Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 03.02.2021

27% der Fläche deutscher Großstädte landwirtschaftlich genutzt

Felder und Wiesen gehören zum Bild vieler Großstädte in Deutschland: Durch­schnitt­lich gut ein Viertel (27,1%) der Gesamtfläche in deutschen Städte ab 100.000 Einwoh­nern wurde 2019 landwirtschaftlich genutzt. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den insgesamt 81 Großstädten: Wie das Statistische Bundesamt mitgeteilt hat, lag die Spanne der landwirtschaftlichen Fläche an der Gesamtfläche zwischen 4,0% und 55,8%:
  • Über die höchsten Flächenanteile für Landwirtschaft verfügten Erfurt (55,8%), Hamm (52,9%), Salzgitter (49,7%) und Gütersloh (48,3%).
  • Die niedrigsten Anteile wiesen Berlin (4,0%), Herne (8,3%), Kaiserslautern (8,4%) und Oberhausen (8,8%) auf.
Unter den Großstädten zwischen 250.000 und 500.000 Einwohnern bildeten Münster in Westfalen (43,8%), Mönchengladbach (37,8%), Bielefeld (33,4%) und Wiesbaden (29,2%) die Top 4. Bei den Städten ab 500.000 Einwohnern lagen Leipzig (32,8%), Dresden (31,0%), Bremen (30,4%) und Frankfurt am Main (23,9%) vorn.

Der Umfang des landwirtschaftlichen Flächenanteils einer Großstadt hängt u.a. davon ab, inwieweit die Stadt ihre Verwaltungsgrenzen durch Eingemeindungen umliegender ländlich geprägter Ortschaften ausgedehnt und sich deren Landwirtschaftsflächen einverleibt hat. Auch geografische Faktoren wie eine beengte oder weitläufige Lage mit entsprechendem Raum zur Ausdehnung, die Fruchtbarkeit der Böden oder umliegende Wälder spielen eine Rolle.

Gut die Hälfte der Fläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt

Für Deutschland insgesamt betrug der Anteil der Flächen für Landwirtschaft 50,7%. Blickt man auf die Gemeinden im Einzelnen, so lagen im Jahr 2019 von den 1.138 Gemeinden mit einem Anteil von 80% und mehr allein 439 in Schleswig-Holstein, 163 in Mecklenburg-Vorpommern, 141 in Rheinland-Pfalz und 126 in Thüringen.

Flächenatlas zeigt in thematischen Karten die Vielfalt der Gemeinden

Der Online-Atlas zur Flächennutzung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder (siehe oben) zeigt die Flächennutzung auf Gemeindeebene in Kartenform. Die Nutzer können sich für alle Gemeinden in Deutschland ausführliche Informationen über die Hauptkategorien der amtlichen Flächenstatistik (Flächenanteile der Landwirtschaft, des Waldes sowie der Siedlungs- und Verkehrsflächen) anzeigen lassen. Als zusätz­licher Indikator ist die Inanspruchnahme der Fläche pro Kopf für Siedlung und Verkehr kartografisch dargestellt.

Baulinks-Beiträge vom 2. Februar 2021

2018 Flächenverbrauch von 56 ha/Tag, und Bundesrepublik verfehlt ihr 30-Hektar-Ziel 2020
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/0180.php4
2018 hat sich die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland jeden Tag um 56 Hektar vergrößert. Angaben für das Jahr 2019 liegen noch nicht vor - dies schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfra­ge der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. weiter lesen

Städte und Regionen in Europa haben beim Wiederaufbau nach der COVID-19 Krise zu wenig Einfluss
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/0181.php4
Aus einer aktuellen AdR- und RGRE-Umfrage geht hervor, dass offenbar nur wenige Länder ihre lokalen und regionalen Gebietskörperschaften aus­rei­chend an der Ausarbeitung der nationalen Aufbau- und Resi­lienz­pläne der EU beteiligen. weiter lesen

Vor Gericht: Kaufpreis nachträglich gemindert - ohne, dass sich die Grunderwerbsteuer reduzierte
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/0182.php4
Es dürfte nicht unbedingt der Regelfall sein, dass der Kaufpreis für ein Immobilie nach Abschluss des Vertrages reduziert wird. Wenn dies aber passiert, dann kann der Betroffene nicht unbedingt mit einer Änderung des Grunderwerbsteuerbescheides rechnen. weiter lesen

Abnahme von Handwerksleistungen nach wie vor gesetzlich geregelte Pflicht des Auftraggebers
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/0183.php4
Vielen Handwerkern ist wohl nicht bekannt, dass eine fehlende Ab­nah­me unter Umständen dazu führen kann, dass kein Anspruch auf Bezah­lung besteht. weiter lesen

Wohnungen im Saarland 30 m² größer als in Hamburg
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/0179.php4
Im bundesweiten Vergleich leben Saarländer in den größten Woh­nun­gen. Bei Abschluss einer Hausratversicherung über Check24 geben sie im Schnitt eine Wohnungsgröße von 100,5 m² an. Das waren 2020 gut 30 m² mehr als in den Stadtstaaten Hamburg (68,8 m²) und Berlin (69,2 m²). weiter lesen

bulwiengesa-Immobilienindex: Anstieg der Immobilienpreise 2020 um 3,6%
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/0178.php4
Der gerade vorgelegte bulwiengesa-Immobilienindex 2021 beschreibt zum 45. Mal in Folge die Immobilienpreisentwicklung in Deutschland: Seit nunmehr 16 Jahren steigen die Immobilienpreise. Selbst der kon­junk­tu­relle Einbruch 2020 führte nur teilweise zu sinkenden Preisen. weiter lesen

Neuer MCX (Munich Strategy Construction Index) bildet Baubranche in Echtzeit ab
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/0177.php4
Die auf die Baubranche spezialisierte Unternehmensberatung Munich Stra­tegy hat einen Leitindex entwickelt, der die Entwicklung der Bran­che an den globalen Kapitalmärkten beleuchtet. Der MCX basiert auf einer Auswahl von über 100 Global Playern. weiter lesen

Dachkult sieht Steildachmarkt im Aufwind
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/0176.php4
Die Steildachbranche blickt trotz der Corona-Pandemie auf ein erfolg­rei­ches Geschäftsjahr 2020 zurück: Die Mitgliedsunternehmen der Bran­chen­ini­tia­tive Dachkult berichten von einer deutlich gestiegenen Nachfrage und einer positiven Geschäftsentwicklung. weiter lesen

Photovoltaik-Boom auf privaten Dächern
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/0175.php4
2020 wurden in Deutschland rund 184.000 neue Solarstromanlagen mit einer Leistung von ca. 4,9 GW neu installiert. Gegenüber 2019 (3,8 GW) stieg die neu installierte Photovoltaikleistung damit um 27,6% - das teilte der Bundesverband Solarwirtschaft auf Grundlage von Daten der Bundesnetz­agentur mit. weiter lesen

Mindestlöhne im Bauhauptgewerbe steigen auf 12,85 bzw. 15,70 Euro
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/0174.php4
Der Tarifkonflikt um die Mindestlöhne im Bauhauptgewerbe ist bei­ge­legt. Die Tarifparteien (HDB, ZDB und IG BAU) haben das am 17. Dezember 2020 erzielte Verhandlungsergebnis bestätigt. weiter lesen

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