Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 26.7.2019

Vermeintlich ökologische Produkte taugen nichts

„Lassen Sie die Finger von Bambusbechern“, heißt es in der August-Ausgabe der Zeit­schrift test. Aus mehr als der Hälfte der getesteten Becher gehen sehr hohe Mengen Schadstoffe ins Getränk über. Die übrigen Becher erwecken fast alle mit falschen Wer­be­ver­spre­chen den Eindruck, ein reines Bambusprodukt zu erwerben oder der Umwelt einen Dienst zu erweisen. Keinen ökologischen Fortschritt bieten laut Stiftung Waren­test auch Wasch­nüsse und -kastanien. Sie waschen miserabel, lassen die Wäsche vergrauen und die Waschmaschine verkalken.

Käufer von Bambusbechern bekommen den Eindruck, sie würden ein reines Natur­pro­dukt erwerben. Tatsächlich bestehen die Coffee-to-go-Becher zwar aus zermahlenen Bambusfasern, die Tester fanden aber in allen Bechern auch Melaminharz, einen Kunststoff, der sich aus Formaldehyd und Melamin zusammensetzt. In vier der zwölf Becher fanden sich bereits nach der dritten Befüllung mit einem Heißgetränk sehr hohe Gehalte von Melamin in der Flüssigkeit, in drei weiteren nach der siebten Befüllung. Auch Formaldehyd fanden die Tester in teils hohen Mengen. Die Schadstoffe gelangen auch nach längerer Nutzung noch in die Getränke. Melamin steht im Verdacht, Er­kran­kungen im Blasen- und Nierensystem zu verursachen. Formaldehyd kann Haut, Atem­wege oder Augen reizen sowie beim Einatmen Krebs im Nasen-Rachenraum verursachen - siehe auch test.de/bambusbecher.

Waschnüsse und -kastanien sollen ohne chemische Zusätze sauber waschen. Im Ver­gleich zu einem guten Colorwaschmittel fallen die alternativen Produkte allerdings durch. Die Wäsche vergraut rasant und Nüsse und Kastanien schaffen es nicht, Flecken zu entfernen. Auch ökologisch sind sie kein Fortschritt. Sie waschen so schlecht, dass Nutzer vermutlich einen neuen Waschgang durchführen – mit erneutem Strom- und Wasserverbrauch. Vergraute Textilien werden vermutlich unnötig schnell entsorgt. Bei hartem Wasser kann außerdem die Waschmaschine schnell verkalken, weil die Mittel keine Wasserenthärter enthalten - siehe auch test.de/waschnuesse.

Baulinks-Beiträge vom 26. Juli 2019

Verhältnismäßig? Ablesedienste im Fokus der Marktbeobachtung
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Der Marktwächter Energie, ein Projekt der Verbraucherzentrale Bun­des­ver­band in Zusammenarbeit mit Verbraucherzentralen aus 14 Bun­des­län­dern, hat über 1.600 Heizkostenabrechnungen geprüft und nahm dabei die Kos­ten der Ablesedienste in den Blick. weiter lesen

Techem engagiert sich für den digitalen Heizungskeller
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Digitalisierung, Vernetzung, künstliche Intelligenz (KI) und Predictive Maintenance findet man derzeit in deutschen Heizungskellern selten bis gar nicht. weiter lesen

Heizlastberechnung „to go“ nun nach Berechnungsverfahren B
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Resideo hat die Honeywell Home-Heizlastberechnungs-App aktualisiert, um Planern und Installateuren den hydraulischen Abgleich zu erleich­tern. Zu­dem erfüllt sie nun nach dem Update bei der Berechnung der Heizlast alle Anforderungen des Verfahrens B. weiter lesen

Nächste Version(en) der Gebäudemanagementplattform Desigo CC von Siemens
https://www.baulinks.de/webplugin/2019/0969.php4
Die Siemens-Division Smart Infrastructure stellte eine neue Version der integrierten Gebäudemanagementplattform Desigo CC vor. Zu den High­lights der Version 4 zählen u.a. Konnektivitätsverbesserungen und Ener­gie­ma­na­ge­ment­funktionen. weiter lesen

Wärmemengenzähleranbausatz mit Differenzdruckregler bei vier und mehr Heizkreisverteilern
https://www.baulinks.de/webplugin/2019/0968.php4
Insbesondere in größeren Wohnanlagen mit mehreren Heiz­kreis­ver­tei­lern für Fußbodenheizungen treten mitunter Betriebszustände auf, bei denen auch ein korrekt ausgeführter hydraulischer Abgleich an seine Grenzen stößt. weiter lesen

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