Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 28.02.2021

Wuppertaler Schwebebahn feiert 120. Geburtstag

Bereits im Sommer 1826 bewunderten die Bürger Elberfelders im Museumsgarten das Modell einer Schwebebahn. Allerdings konnten sie nicht ahnen, dass ein solches Vehikel ihre Stadt, das spätere Wuppertal, einmal weltberühmt machen sollte. Das Schwebebahnmodell hatte der Eisenbahn- und Industriepionier Friedrich Harkort anfertigen lassen. Herr Harkort wollte eine solche von Pferden gezogene Bahn bauen, um Kohle vom Ruhrgebiet nach Elberfeld zu transportieren. Doch am Ende überwog die Skepsis und das Vorhaben wurde zu den Akten gelegt.


Foto © WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH

Erst 1887 kam mit der Gründung einer Hochbahnkommission durch die Städte Barmen und Elberfeld neue Bewegung in das Projekt Schwebebahn. Die Kommission empfahl, das System des Kölner Ingenieurs Eugen Langen bei der Umsetzung der Pläne zu favorisieren. Ein weiteres Schwebebahn-Projekt, das Langen etwa gleichzeitig in Berlin gestartet hatte, scheiterte - veranlasst durch Kaiser Wilhelm II. höchstpersönlich, der 1900 dennoch eine Probefahrt mit der Wuppertaler Schwebebahn unternahm. Eugen Langen selbst sollte die Verwirklichung seiner Vision nicht mehr erleben. Er starb 1895, drei Jahre vor Baubeginn der Wuppertaler Schwebebahn.

Von Anfang an hatte die Schwebebahn mit Widerständen und Vorbehalten zu kämpfen. Schon 1888 strengte die Pferdebahngesellschaft, die um ihr Monopol für die Personenbeförderung fürchtete, eine Klage gegen die Hochbahn an - vergebens. Sektiererische Kreise im „Muckertal“ wetterten gegen die Schwebebahn als „Satanswerk“. Grundstückseigentümer an der Fahrtrasse, besonders auf der Landstrecke in Sonnborn und Vohwinkel, befürchteten Nachteile für ihre Immobilien. Die Bedenkenträger konnten sich nicht durchsetzen. Und auch die Kritiker, die die Schwebebahn in Leitartikeln und Karikaturen mit Spott und Häme überzogen, wurden eines besseren belehrt.

Im Juni 1898 begannen die Arbeiten, die ersten Wagen für Probefahrten wurden noch im gleichen Jahr an die Schiene gehängt. Die erste Probefahrt erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 16 km/h. Am 1. März 1901 wurde schließlich der reguläre Fahrbetrieb aufgenommen. Damit ist die Schwebebahn auf die Woche genau 70 Jahre älter als die Sendung mit der Maus - und feiert den gemeinsamen Geburtstag mit einer eigenen Maus-Schwebebahn: wdrmaus.de/maus50/videos/schwebebahn.php5

Baulinks-Beiträge vom 26. Februar 2021

RadonVent erforscht Radonschutz per Lüftung
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/0317.php4
Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) untersucht zu­sam­men mit Partnern wie der inVENTer GmbH im Rahmen des For­schungs­pro­jek­tes „RadonVent“ die Wirksamkeit dezentraler Lüftungsanlagen mit Wärme­rück­ge­win­nung (WRG) beim Abbau einer Radon-Konzentration in der Raumluft. weiter lesen

500 Jahre altes Fachwerk von Grund auf saniert und innen gedämmt
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/0316.php4
Das stattliche Fachwerkhaus, um das es hier geht, wurde 1548 erbaut und ist eines der wenigen Gebäude im unterfränkischen Sulzthal (Land­kreis Bad Kissingen), das die großen Brände 1553 und 1664 sowie Überschwemmungen, Plünderungen und Pestwellen überstanden hat. weiter lesen

Baumit Ionit: Neuartige, dünnschichtige Wandbeschichtung für frische Raumluft dank Ionen
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/0315.php4
Baumit hat im Februar ihr neues Ionit-System als die derzeit einzige Wand­be­schich­tung vorgestellt, die auch dünnschichtig die Konzentration natür­li­cher Luftionen in Innenräumen erhöht - und damit die Raumluft wirksam reinigt. weiter lesen

Neuer, weißer WTA-Sanierputz von Weber verspricht 30% Zeitersparnis bei Wandsanierungen
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/0314.php4
Saint-Gobain Weber hat mit weber.san 958 einen neuen mineralische Sanierputz im Angebot, der ohne Vorspritzmörtel direkt auf den vor­be­rei­te­ten Untergrund aufgetragen werden kann. Ein Auftrag erfolgt bis zu einer Schichtdicke von 40 mm einlagig weiter lesen

Staubschutzmatte für Baustellen und Besichtigungen
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/0313.php4
Schuhe ausziehen! Insbesondere Handwerker im Bereich (Bad-)Sanierung kennen diese Aufforderung, wenn sie die Baustelle durch eine Wohnung verlassen wollen. Aber auch bei Begutachtungen und Besichtigungen gilt es, Fußabdrücke auf sauberen Bodenbelägen zu vermeiden. weiter lesen

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