Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 29.9.2016

Zahlungsmoral von Unternehmen erreicht Spitzenwert

Das Zahlungsverhalten von Unternehmen in Deutschland hat sich in den letzten 12 Monaten weiter verbessert. Im August 2016 beglichen nur noch 14,2% der Firmen Rechnungen verspätet oder gar nicht - zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Zahlungsmoral deutscher Unternehmen“ der Wirtschaftsauskunftei Bürgel und der EOS Deutschland B2B. Für die Studie wurde das Zahlungsverhalten von knapp 470.000 Unternehmen in Deutschland analysiert. Der Wert im August 2016 ist die zweitbeste Zahlungsmoral der Unternehmen seit Erfassung der Zahlen im Januar 2013. Nur im Dezember 2015 war das Bezahlverhalten der Firmen noch besser (Spät- oder Nichtzahlerquote von 14,1%).

„Die gute Binnenkonjunktur, die vor allem durch den privaten Konsum und vorteilhafte Finanzierungsbedingungen gestützt wird, lässt die Zahlungsmoral der Unternehmen weiter steigen“, kommentiert Stephan Spiekermann, Geschäftsführer von EOS Deutschland B2B, die aktuellen Studienergebnisse. „Im Umfeld der Niedrigzinsen zahlen die Unternehmen immer schneller. Dies gilt gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, die so versuchen, von Skonti zu profitieren“, ergänzt Bürgel Geschäftsführer Klaus-Jürgen Baum.
  • Das schlechteste Zahlungsverhalten zeigten im August 2016 Unternehmen aus dem Saarland. Hier lag die Quote von zu spät oder nicht bezahlten Rechnungen bei 19,5%. Ebenfalls hohe Werte gab es in Berlin (Spät-oder Nichtzahlerquote von 19,2%) und in Nordrhein-Westfalen (16,1%).
  • Die beste Zahlungsmoral haben Unternehmen in Sachsen, wo nur etwa 10 von 100 Firmen die Rechnungen verspätet oder gar nicht bezahlen (Spät- oder Nichtzahlerquote von 10,2%). Auch in Thüringen (10,7%), Bayern (12%), Schleswig-Holstein (12,7%), Sachsen-Anhalt (12,9%), Mecklenburg-Vorpommern (13%) und Brandenburg (13,6%) zahlen die Unternehmen besser als im bundesweiten Vergleich.
Überfällige Rechnungen werden in Deutschland im August mit einem Verzug von rund 18 Tagen bezahlt, so dass die Gesamtzeit der Forderungen bei einem Zahlungsziel von 26 Tagen 44 Tage beträgt. In Berlin müssen Unternehmen am längsten auf die Bezahlung von Rechnungen warten. In der Hauptstadt zahlen Firmen im Schnitt mit einer Verspätung von 24,3 Tagen. In diesen Fällen müssen Unternehmen fast doppelt so lange auf ihr Geld warten als einkalkuliert. Damit werden sie unfreiwillig zur Bank ihrer Kunden. Mehr Überfälligkeitstage als im Bundesdurchschnitt leisten sich auch die Unternehmen in Brandenburg (21,5), Hamburg (20,8), Nordrhein-Westfalen (19,7), Mecklenburg-Vorpommern (18,3) und Bremen (18,1). Schneller kommen Unternehmen in Sachsen-Anhalt an ihr Geld. Unternehmen, die zu spät bezahlen, tun dies in Sachsen-Anhalt mit einem Verzug von 14,7 Tagen.

Aktiengesellschaften und GmbHs sind unmoralische Zahler

Eine Ausnahme von der positiven Entwicklung der Zahlungsmoral bilden Kapitalgesellschaften. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass AGs und GmbHs eine signifikant schlechtere Zahlungsmoral haben als Unternehmen anderer Rechtsformen. So liegt die Quote von Unternehmen, die ihre Rechnungen zu spät oder nicht bezahlen, bei den AGs bei 27,4% und bei den GmbHs bei 25,2%.

„Große Unternehmen haben in den meisten Fällen keine Probleme, die Rechnungen zu bezahlen. Sie nutzen jedoch ihre Marktmacht aus und zeigen ein für sie vorteilhaftes liquiditätsschonendes Verhalten zu Lasten ihrer Kunden. Es ist häufig keine Frage der Zahlungsfähigkeit, sondern eine Frage der Zahlungswilligkeit“, so Spiekermann.

Was haben Wasserversorgung, Bergbau oder Logistik gemeinsam?

Auch innerhalb der Branchen zeigen sich zum Teil große Unterschiede hinsichtlich der Zahlungsmoral. Unternehmen, die Geschäfte mit Firmen aus der Wasserversorgung, dem Bergbau oder der Logistik machen, müssen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass ihre Rechnungen zu spät oder gar nicht bezahlt werden. In diesen drei Branchen zeigt sich die schlechteste Zahlungsmoral. Bei den Wasserver- und Entsorgern zahlen 23,2% der Unternehmen nicht fristgerecht. Im Bergbau liegt die Quote der Unternehmen mit nicht oder zu spät gezahlten Rechnungen bei 20,2% und in der Logistik bei 19,2%. Geringe Zahlungsschwierigkeiten gibt es in der öffentlichen Verwaltung (Spät- bzw. Nichtzahlerquote liegt bei 5,4%) und in der Land- und Forstwirtschaft (6,2%).

Gegen 1,3% der Unternehmen, die ihre Rechnungen nicht fristgerecht bezahlt haben, läuft ein Inkassoverfahren. Das Risiko einer Eskalation in das Inkasso ist bei Berliner Unternehmen am höchsten - gegen 2,8 Prozent der Unternehmen in der Hauptstadt mit überfälligen Forderungen läuft ein Inkassoverfahren.

Baulinks-Beiträge vom 29.9.2016

Titanus Fusion: Wagner erweitert Ansaugrauchmelder-Familie um einen Allrounder
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Titanus Fusion ist ein neuer Ansaugrauchmelder der Wagner Group, der als kompakter Allrounder - zugelassen nach EN 54-20 sowie VdS - konzipiert wurde und bis zu 4.000 m² überwachen kann. weiter lesen

Neuer wirtschaftlicher Rauchmelder für 80 Meter-Distanzen
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Hekatron zeigte in Essen in Ko­operation mit der digitalSTROM AG eine Ergänzung des Sys­tems Genius Plus, die der unmittelbaren Kommu­ni­kation von Hekatron-Rauchmeldern mit einem Smart-Home-System dient. weiter lesen

Neuer Mehrkriterienmelder ergänzt das neu aufgelegte 230V-Sortiment von Ei Electronics
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Mit dem Salva KNX TH hat Elsner Elektronik einen KNX-Rauchwarn­mel­der ins Programm aufgenommen, der im täglichen Gebrauch auch als Raum­klimasensor zur Regelung von Heizung, Kühlung und Lüftung fungieren kann. weiter lesen

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Blitzatlas: Schweinfurt war 2015 Deutschlands Blitz-Hauptstadt
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