Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 20.10.2019

Trendwende am Wohnmarkt

Eine aktuelle Analyse der Angebotsmieten in allen 80 deutschen Großstädten von immowelt.de kommt zu dem Schluss, dass die Mieten...
  • in 7 deutschen Großstädten im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind und
  • in 10 Städten konstant blieben sowie
  • in jeder 2. deutschen Großstadt (41 von 80) seit 2018 nur noch moderat um bis zu 3% ansteigen.

Stabilisierung des Mietmarktes

Inzwischen leben 73% der deut­schen Großstadtbevölkerung in einer Stadt, in der sich der Wohnungsmarkt entspannt - so die Erkenntnis von immowelt.de. In der Analyse wurden Angebotsmieten für Wohnungen zwischen 40 und 120 m² in allen 80 deut­schen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern untersucht.

„Nach einem Jahrzehnt, in dem die Mietpreise in deutschen Großstädten rapide ange­stie­gen sind, zeichnet sich eine Stabilisierung des Mietmarktes ab“, konstatiert Prof. Dr. Cai-Nicolas Ziegler, CEO der Immowelt. „In drei Viertel der deutschen Großstädte beruhigt sich der Mietmarkt. Weiterhin wird es aber trotzdem vorerst schwer bleiben, eine Mietwohnung im günstigen Segment zu finden.“

Größere Steigerungen noch in 22 Städten

Das Preisniveau scheint vielerorts ausgereizt, sodass die abgerufenen Mieten zu­neh­mend stagnieren. In 58 der 80 deutschen Großstädte hat sich der Mietmarkt beruhigt. In 22 Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern stieg der mittlere Quadratmeterpreis im Vergleich zum Vorjahr aber immer noch um 4 oder mehr Prozent an. 2018 waren mit 52 Städten noch mehr als die Hälfte der Großstädte hierzulande von einem Wachstum von 4 oder mehr Prozent gegenüber 2017 betroffen.

Diese beginnende Trendwende am Wohnungsmarkt lässt sich nicht regional eingrenzen.
  • Ein Rückgang der Angebotsmieten trifft in Freiburg im Breisgau (-2%) ebenso zu wie in Darmstadt (-4%) oder in Rostock (-10%). Ansonsten fallen aber vor allem kleinere Städte zwischen 100.000 und 200.000 Einwohnern in diese Kategorie.
  • Im Feld der Städte mit einem konstanten Quadratmeterpreis im Vergleich zum Vorjahr finden sich aber bereits 7 von 10 Städten jenseits der Marke von 200.000 Einwohnern: Unter anderem in Lübeck, Karlsruhe und Bremen sind die Mieten nicht gestiegen.
  • In die weitaus größte Gruppe fallen Städte mit moderaten Zuwächsen von maximal 3 Prozent. Dazu zählen die Metropolen Berlin (+3%) und Hamburg (+1%) ebenso wie bedeutende Regionalzentren wie Frankfurt am Main, Dort­mund (je +3%) und Hannover (+1%).
  • Noch habe der Trend aber nicht alle Städte erreicht: In Stuttgart (+7%), Mün­chen (+5%) und Köln (+4%), steigen die Mieten vorerst weiter.
  • Den größten Zuwachs gab es in Potsdam (+13%). Dieser dürfte sich vor allem durch die Nähe zu Berlin erklären: Die zuletzt stark gestiegenen Preise in der Hauptstadt sorgen dafür, dass sich Suchende auch vermehrt im angrenzenden Potsdam umschauen.
Die Abschwächung des Mietenwachstums trifft laut immowelt.de immer größere Bevölkerungsschichten: 13% der Großstadtbevölkerung lebt in einer der Städte, wo die Mieten zurückgingen oder konstant blieben. Rechnet man die Städte hinzu, in denen nur ein moderates Wachstum vorlag, kommt man auf 73% der Städter, für die sich eine Entspannung des Wohnungsmarktes abzeichnet. Im Jahr zuvor traf dies nur auf 27% der Großstadteinwohner zu.

Baulinks-Beiträge vom 20. Oktober 2019

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