Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 26.4.2018

ratlos bei MINT-Fächern

Wer mehr Nachwuchs für MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Tech­nik) begeistern will, sollte möglichst früh und offensiv in Schulen und Universitäten ansetzen: Mehr als ein Drittel der Schüler und Studenten, für die ein MINT-Beruf bis­lang nicht in Frage kam, würde eine MINT-Karriere in Erwägung ziehen, wenn sie mehr darüber wüssten. Durch verstärkte Kooperationen von Schulen, Hochschulen und Unternehmen der Technologiebranche ließen sich deutlich mehr MINT-Talente finden und frühzeitig fördern - zu u.a. diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Wirt­schafts­prü­fungs- und Beratungsgesellschaft PwC, für die mehr als 2.000 Schüler und Stu­den­ten an deutschen (Hoch-)Schulen befragt wurden. Demnach hätte sich die Mehrheit der jungen Menschen (je 61% der Schüler und Studenten) mehr Beratung und In­for­ma­tion zu MINT-Berufen gewünscht. Als Hauptgründe gegen eine MINT-Karriere nennen die Befragten...
  • einen Mangel an persönlichem Interesse (75% der Schüler / 76% der Studenten),
  • Schwierigkeit der Ausbildung (23% / 37%) sowie
  • fehlende Kreativität der Fächer (21% / 22%).
Die Brisanz der Ergebnisse zeigt sich im Fachkräftemangel - ein Schwerpunkt bei den heutigen Baulinks-Beiträgen: Laut einer PwC Studie werden in Deutschland bis 2030 zwei Millionen Hochschulabsolventen mit einem Schwerpunkt auf den MINT-Fächern fehlen. Einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zu­fol­ge waren Ende 2017 noch knapp 470.000 Stellen in den MINT-Berufen zu besetzen.

MINT ist spannend, innovativ und kreativ

Die Umfrage verdeutlicht, dass vielen jungen Menschen die wachsende Bedeutung und Kreativität der Fächer gerade im Zusammenhang mit neuen, zukunftsträchtigen Tech­no­lo­gien (bspw. Künstliche Intelligenz, Drohnen, Virtual Reality, Roboter) nicht be­wusst sind. 62% der Schüler haben im Informatikunterricht programmieren gelernt, lediglich 31% etwas über innovative Technologien. Bei Frauen beträgt dieser Anteil lediglich 25%.

Mädchen kaum begeistert von MINT

Junge Frauen sind nach wie vor deutlich zurückhaltender als junge Männer, wenn es darum geht, MINT-Fächer im Abitur oder an der Universität zu belegen: Lediglich 8% der befragten Schülerinnen wählen Physik oder Informatik im Abitur.

Ein ähnliches Bild ergibt sich für die Hochschulen: Der Studie zufolge sind Frauen in MINT-Studienfächern deutlich unterrepräsentiert. Fast jeder zweite Student, aber nur jede vierte Studentin belegt ein MINT-Fach; für Informatik entscheiden sich lediglich zwei Prozent der Studentinnen.

Neues Netzwerk für Tech-Frauen

Die Studie untersucht nicht nur die geringe Präsenz von jungen Frauen in MINT-Be­ru­fen und sondern diskutiert auch Ansätze zur Erhöhung des Anteils weiblicher Fach- und Führungskräfte in diesen Bereichen.

Die zögerliche Haltung junger Menschen und insbesondere von Frauen zu MINT lässt sich dabei u.a. auf einen Mangel vor allem an weiblichen Vorbildern aus der Technologie-Branche zurückführen. Die meisten Befragten, die ein Vorbild nennen können, denken an Steve Jobs. Bill Gates und Elon Musk werden dabei von Männern etwas häufiger genannt als von Frauen. Hingegen fällt nur jedem siebten Befragten spontan überhaupt eine berühmte Frau aus der Technologie-Branche ein.

„Unternehmerinnen und Managerinnen der Tech-Branche sollten als Vorbilder sicht­ba­rer in Erscheinung treten. Dadurch können sie insbesondere jungen Frauen die Attrak­ti­vität, die Innovations- und Kreativitätskraft des Berufs näherbringen und helfen, mehr Schülerinnen für den Berufszweig zu begeistern. Die besten Köpfe für MINT-Berufe zu gewinnen, bildet die Voraussetzung für künftiges Wachstum“, erklärt Su­san­ne Arnoldy, Partnerin bei PwC Deutschland.

Frau Arnoldy ist Mitbegründerin des neuen Digital- und Technologienetzwerkes „wo­men&technology: connected. disruptive. digital.“ von PwC, welches das Potenzial weib­li­cher Fach- und Führungskräfte für neue Technologien stärker ins Rampenlicht rücken will. Die Plattform bietet Unternehmerinnen und Managerinnen die Chance, ge­mein­sam über alle Industriegrenzen hinweg Themen anzugehen, welche die Technologie- und Digitalwelt bewegen, um so gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen des digitalen Wandels zu finden.

