Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 24.6.2017

Amazonisierung des Handels

Damoklesschwert Amazon? Keine Frage, die Relevanz des Onlinegiganten im deut­schen Handel ist nicht mehr wegzudiskutieren. Darum hat sich das ECC Köln in der aktuellen Studie „Cross-Channel - Quo Vadis?“ detailliert mit der Rolle von Amazon im Informations- und Kaufprozess der deutschen Konsumenten auseinandersetzt und dazu 1.500 Konsumenten im März 2017 befragt.

Amazon legt häufig den Grundstock für die Kaufentscheidung

Insbesondere vor einem Onlinekauf ist Amazon für Konsumenten eine wichtige Ent­schei­dungshilfe. Knapp 58% der für die Studie befragten Konsumenten haben sich vor ihrer letzten Onlinebestellung bei Amazon informiert – unabhängig davon, in welchem Online-Shop sie anschließend gekauft haben. Und die Relevanz steigt weiter: Fast zwei Drittel der befragten „Smart Consumer“ (Konsumenten für die das Smartphone die zentrale Rolle im Alltag spielt) haben sich vor dem Onlinekauf bei Amazon informiert.

Der Onlinegeneralist dient dabei vor allem als Preisanker. Knapp 83% der Kon­su­men­ten, die Amazon zur Information genutzt haben, informieren sich vor einer Online­be­stel­lung bei dem Onlinegeneralisten über Preise. Auch die Kundenbewertungen ein­zel­ner Produkte stehen hoch im Kurs: 65% der Konsumenten nutzen laut Studie die Amazon-Kundenbewertungen, um sich vor dem Kauf über ein Produkt zu informieren. Für rund ein Drittel der Konsumenten und nahezu 46% der Smart Consumer sind diese Informationen sogar kaufentscheidend. Selbst die Markenauswahl wird durch Amazon beeinflusst – zukünftig wohl noch stärker als heute. 43% der Smart Consumer, die Amazon als Informationsquelle nutzen, informieren sich im Online-Shop von Amazon darüber, welche Marken in einer bestimmten Produktkategorie angeboten werden.

„Vor allem die Orientierungsfunktion bei Preisen und Marken hat vielfältige Kon­se­quen­zen für Händler und Hersteller. Onlinepreise, die weit über den Amazon-Preisen liegen, sind schlichtweg im Netz nicht konkurrenzfähig. Das Markenthema ist vor allem für Hersteller wichtig, die sicherstellen wollen, bei den Kunden präsent zu sein“, erklärt Dr. Eva Stüber, Leiterin Research & Consulting am IFH Köln.

Jeder zehnte Amazon-Käufer kauft online ausschließlich bei Amazon

Wie stark Amazon im Kaufverhalten bereits verankert ist, zeigt ein Blick auf die Ama­zon-Käufer. Jeder zehnte Amazon-Käufer kauft online bereits heute ausschließlich bei dem Onlinegeneralisten - 45% hauptsächlich. Die Branchenauswertung verrät: Vor allem im Bereich Consumer Electronics und Freizeit & Hobby ist der Onlinegigant bei vielen scheinbar gesetzt. Fast 64% der Amazon-Käufer kaufen Elektronikprodukte ausschließlich oder hauptsächlich bei Amazon – im Bereich Sport & Hobby sind es 62%.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:
  • 57,6% der Konsumenten haben sich vor dem Onlinekauf bei Amazon infor­miert - bei den Smart Consumern sind es 65,2 Prozent.
  • 82,9%, derjenigen Konsumenten, die sich bei Amazon informiert haben, haben auf Preisinformationen zurückgegriffen.
  • 65,2%, derjenigen Konsumenten, die sich bei Amazon informiert haben, haben die Amazon-Kundenbewertungen genutzt.
  • 43% der Smart Consumer haben Amazon als Informationsquelle zu verfügbaren Marken genutzt.
  • Jeder zehnte Amazon-Käufer (9,4%) kauft online ausschließlich bei Amazon, 45,2% hauptsächlich.
  • 10,7% der Amazon-Käufer kaufen Produkte aus dem Bereich Consumer Elec­tro­nics ausschließlich bei Amazon. Im Bereich Freizeit & Hobby sind es 11%.

