Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 28.5.2019

Umweltbewusstseinsstudie

Der Stellenwert von Umwelt- und Klimaschutz ist in der Be­völ­kerung in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Das ist ein Ergebnis der Umweltbewusstseinsstudie, die Bun­des­um­welt­ministerin Svenja Schulze und die Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA) Maria Krautzberger am 28. Mai vorgestellt haben. Die Bevölkerung ist demnach mehrheitlich der Ansicht, dass relevante Akteure (Industrie, Bund, Kom­munen) noch nicht genug für den Umwelt- und Klimaschutz tun - und sieht dabei auch ihr eigenes Engagement als Bür­ger kritisch. Mit der Umweltbewusstseinsstudie untersuchen Bundesumweltministeriumund UBA alle zwei Jahre, wie sich das Umweltbewusstsein und Umweltverhalten der Deutschen entwickelt. Für die aktuelle Studie wurden in der zweiten Jahreshälfte 2018 rund 4.000 Personen befragt.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Menschen Umweltschutz als Aufgabe aller Politikbereiche ansehen. In den Bereichen Landwirtschaft und Mobilität gebe es eine große Lücke zwischen dem Wunsch der Befragten, Umwelt- und Klima möglichst wenig zu belasten, und den wahrgenommenen Schwerpunkten der Politik in diesen Berei­chen. Mit den Zielen der Energiewende sind die meisten der Befragten weit­ge­hend einverstanden. Gleichzeitig ist die Mehrheit der Auffassung, dass die Energiewende zügiger gestaltet werden muss.

Rund zwei Drittel (64%) der Menschen in Deutschland schätzen Umwelt- und Klima­schutz als eine sehr wichtige Herausforderung ein - 11 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2016. Gerade in den Bereichen Landwirtschaft, Verkehr, Bau und Energie wünscht sich eine Mehrheit der Befragten, dass Umweltbelange eine übergeordnete Bedeutung einnehmen.

Der Zustand der Umwelt in Deutschland wird deutlich schlechter bewertet als in früheren Umfragen. Nur noch 60% der Befragten bewerten ihn als gut, bei der letzten Befragung waren es noch 75%. UBA -Präsidentin Krautzberger erinnert: „Der extrem trockene letzte Sommer machte die Folgen des Klimawandels auch in Deutsch­land erlebbar. Das Insektensterben, die Diskussion um die Luftqualität in den Städten oder der Plastikmüll in den Meeren zeigen, wie sehr unsere natürlichen Lebens­grund­la­gen gefährdet sind. Auch ich verstehe die Befragungsergebnisse als einen Aufruf an alle, das Handeln deutlich stärker an Umweltaspekten auszurichten.“

Die gestiegene Erwartungshaltung der Bevölkerung zeigt sich auch darin, dass das Handeln aller relevanten Akteure für Umwelt- und Klimaschutz schlechter bewertet wird als in früheren Erhebungen: So sind zufirden mit dem Engagement...
  • der Industrie nur 8% („tut genug“/„tut eher genug“),
  • der Bundesregierung 14%,
  • der Städte und Gemeinden 24% und mit dem
  • der Umweltverbände 71%.
Auch ihr eigenes Engagement beurteilen die Bürger kritisch: Nur 19% der Befragten finden, dass die Bürger genug oder eher genug tun, vor zwei Jahren waren es mit 34% deutlich mehr.

drei Schwerpunktthemen

Energie: Eine bemerkenswert hohe Zustimmung gibt es zu den Zielen und Strategien der Energiewende: 95% finden die Steigerung der Energieeffizienz durch neue Tech­no­lo­gien für das Gelingen der Energiewende wichtig, 92% den Ausbau der erneuerbaren Energien. Gleichzeitig sind 81% der Meinung, dass die Energiewende zu langsam vor­an­geht und 76% kritisieren, dass die Kosten der Energiewende zu ungleich verteilt seien.

Landwirtschaft: 68% der Befragten wünschen sich, dass Umwelt- und Klimaaspekte in der Landwirtschaftspolitik eine übergeordnete Rolle spielen. Für die zukünftige Ent­wicklung der Landwirtschaft sind der Studie zufolge möglichst geringe Umwelt- und Klimabelastungen am wichtigsten (von 45% der Befragten auf Rang 1 gesetzt), gefolgt von der Versorgung mit vielfältigen, hochwertigen und gesunden Lebensmitteln (von 43% auf Rang 1 gesetzt). Allerdings haben die Befragten mehrheitlich (86%) den Ein­druck, dass sich die Landwirtschaftspolitik an den Interessen der Industrie orientiert. Dass sich die aktuelle Agrarpolitik am Umwelt- und Klimaschutz orientiert, meinen nur 22% der Befragten.

Verkehr: Umwelt- und Klimaschutz sollte nach Meinung von mehr als der Hälfte (53%) der Befragten auch in der Verkehrspolitik eine übergeordnete Bedeutung ein­neh­men. Im Detail ist den Befragten für die Entwicklung des Verkehrs am wichtigsten, dass Umwelt und Klima möglichst wenig belastet werden (von 50% auf Rang 1 ge­setzt). Ebenfalls sehr wichtig ist, dass alle Menschen ihre Wege im Alltag bequem und kostengünstig zurücklegen können (von 40% auf Rang 1 gesetzt). Auch hier meint mit 89% jedoch eine Mehrheit der Befragten, die aktuelle Verkehrspolitik orientiere sich an den Interessen der Wirtschaft. Nur 27% haben den Eindruck, die Verkehrspolitik orien­tiere sich an den Interessen der Bürger, und lediglich 21% meinen, sie orientiere sich am Umwelt- und Klimaschutz.

Die Studie ist als PDF-Dokument hier downloadbar.

Baulinks-Beiträge vom 28. Mai 2019

Für den Wettbewerb „Auf IT gebaut“ werden wieder beste Bautalente gesucht
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Der Wettbewerb „Auf IT gebaut - Bauberufe mit Zukunft“ will auch in die­sem Jahr die besten digitalen Nachwuchstalente küren. In den zu­rück­lie­gen­den Jahren wurden 193 Arbeiten prämiert und insgesamt 386.500 Euro an Preisgeldern vergeben. weiter lesen

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„BIM-Prozess kompakt“ fasst die wesentlichen BIM-Grundlagen ver­ständ­lich zusammen. Anhand zahlreicher Grafiken und einer über­sicht­li­chen Prozesskarte wird die Planungsmethode BIM praxisnah ver­deut­licht. weiter lesen

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Der Softwarehersteller aRES Datensysteme hat die 2019er Generation der cseTools für AutoCAD und BricsCAD freigegeben - mit einigen Neuerungen und Verbesserungen. weiter lesen

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Von welchen Vorzügen profitieren Unternehmen entlang der Wert­schöp­fungs­kette Bau bei einer durchgängig modellorientierten Arbeitsweise auf Basis neuer Prozesse? RIB-Experten und iTWO-Anwender wollen diesen Fragen am 26.6. in Stuttgart auf den Grund gehen. weiter lesen

Ausstellerinteresse an der digitalBAU im Februar 2020 übertrifft Erwartungen
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Vom 11. bis 13. Februar 2020 wird die Messe Köln für drei Tage zu einem Treffpunkt der Bausoftwarebranche. In den Zwischenjahren der Münchner BAU soll mit der digitalBAU eine wichtige Dialogplattform für Architekten, Ingenieure, Fachplaner, Handwerker und die gesamte digitalaffine Bau­industrie geschaffen werden. weiter lesen

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