Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 21.11.2019

Schadstoffe in Lichterketten

Weihnachtszeit - Lichterzeit: Viele Menschen dekorieren in der dunklen Jahreszeit ihre Wohnungen und Gärten mit Lichterketten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat sich die Frage gestellt, ob der Einsatz von Lichterketten unbedenklich ist. Das Ergebnis: Weihnachtsbeleuchtung enthält große Mengen an gesundheits- und umweltschädlichen Chemikalien. Das ist das Resultat einer Testreihe, die der BUND im Herbst 2019 durchgeführt hatte. Stichprobenartig wurden vier Lichterketten oder -schläuche bei namhaften Online-Händlern erworben und von einem externen Labor auf bedenkliche Phthalate und Chlorparaffine getestet, die als Weichmacher für PVC zum Beispiel in Kabelummantelungen dienen. In drei von vier Lichterketten konnten die Schadstoffe in erheblichen Konzentrationen nachgewiesen werden. Dies ist umso alarmierender, da der Einsatz von Phthalaten und Chlor­pa­raf­finen in Elektrogeräten EU-weit verboten ist.


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„Mit einem solch erschreckenden Ergebnis haben wir nicht gerechnet“, erklärt Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender. „Wir fordern die Hersteller der belasteten Produkte, namentlich Hellum, Salcar GmbH und Globo auf, ihre Lichterketten umgehend vom Markt zunehmen, um so zu verhindern, dass noch mehr dieser gesundheitsschädlichen Leuchtmittel in den Vertrieb gelangen.“

Der BUND hat die Testergebnisse an die zuständigen Bezirksbehörden weitergeleitet und diese aufgefordert, das Schnellwarnsystem der EU (RAPEX) zu aktivieren. Bandt weiter: „Mit einem Produktrückruf allein ist es nicht getan. Hersteller von All­tags­pro­duk­ten müssen offenlegen, welche Chemikalien in ihren Produkten eingesetzt werden - so wie es bei Kosmetik bereits der Fall ist. Hier ist auch die Politik gefordert endlich für mehr Transparenz zu sorgen.“

grundsätzliches Problem

Die Ergebnisse dieses Tests weisen nach Auffassung des BUND auf ein grundsätzliches Problem bei der Produktion von Gütern hin. „Die Ergebnisse zeigen wieder einmal, dass viele Unternehmen ihre Lieferkette nicht im Griff haben“, so Ulrike Kallee, Schad­stoff-Expertin des BUND. „Händler und Produkthersteller müssen ihren Lieferanten endlich klare Vorgaben machen und die Ware regelmäßig auf Schadstoffe überprüfen. Die eingesetzten Chemikalien belasten nicht nur die menschliche Gesundheit, sondern auch die Umwelt - bei uns und in den Produktionsländern.“

Baulinks-Beiträge vom 21. November 2019

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