Baulinks-Beiträge vom 26. April 2018

FIW-/BuVEG-Studie: Energetische Sanierung könnte 215.000 neue Arbeitsplätze schaffen
https://www.baulinks.de/webplugin/2018/0594.php4
Rund 215.000 zusätzliche Arbeitsplätze könnten im Bauhandwerk ent­ste­hen, wenn zur Erreichung der Klimaziele der Gebäudebestand bis 2050 energetisch modernisiert würde - das hat das FIW im Auftrag des BuVEG er­rech­net. weiter lesen

Energiewende: Allein der SHK-Branche fehlen 2035 rund 46.000 Arbeitskräfte
https://www.baulinks.de/webplugin/2018/0593.php4
Die energiepolitischen Ziele Deutschlands sind hoch gesteckt. Wie sich das auf die Anforderungen der Arbeitswelt innerhalb der Ge­bäu­de­tech­nik auswirkt, hat Prognos im VdZ-Auftrag untersucht. weiter lesen

2017 wurde in Deutschland 4,1% weniger Parkett produziert
https://www.baulinks.de/webplugin/2018/0592.php4
Die deutschen Parketthersteller verzeichnen für das Gesamtjahr 2017 einen Produktionsrückgang. Vor allem Mehrschichtparkett trug mit -4,3% auf knapp 7 Mio. m² zum negativen Gesamtergebnis bei. weiter lesen

MeisterWerke ist zu 100 Prozent bei Hain Natur-Böden eingestiegen
https://www.baulinks.de/webplugin/2018/0591.php4
Die MeisterWerke Schulte GmbH, Anbieter von Hartbodenbelägen aus Meiste im Sauerland, hat das Familienunternehmen Hain Natur-Böden, Spezialist für naturbelassene Holzböden aus Rott am Inn, übernommen. weiter lesen

Immer mehr Bauaufträge führten zu neuem Februarrekord
https://www.baulinks.de/webplugin/2018/0590.php4
Der saison-, arbeitstäglich- und preisbereinigte Auftragseingang im Bau­hauptgewerbe war im Februar 9,9% höher als im Januar. Laut Sta­tis­ti­schem Bundesamt spielten hierbei Großaufträge eine wesentliche Rolle. weiter lesen

Wohnungsbaugenehmigungen Anfang 2018: -2,5% bzw. +1,6% im Vergleich zu 2017
https://www.baulinks.de/webplugin/2018/0589.php4
Von Januar bis Februar 2018 wurde in Deutschland der Bau von ins­ge­samt 49.400 Wohnungen genehmigt. Darunter fallen alle Ge­neh­mi­gun­gen für Baumaßnahmen von neu zu errichtenden sowie an bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden. weiter lesen

ifo Beschäftigungsbarometer: Die Arbeitnehmersuche stößt an ihre Grenzen
https://www.baulinks.de/webplugin/2018/0588.php4
Laut ifo Beschäftigungsbarometer planen deutsche Unternehmen sel­te­ner, neues Personal einzustellen. Der April-Wert sank auf 103,3 Punkte, nach 103,9 Punkten im März. Der Job-Boom der vergangenen Monate kühlt sich also ab. weiter lesen

ifo Geschäftsklimaindex sinkt im April erneut - allerdings nicht am Bau
https://www.baulinks.de/webplugin/2018/0587.php4
Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindex auf ein neues Rekord­hoch gestiegen: Die Baufirmen korrigierten ihre Erwartungen merklich nach oben, während sie ihre aktuelle Lage nahezu unverändert ein­schätz­ten. weiter lesen

Investitionen in Lärmschutz 2016 auf neuem Höchststand
https://www.baulinks.de/webplugin/2018/0586.php4
Die Unternehmen des produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) inves­tierten 2016 nach vorläufigen Zahlen in Deutschland 133,5 Mio. Euro in Sachanlagen zum Lärm- und Erschütterungsschutz. weiter lesen

Ikea ruft Gaskochfeld ELDSLÅGA zurück
https://www.baulinks.de/webplugin/2018/0585.php4
Als Vorsichtsmaßnahme ruft Ikea alle ELDSLÅGA Gaskochfelder zur Reparatur, die vor dem 1. Januar 2018 erworben wurden. Der Maß­nah­me ist wohl eine Untersuchung durch die belgischen Markt­auf­sichts­be­hör­den vorausgegangen. Um das Problem an dem betroffenen Produkt zu lösen, ist eine Reparatur notwendig. weiter lesen

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