Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 15.6.2016

Wie clever ist die Zukunft?

Der Mensch hat sich eine „smarte“ Welt geschaffen. Intelligente Geräte sollen ihn im Alltag aktiv unterstützen: zu Hause, im Auto, am Flughafen. Schleichend übernehmen Apparate und Maschinen das Regiment. Ist das wirklich schlau? Die Dokumentation „Smart Living. Wie clever ist die Zukunft?“ von Tim Förderer auf 3sat stellte am 28.4. diese verlockende Entwicklung, alle Geräte zu vernetzen und zu automatisieren, ihren Nachteilen und Gefahren gegenüber (siehe auch 3sat-Medaithek).

Heute lässt sich in digital vernetzten Häusern alles automatisch und aus der Ferne regeln. Sensoren überwachen zum Beispiel Temperaturen außen und innen, regulieren individuelle Wohlfühltemperaturen für verschiedene Zonen im Haus, sogar die Wetter­vor­hersage wird einbezogen. Das Smart Home erkennt, wer das Haus betritt, stellt die Lichtverhältnisse um, schaltet die Lieblingsmusik ein. Der Nachteil: Alle Geräte kommunizieren miteinander und das oft ungefiltert. Jede Schnittstelle nach draußen - selbst eine außen liegende Steckdose - ein Einfallstor. Das heißt, wer einen Weg findet, sich in diese Datenautobahn einzuklinken, kann die IoT-Kommunikation verfolgen und irgendwann „mitreden“.

Viele Funkschlösser beispielsweise gaukeln Sicherheit durch biometrische Ver­schluss­systeme vor. Daumenabdruck oder Gesichtsphysiognomie sind tatsächlich einzigartig. Aber die Kamera muss die Daten erst einmal an den Verschließmechanismus schicken. Fällt der Strom aus, funktioniert nichts mehr. Und schlimmer: Wer sich in diese Kom­mu­nikation einhackt, kann einbrechen, ohne Spuren zu hinterlassen. Der Nachweis des Einbruchs liegt per Gesetz beim Geschädigten. Der Film dokumentiert einen Selbst­versuch: Wie einfach ist es, ein Funkschloss zu überlisten?

Selbst Flughäfen sollen manipulierbar sein. Sie verwenden ein ADS-B genanntes System, um das Verkehrsaufkommen am Himmel zu regeln. Per Funk meldet jedes Fluggerät seinen Standort. Jeder kann diese Daten offiziell im Internet ansehen (siehe z.B. flightradar24.com). Der IT-Sicherheitsexperte Sebastian Strobl zeigt in der Dokumentation, wie man dieses System ohne große Anstrengungen kollabieren lassen kann: Es ist möglich, zusätzlich Datenpakete, also Flugzeuge, in das System ein­zu­schleusen, so dass für den Tower das Verkehrsaufkommen schließlich nicht mehr zu regeln ist. Die Lotsen können nicht unterscheiden, wer echter Verkehrsteilnehmer ist, und wer ein erfundener. „Technisch ist es nur ein kleiner Schritt etwas zu senden, weil die Datenpakete nicht verschlüsselt sind, und das Equipment frei verfügbar ist. Das einzige, was mich jetzt daran hindert, solche Datenpakete zu senden, die auch eine Ground Station entsprechend interpretieren würde, ist, dass es Gesetze und Regulierungen gibt, die mir das verbieten“, sagt Sebastian Strobl im Film. Doch für einen Kriminellen wäre das wohl kaum kein Hinderungsgrund. Es gehen eine Menge Daten zwischen Flugzeugen, Satelliten und Tower hin und her. Hacker behaupten sogar, dass man über das bordeigene Entertainment-System der Flugzeuge diese Kommunikation stören und so das Flugverhalten manipulieren kann. ... Aber kommen wir zurück zu unserem Schwerpunktthema „Smart Home“ in dieser Woche - und vielleicht ist ein Stückchen Mechanik im Smart Home eine gar nicht so schlechte Idee:

HK NXconnect neu von Kopp: Smart Home-Programmierung mit dem Schraubendreher
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Kopp hat mit HK NXconnect ein neues, dezentral aufgebautes Steue­rungs­system vorgestellt, das auf eine vergleichsweise einfache, me­cha­nische Parametrierung setzt. Mit HK NXconnect lassen sich bis zu 64 Geräte in eine Anlage integrieren. weiter lesen

eNet-Allianz definiert Standard für smarte Funk-Vernetzung und baut auf's Fachhandwerk
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In der eNet-Allianz haben sich die Firmen Bachmann, Brumberg, Ether­ma, Gira, Jung, SimonsVoss und Steinel zusammengeschlossen, um sich zu­sätz­liche Wachstumspotenziale im Bereich Smart Home zu erschließen. weiter lesen

Funktaster mit eigener Stromversorgung für den KNX-Haushalt
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Elsner Elektronik hat in Frankfurt neue Einfach- und Doppeltaster vor­ge­stellt, die KNX-Kommandos per Funk weitergeben und sich über integrierte Solarzellen selber mit Energie versorgen. Für seine Funk­produkte ver­wen­det Elsner Elektronik KNX RF S. weiter lesen

Multitouch-Display „Gira G1“ kann jetzt auch WLAN und 22 Sprachen
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2015 brachte Gira mit dem G1 ein KNX-Raumbediengerät auf den Markt, mit dem sich dank 6"-Display sowie Multitouch-Bedienung Gebäude via Ethernet-Kabel sicher steuern lassen. Mit dem Release 2 lässt sich das G1 darüber hinaus jetzt auch über WLAN mit der Gebäu­detechnik verbinden. weiter lesen

Busch-ControlTouch: IP-Gateway für KNX-Anlagen à la Busch-Jaeger
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Das Busch-ControlTouch KNX IP-Gateway dient der Integration einer KNX-Anlage in ein IP-Netzwerk - oder umgekehrt - mit dem Ziel, alle KNX-Funk­tio­nen in einem Gebäude beispielsweise über iOS- oder Android-Applika­tionen steuern zu können. weiter lesen

Busch-free@home jetzt auch wireless
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Busch-Jaeger bietet für sein an sich drahtgebundenes Smart Home-Sys­tem Busch-free@home jetzt auch Komponenten mit integrierten Funk-Modulen an - wodurch Busch-free@home auch für Modernisierungs­pro­jekte inter­essant wird, bei denen Wände wenig bis gar nicht aufge­stemmt werden sollen. weiter lesen

Neue HomePilot-Komponenten machen das Home noch smarter
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Seit fünf Jahren auf dem Smart-Home-Markt, erweitert Rademacher sein Hausautomationssystem HomePilot um Bewegungsmelder, HD-Kameras und einen Raumthermostaten. weiter lesen

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