Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 11.09.2020

Streaming via Glasfaser fast 50-mal effizienter als UMTS

Für Videostreaming in HD-Qualität entstehen je nach Übertragungstechnik unter­schiedlich viel Treibhausgasemissionen. Der Anteil an den CO2-Emissionen durch die Datenverarbeitung im Rechenzentrum ist dabei mit jeweils 1,5 Gramm CO2 pro Stunde relativ gering. Entscheidend für die Klimaverträglichkeit von Cloud-Diensten wie Video­streaming ist hingegen, mit welcher Technik die Daten von dort zu den Nutzerinnen und Nutzern übertragen werden. Dabei können je nach Art der Datenübertragung Treibhausgasemissionen in erheblichem Umfang eingespart werden. Dies zeigen erste Forschungsergebnisse im Auftrag des Umweltbundesamtes.

Die geringste CO2-Belastung entsteht, wenn das HD-Video bis nach Hause über einen Glasfaser-Anschluss gestreamt wird, mit lediglich 2 Gramm CO2 je Stunde Video­strea­ming für Rechenzentrum und Datenübertragung. Bei Kupferkabel (VDSL) sind es 4 Gramm. Bei einer Datenübertagung mit UMTS (3 G) sind es hingegen 90 Gramm CO2 pro Stunde. Erfolgt die Datenübertragung stattdessen mit 5G Übertragungstechnik sollten nur etwa 5 Gramm CO2 je Stunde emittiert werden. Nicht berücksichtigt wird bei dieser Berechnung der Stromverbrauch des Endgeräts.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze sagte dazu: „Die neuesten Erkenntnisse zeigen uns nun: Klimaverträgliches Streaming ist möglich, wenn man es richtig anstellt und den richtigen Weg zur Datenübertragung wählt. Aus Umweltsicht ist es eine gute Idee, mehr öffentliche WLAN Hotspots einzurichten, denn das ist klimafreundlicher als Streaming im Mobilfunknetz. Im richtigen Netz und mit effizienteren Rechenzentren wächst auch der Klima-Vorteil, den Home-Office und Videokonferenzen für den Klimaschutz haben können.“

Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes, konstatierte: „Wer zu Hause über Glasfaser oder VDSL streamt, kann dies mit gutem Klimagewissen tun. Doch die Datenmengen, die uns umgeben, werden in den nächsten Jahren stetig wachsen, ob vernetztes Fahren, Heimkino oder Video-Konferenzen. Daher ist es wichtig, die klima­freund­lichsten Übertragungswege zu finden. Unsere Forschung zeigt, dass wir ver­stärkt in den Ausbau der Glasfasernetze investieren sollten. Aus Klimaschutzsicht ist auch die neue 5G-Überrtagungstechnik vielversprechend.“

Immer mehr Menschen nutzen Cloud-Dienste. Durch die Corona-Pandemie ist der Bedarf weiter gestiegen: Die Nutzung von Streaming-Diensten und Cloud-Gaming hat sich etwa von Februar bis März 2020 um 30% erhöht. Im März 2020 wurde am welt­weit größten Internetknoten in Frankfurt/Main (DE-CIX) ein Spitzenwert von 9,16 TBit (Terabit) Datendurchsatz pro Sekunde gemessen. Das entspricht der gleichzeitigen Übertragung von mehr als zwei Millionen HD-Videos und ist der höchste Wert, der dort je gemessen wurde.

Über die Klimawirkung von Cloud-Diensten wie Videostreaming oder Online-Daten­spei­che­rung lagen bislang keine belastbaren Zahlen vor. Bisherige Studien kamen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Das lag zum Teil an unterschiedlichen Methoden oder verwendeten Daten. Alle Studien haben jedoch gemeinsam, dass die Ergebnisse auf Rechenmodellen und Annahmen statt auf realen Messdaten beruhen. Mit den aktuellen Daten des Umweltbundesamtes zur Umweltbelastung von Cloud-Diensten lässt sich der CO2-Fußabdruck von datenintensiven Anwendungen wie Videostreaming, Video-Konferenzen und Online-Datenspeicherung realitätsnäher als bisher ermitteln. Für die Datenerhebung wurde u.a. bei einem großen Streaming-Rechenzentrum gemessen.

