Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 16.12.2016

Nicht ins Blaue verhandeln

Das Verhandlungsmanagement von deutschen Unternehmen ist derzeit noch wenig systematisiert. Die Mehrzahl der Verhandler agiert in der Regel ohne oder mit ungeeig­neten Zielvorgaben; ein systematisierter Austausch mit Vorgesetzen findet de facto nicht statt; Verhandlungsablauf und Verhandlungsergebnisse werden im Nachgang sel­ten evaluiert - dies sind einige Ergebnisse der Studie „Von der Intuition zum Sys­tem: Verhandlungsmanagement in Unternehmen in Deutschland“, für die das Institut für Konfliktmanagement (IKM) der Europa-Universität Viadrina und das Center for Corporate Skills & Dispute Competence (CODI) der EBS Universität für Wirtschaft und Recht im ersten Halbjahr 2016 knapp 300 Unternehmensvertreter in Deutschland befragt haben.

Die Befragung konzentrierte sich auf drei Themenkomplexe:
  • Den Status quo der Verhandlungspraxis und -kompetenz in den Unternehmen: wie wird in den Unterneh­men verhandelt und wie ist es um die Verhandlungs­kompetenz der Beschäftigten bestellt?
  • Die Qualifikation der Verhandler: welche Initiativen werden von den Unternehmen zur Stärkung der Verhandler-Persönlichkeit ergriffen?
  • Den Grad der systematischen Herangehensweise an Verhandlungen: welche Aktivitäten zur Optimierung der Verhandlungsprozesse werden unternommen?
Die Studie kombiniert einen individuellen und einen organisationalen Fokus. Das Inter­esse gilt zum einem der Person des Verhandlers und zum anderen den institutionali­sierten Rahmenbedingungen für professionelles Verhandeln in den Organisationen.

Eine Professionalisierung des Verhandlungsmanagements setzt nach den Erkenntnissen der Studienherausgeber in erster Linie voraus, dass sich das Verständnis von Verhand­lungen wandelt: Verhandlungen sind in der Regel keine punktuellen Ereignisse, sondern ein prozesshaftes Geschehen.Konkrete, aus den Befragungsergebnissen abgeleitete Handlungsempfehlungen setzen an diesem Gedanken an und sollen Unter­nehmen beim Aufbau eines „negotiation-wise management“ unterstützen: Einer Unter­nehmensführung, die sich der Relevanz wertschöpfenden Verhandelns bewusst ist, dieses Bewusstsein bei der Qualifikation ihrer Beschäftigten berücksichtigt und in die Ausgestaltung von Verhandlungsprozessen einfließen lässt.

Studie kostenlos bestellen

Der ausführliche Studienband mit den detaillierten Studienergebnissen, den Handlungsempfehlungen und den Erläuterungen zu einer Prozess-Spirale der Verhandlungs­professionalisierung kann als kostenfreies PDF-Dokument über die Homepage verhandeln-mit-system.debestellt werden.

Baulinks-Beiträge vom 16.12.2016

Alles wieder gut? Bundesrat will befristete Ausnahmeregelung für HBCD-haltige Dämmstoffe
http://www.baulinks.de/webplugin/2016/1825.php4
Der Bundesrat hat heute auf Antrag der Landesregierung von Nord­rhein-Westfalen die Deklarierung von HBCD-haltigen Dämmstoffma­terialien als „gefährlicher Abfall“ für ein Jahr ausgesetzt. weiter lesen

Nachbesserungen beim EEG stärken Solarenergie- und Kraft-Wärme-Kopplung-Nutzung
http://www.baulinks.de/webplugin/2016/1824.php4
Mit nützlichen Klarstellungen für Photovoltaik-Investoren und verbes­ser­ten Rahmenbedingungen für Solarstromspeicher sowie solare Selbst­ver­sorger wurde am 14. Dezember ein Gesetz mit Nachbesserungen und Änderungen zum EEG im Bundestag verabschiedet. weiter lesen

Tata Steel nutzt EnergyNest aus Heatcrete-Beton zur thermischen Energiespeicherung
http://www.baulinks.de/webplugin/2016/1826.php4
Als einer der weltgrößten Stahlproduzenten betreibt Tata Steel u.a. meh­rere Produktionsstätten in IJmuiden/Niederlande. Bislang wurden hier bei zahlreichen Produktionsprozessen die entstehenden Hochtem­peratur-Abgase zumeist nur in die Atmosphäre geblasen. weiter lesen

Nelskamp und SySpro kooperieren für Energiegewinnung über die Gebäudehülle
http://www.baulinks.de/webplugin/2016/1827.php4
Auf der BAU wollen Nelskamp und SySpro ein neues System für die effi­ziente und wirtschaftliche Energieversorgung von Gebäuden vorstellen - be­stehend aus aktivierten SySpro-Thermowände mit Kerndämmung und dem Nelskamp-Energiedach. weiter lesen

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