Baulinks-Beiträge vom 23. und 24. Juni 2017



Nordrhein-Westfalen: BIM im Koalitionsvertrag von CDU und FDP
http://www.baulinks.de/bausoftware/2017/0072.php4
Einstimmig haben die knapp 600 Delegierten des außerordentlichen CDU-Landesparteitags heute (24.6.) dem gemeinsamen Koalitions­ver­trag von CDU und FDP zugestimmt. Auf FDP-Seite haben 97,2% der Mitglieder für den Koalitionsvertrag gestimmt. weiter lesen

Fehlerkosten: deutsche Architekten hoffen auf BIM
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Die Fehlerkosten am Bau sind weiterhin bedenklich hoch - und lange Zeit schien es kein Gegenmittel dagegen zu geben. Vielleicht kann aber nun die Digitalisierung des Planen und Bauens für eine Kehrtwende sor­gen: Aus Sicht von 141 Architekten, die von BauInfoConsult befragt wurden, hat insbesondere BIM das Potenzial, Fehlerkosten deutlich zu reduzieren. weiter lesen

Ressourcenschonung mit BIM ... aus Sicht von Wilos Technologievorstand Dr. Markus Beukenberg
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Im Rahmen der Auftaktkonferenz der „IRBau - Initiative Ressourcen­scho­nende Bauwirtschaft“ sprach u.a. auch Dr. Markus Beukenberg. Der Tech­nologievorstand der Wilo SE thematisierte die Möglichkeiten zur Ressour­censchonung ... und den Beitrag von BIM: weiter lesen

Integrierte Uponor-Softwareumgebung (mobil und stationär) reduziert Planungsaufwand
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Uponor hat sein Softwareangebot rund um die Auslegung von Flächen­temperiersystemen und Trinkwasser-Installationen weiterentwickelt. Dazu zählen HSEmobile, eine neue App für die Schnellkalkulation vor Ort, sowie die überarbeitete Planungssoftware HSEdesktop. weiter lesen

BIM-mäßiges Planen von Trinkwassernetzen nach DIN 1988-300
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Seit Mai 2017 liefert Solar-Computer mit GBIS integral und „Trinkwas­ser­installation DIN 1988-300“ eine neue Software-Generation aus, wel­che das BIM-mäßige Planen von Trinkwasserinstallationen auf Basis von Autodesks Revit unterstützt. weiter lesen

Projektspezifisch ausschreiben - Neuerungen in Bechmann AVA 2017
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Fragt man den Bechmann-Geschäftsführer, was er als Alleinstellungs­merkmal seiner AVA-Software sieht, dann verweist Martin Schuff ins­be­sondere auf die Verknüpfung mit dem hauseigenen BIM-Tool. weiter lesen

Paket 4 von California.pro: Komplettlösung für Kostenplanung, BIM und Abrechnung
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Insbesondere auch in den Bereichen Kostenplanung und AVA können durch BIM markante Zeiteinsparungen erwartet werden. Jetzt bietet das Münchener Unternehmen den Planungsbüros mit dem neuen Paket 4 von California.pro eine Komplettlösung. weiter lesen

Chief Digital Officer (CDO): Digitalisierung immer häufiger Sache der Chefetage
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Unternehmen übergeben die Verantwortung für die digitale Transfor­ma­tion immer häufiger an einen explizit dafür bestimmten Manager: Der globale Anteil der Unternehmen mit einem Chief Digital Officer (CDO) verdreifachte sich zwischen 2015 und 2016 von 6% auf 19%. weiter lesen

Andrew Anagnost neuer Autodesk-Präsident und -CEO
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Das Board of Directors von Autodesk Inc. hat Andrew Anagnost, bisher Interims-Co-CEO sowie Chief Marketing Officer des Unternehmens, mit sofortiger Wirkung zu seinem neuen Präsidenten und CEO ernannt. Er wird zudem Mitglied des Autodesk Board of Directors. weiter lesen

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