Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 9.6.2018

TV-Hinweis: PCB, das vergessene Gift

Jahrzehnte hat man nichts mehr davon gehört, doch Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind nach wie vor in unserem Alltag gegenwärtig; nahezu jeder ist täglich PCB aus­ge­setzt. Die Verwendung dieser gefährlichen Chlorverbindung ist zwar seit mehr als 30 Jahren in Deutschland verboten - wodurch die Chemikalie in Vergessenheit geriet. Doch PCB belastet die Menschen in Deutschland bis heute - nur wissen die wenigsten davon. „betrifft: Das vergessene Gift - wie PCB uns alle belastet“ begibt sich auf Spu­rensuche. Die SWR Dokumentation fragt am Mittwoch, 18. Juli, 20:15 Uhr, im SWR Fernsehen:
  • Warum der Giftstoff auch dreißig Jahre nach seinem Verbot eine Gefahr ist?
  • Wer hat Interesse daran, dass über den Giftstoff kaum noch berichtet wird?
  • Wie kann man sich vor PCB schützen?

Vom „Wundermittel“ zum krebserregenden Gift Städtisches

Gymnasium Ludwigsburg: Eltern, Schüler und Lehrer machen sich große Sorgen um ihre Gesundheit. Der Grund: Im Anbau der Schule wurde Ende 2016 der Giftstoff PCB nachgewiesen. Seit Jahrzehnten lauert das Gift in den Klassenzimmern. Schüler und Lehrer atmen es täglich ein. Aus Sorge um ihre Kinder verlangen engagierte Eltern eine schnelle Lösung von der Stadt. „betrifft“ begleitet die Eltern, zeigt, wie sie immer wieder auf Widerstände und Verharmlosung stoßen, aber auch, ob ihr Einsatz am Ende erfolgreich ist.

Ludwigsburg ist wohl kein Einzelfall. In Deutschland soll es noch hunderte Schulen, Universitäten, Behörden, aber auch Wohnungen in Hochhäusern geben, in denen der Giftstoff steckt. In vielen Betonbauten der Sechziger- und Siebzigerjahre wurde er ver­wendet, denn PCB galt wegen seiner Langlebigkeit jahrzehntelang als Wun­der­mit­tel. Mit PCB wurden Fernster- und Wandfugen elastisch und haltbar. Doch der Giftstoff gast aus den Fugen in die Raumluft aus und gelangt über die Atemluft in den menschlichen Körper. Nachdem man in den 1970er-Jahren entdeckt hatte, dass PCB krebserregend und erbgutschädigend ist, wurde seine Verwendung Ende der 1980er-Jahre verboten. Das bereits verbaute PCB musste jedoch nicht entfernt werden.

Gift mit Spätfolgen: Entwarnung nicht gerechtfertigt

Tausende Tonnen des Giftstoffes PCB wurden beispielsweise in Stromtransformatoren, Kondensatoren von Haushaltsgeräten und in Farbanstrichen verwendet, denn die Che­mi­ka­lie ist schwer entflammbar, nicht elektrisch leitend und vor allem extrem lang­le­big. Wegen ihrer Langlebigkeit findet man sie bis heute überall, denn der Giftstoff hat sich durch die Ausgasung in der Umwelt ausgebreitet und angereichert. Fachleute sagen, selbst wer in nicht belasteten Räumen arbeitet - also jeder Mensch in Deutschland - nimmt PCB täglich über die Nahrung auf.

Raumluft-Grenzwerte veraltet und viel zu hoch

Von offizieller Seite gibt es Beschwichtigungen und Entwarnung - wahrscheinlich zu Unrecht. Denn PCB baut sich kaum ab, es handelt sich um ein Langzeit-Gift - seine Auswirkungen zeigen sich oft erst nach vielen Jahren. Zwar wurden Raumluft-Grenz­wer­te festgelegt. Doch laut Experten bieten sie keinen ausreichenden Schutz vor dem toxischen Erbe von PCB, weil sie veraltet und viel zu hoch seien. Wissenschaftler for­dern deshalb eine aktuelle Anpassung der Grenzwerte an die der WHO sowie sys­te­ma­ti­sche Maßnahmen, um das Gift aufzuspüren und zu beseitigen. Bisher ist kaum etwas umgesetzt worden. Politik und Behörden sehen keinen Handlungsbedarf, stattdessen geben sie immer wieder Entwarnung.

Baulinks-Beiträge vom 8. und 9. Juni 2018

Schachtabdeckungen aus barfußfreundlichem Faserverbundwerkstoff in jeder RAL-Farbe
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Industriebetriebe, Chemieparks, Häfen, Sportstätten, Biergärten oder pri­va­te Vorgärten: Zugänge zu einer unterirdischen Infrastruktur finden sich überall, und ihr „Front-End“ sind mehr oder weniger hübsche Schacht­ab­de­ckungen. weiter lesen

Modulares, Starkregen-taugliches Straßenablaufsystem neu von Wavin
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Um den aktuell unübersehbaren klimatischen Veränderungen der Um­welt wirkungsvoll begegnen zu können, hat Wavin ein modulares Stra­ßen­ab­lauf­sys­tem in sein Programm aufgenommen. Mit ihm sollten sich selbst extreme Niederschlagsmengen problemlos bewältigen lassen. weiter lesen

Weiterentwickeltes AwaDock zur dichten Anbindung von Hausanschlüssen an Kanalrohre
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Jeder vierte Liter in Abwasserkanälen ist auf Fremdwassereintritt zu­rück­zu­füh­ren. Dabei ergeben sich durch seitliche Anschlüsse von Haus­an­schluss- und Nebenrohrleitungen die größten Probleme. weiter lesen

Neue Retentionsrinne BIRCOmax-i zeigt Größe und nutzt neue Bauform
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Mit der neuen Retentionsrinne BIRCOmax-i will Birco laut eigenen Aus­sa­gen den Tiefbau revolutionieren. Die stahlbewehrte Betonrinne ist die größte ihrer Art und sollte Großflächen auch bei Starkregenereignissen schnell und effektiv entlasten können. weiter lesen

Xtra - ein neues Label im Bereich Regenmanagement von Birco
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Mit den sich verschärfenden Umweltbedingungen wachsen auch die Anforderungen an Entwässerungssysteme: Sie müssen Stark­re­gen­er­eig­nisse bei zunehmender Flächenversiegelung sicher bewältigen können. weiter lesen

Rinnen für die flexible Verlegung von Kabeln und Leitungen
https://www.baulinks.de/webplugin/2018/0848.php4
Wie lassen sich Versorgungs- und Informationskabel in In­dus­trie­an­la­gen, in Sportstätten oder Messehallen installieren? Herausfordernd ist die meist temporäre, rasch wechselnde Nutzung dieser Orte. Hier dür­fen die Lei­tun­gen eben nicht „für die Ewigkeit“ verlegt werden. weiter lesen

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