Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 4.1.2018

Karlsruher Reallabor wird ausgebaut

Wissen und Handeln: Unter Federführung des KIT soll in Karlsruhe in den kommenden zwei Jahren das „Transformationszentrum für nachhaltige Zukünfte und Kulturwandel“ (KAT) entstehen. Darin sollen mögliche Übergänge zu nachhaltigen Lebens- und Wirt­schaftsweisen im Austausch mit gesellschaftlichen Akteuren und Bürgern entwickelt werden. Neben der Weiterführung laufender Reallaboraktivitäten soll mit dem Trans­for­mationszentrum das Aufgabenspektrum ausgebaut werden und Bildung, Beratung sowie transdisziplinäre Grundlagenforschung das Portfolio des Reallaborsergänzen. Das Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg fördert die Konzeption und Entwicklung des KAT mit 480.000 Euro.


Der Zukunftsraum des Reallabors in der Rintheimer Str. 46 (siehe Google Maps) soll weiterhin der Wissenschaft und der Bürgerschaft als Nachhaltigkeitszentrum im Stadtraum dienen. (Foto: KIT)

„Zu den zentralen Herausforderungen unserer Zeit gehört es, unser Leben und Wirt­schaften klimaverträglich und ressourcenschonend zu gestalten“, stellt Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, fest. „Für einen Hochtechnologie- und Wirtschaftsstandort wie Baden-Württemberg ist das nicht nur eine Notwendigkeit, sondern auch eine große Chance. Ich freue mich, dass sich das KIT dieser Herausforderung weiter widmet.“

„Wissen für die Gesellschaft zu erarbeiten ist Teil der Mission des KIT“, konstatiert Pro­fessor Holger Hanselka klar, der Präsident des KIT. „Mit dem Transformationszen­trum am KIT tun wir den nächsten Schritt, Wissenschaft und Gesellschaft eng miteinander zu verschränken und den intensiven Dialog zu suchen.“

„Sollen Reallabore ihr wissenschaftliches und transformatorisches Potenzial entfalten, kommt es essenziell darauf an, sie langfristig auszurichten und zu institutionalisieren. Diese Herausforderung möchten wir mit dem KAT nun angehen“, so Projektleiter Oliver Parodi vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des KIT.

Das „Karlsruher Transformationszentrum für nachhaltige Zukünfte und Kulturwandel“ soll langfristig den Kulturwandel zu mehr Nachhaltigkeit und den damit verbundenen technischen, sozialen und institutionellen Umbau unserer Gesellschaft unterstützen. Es will...
  • die Lücke zwischen Wissen und Handeln schließen und
  • die Transformation zu nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweisen in besonderer Weise erforschen und erproben.
Dazu begeben sich die Wissenschaftler ins Reallabor, initiieren und beobachten reale Veränderungs- sowie gesellschaftliche Lernprozesse. Sie begleiten etwa...
  • die Energiewende im Quartier,
  • die Einführung neuer Mobilitätssysteme oder klimafreundlicher Konsumformen.
In Reallaboren werden Praktiker aus Kommunen, Sozial- und Umweltverbänden, Unternehmen und der Zivilgesellschaft von Anfang an in den Forschungsprozess einbezogen.

In diesem ergebnisoffenen Prozess soll Wissen entstehen, das in der Praxis etwas be­wirkt. Ausgangspunkt der Entwicklung des KAT sind die Reallaborprojekte „Quartier Zukunft − Labor Stadt“ und „Reallabor 131: KIT findet Stadt“, mit denen das KIT seit mehreren Jahren transformative und transdisziplinäre Forschung in der Karlsruher Ost­stadt betreibt. Mit seinem durchgängig partizipativen und ko-kreativen Ansatz und dem Ziel einer „dichten Nachhaltigkeit“ basierend auf einem elaborierten Nachhaltig­keitskonzept hat das Karlsruher Reallabor inzwischen einen weltweiten Ruf erlangt und wurde unter anderem vom Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung mehrfach ausgezeichnet.

Neben den aus dem Reallabor erwachsenen Interventionen und Beiträgen zur nach­hal­tigen Entwicklung und der dazugehörigen Forschung hat sich das Reallabor-Team am KIT in den letzten Jahren insbesondere auch zur theoretischen und konzeptionellen Weiterentwicklung des Formats „Reallabor“ engagiert. Die dabei erlangten Erkennt­nisse fließen nun wieder in die Konzeption und Realisierung des KAT ein.

Baulinks-Beiträge vom 4. Januar 2018

Neuer Arbeitskreis warnt: „Verbraucher unterschätzen tödliche Gefahr durch Kohlenmonoxid“
https://www.baulinks.de/webplugin/2018/0014.php4
Aktuelle Statistiken kommen zu dem Schluss, dass Kohlenmonoxid-Ver­gif­tungen die häufigsten tödlich verlaufenden Vergiftungen in den Industrie­ländern sind. Allein für Deutschland rechnen Experten jährlich mit bis zu 1.000 Todesfällen durch das gefährliche Gas. weiter lesen

Stiftung Warentest: Gute Rauchmelder für weniger als 20 Euro
https://www.baulinks.de/webplugin/2018/0013.php4
Die Auswahl an guten Rauchmeldern ist groß. Standard-Melder gibt es schon ab 18,90 Euro. Von den 17 Rauchmeldern im aktuellen Test der Stiftung Warentest sind sechs gut, die meisten befriedigend, und zwei fielen mit mangelhaft durch. weiter lesen

Fragen und Antworten vom TÜV und von Siemens zum Thema Brandschutzschalter
https://www.baulinks.de/webplugin/2018/0012.php4
Am 18. Dezember 2017 endete die Übergangsfrist der DIN VDE 0100-420. Demnach sind nun Brandschutzschalter für eine Reihe von An­wen­dungsbe­reichen verpflichtend. Hartmut Knorr, Referent bei der TÜV NORD Aka­de­mie, und Stefan Pirkl, Produkt Business Developer bei Siemens, geben Ant­wort auf die wichtigsten Fragen. weiter lesen

Energieverbrauch 2017 leicht angestiegen
https://www.baulinks.de/webplugin/2018/0011.php4
Der Energieverbrauch lag 2017 in Deutschland bei insgesamt 13.525 Peta­joule (PJ) oder 461,5 Mio. t Steinkohleeinheiten (SKE) und damit um 0,8% höher als im Vorjahr - zu diesem Ergebnis kommen vorläufige Be­rechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen. weiter lesen

BMWi fördert auch 2018 Beratungen zum Energiespar-Contracting
https://www.baulinks.de/webplugin/2018/0010.php4
Das Bundeswirtschaftsministerium hat das Förderprogramm „Bera­tun­gen zum Energiespar-Contracting“ verlängert. Dadurch können sich u.a. Kommunen und KMUs auch 2018 eine Beratung zur Umsetzung von Energiesparprojekte mittels Contracting fördern lassen. weiter lesen

Energielabel jetzt auch für Kaminöfen & Co.
https://www.baulinks.de/webplugin/2018/0009.php4
Seit dem 1. Januar 2018 müssen industriell gefertigte Kaminöfen, Heiz­ka­mine, Kachelöfen mit Heizeinsatz sowie Pelletöfen mit dem Ener­gie­label versehen sein. Davon betroffen sind alle Einzelraumheizgeräte mit einer Nennwärmeleistung unter 50 kW, die gasförmige, flüssige oder feste Brennstoffe in Wärme umwandeln. weiter lesen

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