Die Studie betrachtete außerdem das Datenvolumen für verschiedene Video-Auf­lö­sun­gen. Eine Übertragung in Ultra-HD-Auflösung auf dem TV benötigt dabei die zehnfache Menge einer HD-Qualität, nämlich 7 GB pro Stunde statt 700 MB pro Stunde. Ver­brau­cher können CO2-Emissionen einsparen, indem der Film mit einer geringeren Auf­lö­sung angesehen wird. Für Geräte mit kleinem Display ist der Qualitätsunterschied für das menschliche Auge ohnehin nicht wahrnehmbar. Ein Webseitenbetreiber, der Videos auf seiner Seite darstellt, sollte die Autoplay-Funktion standardmäßig auf „Aus“ stellen, um Daten und CO2 zu sparen.

Baulinks-Beiträge vom 10. September 2020

Update des Scrigno Produktkatalogs zu Schiebetüren
https://www.baulinks.de/webplugin/2020/1531.php4
Das umfangreiche Produktsortiment der Konzernmutter Scrigno spa wurde an die Bedürfnisse des deutschen Marktes angepasst. Darüber hinaus wur­den einige Ausführungsvarianten speziell für Deutschland entwickelt. weiter lesen

Geschwungene Schiebetür von Eclisse mehr als ein Eyecatcher
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Wer beim Innenausbau auf der Suche nach einem besonderen Highlight ist und das Außergewöhnliche liebt, wird vielleicht bei dem Schiebe­tür­system Circular vom Hersteller Eclisse fündig. Mit Circular lassen sich gebogene Schiebetüren in gebogenen Wänden realisieren. weiter lesen

Geschosshohe Dreh- und Schiebetüren mit extrem dezenten Zargen à la Wingburg
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Mit deckenhohen Türen beginnt Weite bereits beim Eintritt in einen Raum. Sie sind zudem selber Eyecatcher und verleihen einer Immobilie etwas Exklusives. In diesem Sinne hat Wingburg Innentürensysteme entwickelt, die ohne Sturz eingebaut werden können. weiter lesen

Küffner erweitert sein Türenprogramm um eine unsichtbare Zarge
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Neu im Küffner-Programm ist die Zargen-Serie Zeroline. Bei ge­schlos­se­ner Tür ist eine Zeroline unsichtbar und integraler Bestandteil der Wand. Das zugehörige Profil kann sowohl band- als auch band­ge­gen­seitig flä­chen­bün­dig montiert werden. weiter lesen

Schallschutzberater mit „Schallschutzrad“ von Danigips
https://www.baulinks.de/webplugin/2020/1527.php4
Der neue DANO-Schallschutzberater informiert umfassend über offene Schallschutz-Konstruktionen für Metallständerwände und Vor­satz­scha­len der Danogips GmbH & Co. KG - von Profilbreiten über unter­schied­liche Beplankungsmöglichkeiten bis hin zur Mineralwolle-Einlage. weiter lesen

Das vierte von vier Leitthemen der BAU 2021: Wohnen in der Zukunft
https://www.baulinks.de/webplugin/2020/1526.php4
Die Corona-/COVID-19-Pandemie wirft neue Fragen für das zukünftige Woh­nen auf - und ergänzt die ohnehin umfassenden Anforderungen an das Wohnen um eine weitere Variable: die Distanz im öffentlichen Raum. weiter lesen

6,5% mehr(!) Umsatz im Bauhauptgewerbe im 1. Halbjahr 2020 gegenüber 2019
https://www.baulinks.de/webplugin/2020/1525.php4
Wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen ermittelt hat, ist der Umsatz im Bauhauptgewerbe im Juni 2020 gegenüber dem Vor­jah­res-Juni um 11% gestiegen. Und die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich um 1,3%. weiter lesen

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