Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 29.10.2016

Fehlkäufe im Wert von etwa 3,7 Mrd. Euro

Am gewagten Designerkleid hängt noch immer das Preisschild, die Begeisterung für den neuen Smoothie-Mixer reicht nur bis zum dritten grünen Saft und aus dem Ski-Anzug ist der Nachwuchs nach nur einem Winter herausgewachsen. Viele Deutsche kennen diese Situation: Sie haben etwas für sich oder ihre Familie gekauft, das ihnen dann doch nicht gefällt, nicht richtig passt oder das sie schon nach kurzer Zeit nicht mehr nutzen. Aber zurückgeben ist oft keine Option. Und so blockieren derartige „Fehlkäufe“ im Wert von schätzungsweise 3,7 Milliarden Euro die Schränke und Keller der Deutschen. Pro Kopf sind das durchschnittlich knapp 140 Euro im vergangenen Jahr. Das belegt eine repräsentative Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der Direktbank Barclaycard. Für die Studie gaben knapp 2.000 Erwachsene Auskunft darüber, inwiefern sie Produkte letztlich lieber nicht gekauft oder schnell wieder zurückgegeben hätten, welche Werte sich dahinter verbergen und wie sie mit diesen Fehlinvestitionen umgehen.

„Deutsche geben offensichtlich viele Milliarden Euro für Dinge aus, die sie am liebsten schnell wieder loswerden möchten. Ein Weiterverkauf kommt jedoch nur für wenige Konsumenten in Frage, da ihnen diese Option oftmals zu umständlich erscheint oder einen zu geringen Preis erzielt. Und so verstauben diese Werte häufig in den Haushalten“, so Tobias Grieß, Marketing- und Vertriebschef von Barclaycard Deutschland.

Behalten, verschenken, wegwerfen

Dass deutsche Verbraucher die für sie nutzlos gewordenen Dinge lieber im Schrank archivieren, als damit Geld zu verdienen, ist laut der GfK-Studie offensichtlich: Aus der Gruppe der Fehlkäufer geben nur gut 16% der Befragten an, die verschmähte Ware auf dem Flohmarkt oder bei Online-Auktionen zu veräußern. Knapp 30% behalten ihren Einkauf, obwohl sie die Produkte nicht nutzen oder nicht mehr gut finden. 26,6% verschenken die Sachen, andere werfen sie in den Müll (14,9%) oder spenden sie bestenfalls (12,4%).

Top 10 der Fehlkäufe: Mode und Haushaltsgeräte ganz oben

Insgesamt 40,2% der Befragten gaben in der GfK-Studie an, in den letzten 12 Monaten schon einmal etwas gekauft zu haben, das sie schon nach kurzer Zeit gar nicht mehr nutzten. Ganz oben in der Liste der Warengruppen, in denen die Studienteilnehmer schon mal das Falsche gekauft haben, stehen Accessoires sowie Schuhe und Bekleidung:
  1. Kleidung/Accessoires (z.B. Wintermantel, Schuhe): 51,1%
  2. Haushaltsgeräte (z.B. Mixer, Staubsauger): 19,4%
  3. Bücher, DVDs, CDs: 17,1%
  4. Unterhaltungselektronik incl. z.B. Smartphone: 12,7%
  5. Sport- und Freizeitausstattung (z.B. Skier, Skateboard): 12%
  6. Inneneinrichtung (z.B. Kleinmöbel, Deko-Artikel): 10,0%
  7. Kinderbekleidung (z.B. Kinderschuhe, Babystrampler): 10,0%
  8. Gartenausstattung (z.B. Heckenschere, Liegestuhl): 9,1% Prozent
  9. Spielzeug (z.B. Roller, Puppenwagen): 7,9%
  10. Kinderausstattung (z.B. Buggy, Rutscheauto): 2,6%

Die Begeisterung von heute ist der Ärger von morgen

Aber egal ob Kleidung, Bücher oder Spielzeug - wenn die neuen Schuhe drücken oder das Laufrad ungenutzt in der Ecke steht, droht Ungemach: Fast dreiviertel der Fehlkäufer ärgern sich nach eigenen Angaben über ihren Fehlgriff (73,8%). Knapp 60% von ihnen tun dies übrigens, egal wie teuer das ungeliebte Stück war. 22% gaben an, dass diese Produkte volle Schränke und überquellende Abstell- oder Kellerräume zur Folge haben. Und bei mehr als jedem Zehnten kommt es zu Streit in der Partnerschaft oder der Familie, wenn scheinbar Nutzloses die Regale blockiert oder für ein leeres Portemonnaie sorgt. Denn Fehlkäufe können auch ein Loch in die Haushaltskasse reißen.

Tobias Grieß dazu: „Bei den meisten geht der Fehlgriff zum Glück glimpflich aus. Nur gut 4 Prozent aus der Gruppe der Fehlkäufer geraten in finanzielle Schwierigkeiten. Haben sie zwei Kinder, sieht das schon ganz anders aus: Hier gerät jede zehnte Familie (11 Prozent) aus ihrer Sicht in eine gefühlte, finanzielle Schieflage.“

Baulinks-Beiträge vom 28. und 29. Oktober 2016



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