bürger sind der Meinung, dass zur Förderung des Wohnungsbaus die Genehmi­gungs­ver­fah­ren beschleunigt bzw. vereinfacht werden sollen. Besonders groß ist die Zu­stim­mung für eine Vereinfachung der Genehmigungsverfahren mit rund 91% in der Alters­grup­pe von 30 bis 39 Jahren – in dieser Lebensphase steht häufig die Familien­grün­dung an, daher ist der Bedarf für bezahlbaren Wohnraum besonders hoch; zudem dürften einige Bundesbürger in dieser Altersklasse bereits Erfahrungen mit Genehmigungs­ver­fah­ren eigener Bauprojekte gemacht haben.

Ausweis neuer Bauflächen in eigener Region

Mit 55% sieht über die Hälfte der Bundesbürger die Notwendigkeit, auch in der eigenen Region neue Flächen für den Bau von Wohnungen auszuweisen. Vornehmlich sollten diese Flächen jedoch im Stadtrandbereich entstehen, meinen 51% der Befragten. Nur knapp 16% könnten sich vorstellen, dass städtische Grünflächen in Bauland umgewandelt werden. Bei einer Betrachtung der Bundesländer sticht vor allem Baden-Württemberg mit einer hohen Zustimmung von 66% für den Ausweis neuer Bauflächen hervor. Hier liegt die Präferenz für neue Bauflächen im Umland sogar bei 62%. Nur 12 Prozent würden einer Umwandlung städtischer Grünflächen in Bauland zustimmen.

Staatliche Förderinstrumente

Mittel für den sozialen Wohnungsbau und steuerliche Anreize sind aus Sicht der Bürger die wichtigsten Förderinstrumente der Bundesregierung, um den Wohnungsbau zu intensivieren. 55% der Befragten befürworten eine Aufstockung der Mittel für den sozialen Wohnungsbau. Sowohl bei Haushaltsnettoeinkommen unter 1.000 Euro monatlich als auch überraschenderweise in der Einkommensklasse über 3.500 Euro monatlich fällt die Zustimmung mit über 60% für dieses Förderinstrument besonders hoch aus

53 Prozent der Bundesbürger halten steuerliche Anreize für ein probates Mittel der Wohnungsbauförderung. Besonders groß ist hier die Zustimmung in der Einkom­mens­klasse von 3.500 Euro und mehr mit 69%, der Einkommensklasse also, die am ehesten als privater Wohnungsbauinvestor in Frage käme und am meisten von Abschreibungs­mög­lich­keiten profitieren würde. Eine Wiedereinführung der Eigenheimzulage oder die Bereitstellung zinsloser Darlehen finden mit 48% bzw.. 46% keine Zustim­mungs­mehr­heit. Insgesamt halten lediglich 36% die Wohnungsbauprämie oder vergleichbare Investitionszulagen für sinnvolle Förderungsinstrumente – in ländlichen Gemeinden liegt die Zustimmung für dieses Förderungsinstrument mit 59% jedoch deutlich höher. ... Damit beschließen wir das Wunschkonzert für mehr bezahlbaren Wohnraum, und kommen zur Berichterstattung von der Dach+Holz, was sich bis in die nächste Woche hineinziehen wird:

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