Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 14.1.2017

EU-Binnenmarkt ist Voraussetzung für Industrie 4.0

Industrie 4.0 ist ohne den freien Austausch von Daten im EU-Binnenmarkt nicht mög­lich. Der jüngste Vorschlag der EU-Kommission für einen europäischen Rechtsrahmen für den Datenverkehr ist aus Sicht des VDMA ein Schritt in die richtige Richtung. Die EU vermeidet in ihrer Mitteilung vom 10. Januar 2017 eine vorschnelle Regulierung und greift auch die Bedürfnisse mittelständischer Industriebetriebe auf.

„Ein Binnenmarkt für Daten würde eine zentrale Hürde für Industrie 4.0 beseitigen. Maschinen werden in Zukunft immer mehr Daten produzieren, für deren Austausch Unternehmen einheitliche Regeln in Europa brauchen“, erklärt Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA. Wichtig sei der Ansatz der Kommission, dass nicht alle Daten gleich sind. Es könne auch im Einzelfall nichts dagegensprechen, Startups den Zugang zu Informationen über das Wetter oder die Verkehrslage zu erleichtern und damit neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Insbesondere in der Industrie enthalten Maschinendaten aber auch Geschäftsgeheimnisse, die geschützt bleiben müssten!

Als weiteren wichtigen Punkt in der Mitteilung der Kommission sieht der VDMA die Frage der Haftung bei Schäden, die durch autonome Systeme und Maschinen verur­sacht werden. Hier warnt der Verband vor einem vorschnellen Eingreifen der Politik. „Die Kommission sollte abwarten, welche Risiken durch autonome Systeme am Ende wirklich entstehen. Wenn die Politik den Unternehmen schon jetzt zu viele Verpflich­tungen aufdrückt, dämpft das die Bereitschaft in den Betrieben, neue Technologien zu entwickeln“, sagt Brodtmann. „Mit Blick auf die zunehmende Komplexität digitaler Prozesse ist es zwar sinnvoll, die Debatte frühzeitig anzustoßen. Solange es aber keine Gesetzeslücke gibt und Unternehmen die Haftung von autonomen Systemen unter­ein­ander regeln können, brauchen wir keinen Eingriff durch die EU,“ resümiert Brodtmann.

Baulinks-Beiträge vom 13. und 14. Januar 2017



BGH-Urteil zur Barrierefreiheit in Wohnungseigentumsanlagen
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Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass ein einzelner Wohnungsei­gentümer in dem gemeinschaftlichen Treppenhaus grundsätzlich nur dann einen Personenaufzug auf eigene Kosten einbauen darf, wenn alle übrigen Wohnungseigentümer ihre Zustimmung hierzu erteilen. weiter lesen

VDI-Expertenforum im Rahmen der ISH: Barrierefreiheit versus Brand- und Denkmalschutz?
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Für Altbausanierungen, Instandhaltungen oder Modernisierungen gibt es viele gesetzliche Bestimmungen. Sie stehen mitunter in Konflikt mit der Barrierefreiheit. Das VDI-Expertenforum „Barrierefreiheit im Span­nungsfeld zwischen Brand- und Denkmalschutz“ zeigt auf, welche Lösungsmöglich­keiten es gibt. weiter lesen

DGNB Zertifizierung förderfähig nach KfW
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Bauherren, die ein Wohngebäude nach den Anforderungen der Deut­schen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) errichten und zerti­fizieren las­sen, haben künftig die Möglichkeit, einen KfW-Zuschuss für die Bau­be­glei­tung zu erhalten. Pro Bauvorhaben umfasst dieser 50% der förderfähigen Kosten bis maximal 4.000 Euro. weiter lesen

Heribert Jöris neuer ZDB-Geschäftsführer für Sozial- und Tarifpolitik
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Rechtsanwalt Heribert Jöris (53) ist seit 1. Januar 2017 neuer Ge­schäftsführer für Sozial- und Tarifpolitik beim Zentralverband deutsches Baugewerbe (ZDB). Er tritt damit die Nachfolge von Rechtsanwalt Harald Schröer an. weiter lesen

Neuer Chef bei Schiedel
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Alessandro Cappellini folgt Dr. Frank Herrmann mit Wirkung vom 1.1.2017 als Präsident von Schiedel International. Seine Branchen-Kenntnisse und Erfahrungen sammelte der in Rom geborene Betriebs­wirt in verschiedenen Positionen - u.a auch 10 Jahren lang bei der Braas Monier Gruppe, zu der auch Schiedel gehört. weiter lesen

JET-Group übernimmt Xtralite Rooflights Ltd.
http://www.baulinks.de/webplugin/2017/0078.php4
Mit Wirkung ab 14. Dezember 2016 hat die JET-Group 100 Prozent von Xtralite Rooflights Ltd. erworben. Das nord­englische Unternehmen ist einer der größten Hersteller von individuell gefertigten Lichtkuppeln sowie Struk­turverglasung im Vereinigten Königreich. weiter lesen

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