Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 6.5.2019

Alarmierende Öko-Inventur

Die siebte Vollversammlung des Weltbiodiversitätsrats (englisch: Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services / IPBES, twitter.com/IPBES) endete in Paris mit der Verabschiedung der IPBES-Studie zum ökologischen Zustand der Erde. Der globale Zustandsbericht des IPBES wurde am 6. Mai in Paris der Öffentlichkeit vorgestellt. 150 Wissenschaftler aus 50 Ländern haben darin auf mehr als 1.000 Seiten die aktuellen Ergebnisse zusammengetragen. Demnach sind bei­spiels­wei­se inzwischen mehr als 25% der untersuchten Tier-und Pflanzengruppen durch Eingriffe des Menschen bedroht - mehr als je zuvor. Innerhalb weniger Jahrzehnte könnten etwa eine Million Arten verschwinden. Als Treiber des rapiden negativen Wan­dels in der Natur identifiziert der IPBES-Bericht für die letzten 50 Jahre das massive Eingreifen des Menschen in die globalen Ökosysteme, vor allem durch...
  • Intensivierung der Landwirtschaft,
  • Abholzung der Wälder und
  • Ressourcenabbau.

Die Wissenschaftler bestätigen außerdem, dass die anhaltende Erderhitzung im Rah­men des Klimawandels die Probleme in den Ökosystemen weiter verschärfe, ins­be­son­dere ...
  • in den Savannen, die trockener werden,
  • in den Korallenriffen, die ausbleichen, und
  • in den Polregionen, die wärmer werden.
Der IPBES verdeutlicht: Nicht eine wissenschaftliche Vorhersage und nicht mal ein Szenarium bis 2050 gibt eine komplette Entwarnung. Am verheerendsten für die Natur und die biologische Vielfalt der Erde wäre aber ein „business as usual“ mit an­hal­ten­dem Wirtschaftswachstum.

Eberhard Brandes, geschäftsführender Vorstand des WWF Deutschland, bezeichnet den Bericht als „alarmierende Öko-Inventur der Erde, die alle Menschen, insbesondere in Politik und in Unternehmen, zum beherzten Handeln verpflichtet.“ Der IPBES-Bericht zeige, dass der Raubbau an der Natur immer schneller voranschreitet. „Wir müssen schleunigst die Reißleine ziehen“, ordnet Herr Brandes die Ergebnisse ein. „Das Para­dig­ma vom ewigen und alternativlosen weltweiten Wirtschaftswachstum ohne Rück­sicht auf die Leistungsfähigkeit der Natur führt in die ökologische Sackgasse und raubt Gesellschaften und Wirtschaft jedwede Zukunftschance. Wir müssen deshalb schleu­nigst beginnen, in den natürlichen Grenzen der Erde zu wirtschaften. Dazu gehört, dass wir zügig unsere Finanz- und Wirtschaftssysteme auf Nachhaltigkeit umstellen.“

Der WWF unterstützt daher die Vorschläge des IPBES-Berichts nach einem radikalen Wandel des menschlichen Wirtschaftens und Konsumverhaltens, der Nah­rungs­mit­tel­pro­duk­tion und des weltweiten Handels. „Deutschland als erfolgreiche Industrienation muss sich endlich an die Spitze einer weltweiten Bewegung für eine zukunftsfähige Wirtschaft stellen“, so Eberhard Brandes vom WWF. „In 2030 müssen wir wieder mehr statt weniger Natur haben.“

Baulinks-Beiträge vom 6. Mai 2019

EY-Parthenon Hochbauprognose: Hohes Auftragsniveau sorgt auch 2019 für Wachstum
https://www.baulinks.de/webplugin/2019/0552.php4
Der deutsche Hochbau kann 2019 mit einem Wachstum von 2,3% rech­nen. Das liegt im Wesentlichen an dem Nachfrageüberhang, der auch in den Folgejahren noch positive Auswirkungen haben wird - zu diesem Schluss kommt EY-Parthenon. weiter lesen

Heißgelagertes Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) mit eigenem RAL Gütezeichen
https://www.baulinks.de/webplugin/2019/0551.php4
Zukunftssicherung ist einer der Hauptgründe für die Einführung des neuen RAL Gütezeichens ESG-HF. Der Bundesverband Flachglas und die Güte­ge­mein­schaft Flachglas wollen damit sicherstellen, dass heiß­ge­la­ger­tes Ein­schei­ben-Sicherheitsglas auch in Zukunft mit geprüfter Sicher­heit ver­wen­det werden darf. weiter lesen

Lebensdauer von Vakuum-Isolierglas
https://www.baulinks.de/webplugin/2019/0550.php4
Zur Jahrtausendwende schien Vakuum-Isolierglas (VIG) das Produkt der Zukunft zu werden. Allerdings scheiterte die breite VIG-Etablierung schon bevor es richtig los ging u.a. an der Verfügbarkeit,den kleinen herstellbaren Abmessungen sowie am fehlenden Nachweis der Dauer­haf­tig­keit. weiter lesen

RMB/Energie liefert BDR Thermea-Group künftig BHKW-Geräte
https://www.baulinks.de/webplugin/2019/0549.php4
Nach zweijährigen Verhandlungen haben der norddeutsche BHKW-Her­stel­ler RMB/Energie und die internationale BDR Thermea-Group im Rahmen der ISH in Frankfurt einen Kooperationsvertrag besiegelt. weiter lesen

5% weniger verkaufte Feuerstätten
https://www.baulinks.de/webplugin/2019/0548.php4
Laut dem Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) ist die Anzahl der in Deutschland verkauften Feuerstätten im vergangenen Jahr auf 300.000 Geräte gesunken - was einem Rückgang von 5% gegenüber 2017 entspricht. weiter lesen

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