Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 26.07.2021

Deutsche Architekturmuseum ab Oktober im Interimsquartier

Nach einem 1. Bauabschnitt im Jahr 2010 steht ab Oktober 2021 der 2. Teil einer umfangreichen energetischen Ertüchtigung und Brandschutzsanierung für das Deutsche Architekturmuseum (DAM) an, das 1984 im Zuge des Gesamtkonzeptes „Museumsufer“ nach dem Entwurf des Architekten Oswald Mathias Ungers erbaut wurde. Das Innere einer Gründerzeit-Villa wurde hierfür entkernt und mit einer eingestellten Konstruktion, dem sog. „Haus im Haus“ überformt. Der gesamte eingeschossige Anbau wurde durch Wandelgänge mit Glassatteldächern gefasst, der hintere Ausstellungsbereich erhielt eine Lichtdecke. Den finalen Abschluss der Rückseite im Erdgeschoss bilden zwölf kleine Höfe. Bei dem Gebäude-Ensemble handelt es sich um ein Kulturdenkmal, das in die Denkmaltopographie der Stadt Frankfurt am Main eingetragen ist.


Deutsches Architekturmuseum (Foto © Moritz Bernoully)

Die offenen Treppenhäuser mit direkt angrenzenden Ausstellungsräumen sowie der hohe Anteil an Glasflächen bedingen starke Temperaturschwankungen und damit eine schwierige Regulierung des Innenklimas. Es gilt daher den winterlichen wie den sommerlichen Wärmeschutz deutlich zu verbessern - sowohl aus museographischer, als auch aus arbeitstechnischer Sicht. Insbesondere die Glasdachflächen im Erd- und Dachgeschoss werden deshalb durch eine besondere Wärmeschutzverglasung ersetzt, alle Fenster werden ausgetauscht. Die Außenwände der erdgeschossigen Korridore und das Tonnendach der großen Ausstellungshalle werden zusätzlich gedämmt. Es werden dezentrale Umluftkühlungen mit neuen Kältezentralen eingerichtet. Brandschutz- und sicherheitstechnische Mängel müssen behoben werden; ausgebildet wird ein zusätzlicher zweiter Rettungsweg in Form eines Fluchttunnels.

Schäden an Fassade, Sandsteinverkleidungen, Boden- und Fliesenbelägen sowie Feuchteschäden erfordern zudem grundlegende Sanierungsmaßnahmen, welche dem Erhalt des Gebäudes dienen. Unter anderem werden die sanitären Anlagen für Besucher und Mitarbeiter neu gestaltet. Die Umbaumaßnahmen werden voraussichtlich zwei Jahre dauern.

DAM Interimsquartier@Danzig am Platz

Das DAM wird als Interimsquartier für Ausstellungen, Veranstaltungen und Vermittlungsprogramm in das ehemalige Telekom-Areal neben dem Frankfurter Ostbahnhof, heute das „Danzig am Platz“, ziehen. Dort wird das Museum eine rund 400 m² große, loftartige Fläche in einem Hochhaus beziehen, das von der nördlich gelegenen Henschelstraße aus zugänglich ist (siehe Google-Maps).


Danzig am Platz (Foto © DAM)

Ausgelobt und finanziert durch die Gesellschaft der Freunde des DAM sollen zusammen mit Studenten der Frankfurt University of Applied Sciences in einem Ideenwettbewerb gestalterische Konzepte für die neue Eingangssituation an der Henschelstraße sowie für eine größere Sichtbarkeit, auch vom Danziger Platz aus, erarbeitet werden.

Im Januar 2022 wird der traditionell jährlich stattfindende DAM Preis mit den besten Bauten in und aus Deutschland dort die zweijährige Interimszeit einläuten. Weiter wird sich das DAM mit der Frage des Bestandes, der zirkulären Bauökonomie und der Weiterverwendung von Baumaterialien.

Baulinks-Beiträge vom 25. Juli 2021

Bundesinnenministerium fördert lebenswerte Innenstädte und stellt Innenstadtstrategie vor
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Das BBSR setzt im Auftrag des BMI das Bundesprogramm „Zukunfts­fähige Innenstädte und Zentren“ um. Kommunen sind aufgerufen, Projektvorschläge einzureichen. Außerdem hat der Beirat Innenstadt beim BMI seine Innenstadtstrategie veröffentlicht. weiter lesen

Hochwasserrisiken deutlich unterschätzt
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Um Hochwassergefahren besser einschätzen zu können, sollten aktuelle Gefahrenkarten historische Daten einbeziehen - dafür plädieren For­scher am Center for Disaster Management and Risk Reduction Tech­no­logy (CEDIM) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). weiter lesen

Versicherung: VHV Bauprotect komplett überarbeitet
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Der Bauspezialversicherer VHV hat seine Betriebs­haft­pflicht­ver­si­cherung Bauprotect rundum erneuert und orientiert sich damit am aktu­el­len Absicherungsbedarf von Unternehmen aus der Bauwirtschaft. weiter lesen

Studie: Hersteller in Europa rechnen mit weiteren zweistelligen Preissteigerungen bei Rohstoffen
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Die Corona-Krise hat das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bei Roh­stoffen zur Produktion langlebiger Güter aus dem Gleichgewicht ge­bracht: Während die Hersteller Produktion und Lagerbestände pan­de­mie­be­dingt herunterfahren mussten, stieg die Nachfrage. weiter lesen

Baupreisindex: Straßenbau 29,1% und Brückenbau 24,1% teurer als 10 Jahre zuvor
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/1127.php4
Straßen, Tunnel und insbesondere Brücken sind hohen Belastungen aus­ge­setzt, sie müssen daher ständig ausgebessert, instand gesetzt oder - wie aktuell die Salzbachtalbrücke auf der A66 bei Wiesbaden - kurzfristig ge­sprengt und neu ge­baut werden. weiter lesen

Global Market Outlook Solar Power 2021-2025
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/1126.php4
In Rahmen der The smarter E Industry Days (21. bis 23.7.) wurde der Glo­bal Market Outlook for Solar Power 2021-2025 von SolarPower Europe ver­öffentlicht. Dieser gibt einen Überblick über die derzeitigen Ent­wick­lun­gen der Solarwirtschaft und der internationalen Märkte. weiter lesen

IVPU Broschüre informiert über BEG-Förderung, Steuerbonus und iSFP
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/1125.php4
Mehr Komfort, weniger Energieverbrauch, mehr Klimaschutz -vieles spricht für die energetische Modernisierung von Gebäuden. Deshalb werden energetische Sanierungsmaßnahmen an selbstgenutztem Wohneigentum umfangreich gefördert. weiter lesen

Studie: Herausforderungen und Chancen im Container- und Modulbau
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/1124.php4
S&B Strategy hat eine Kurzstudie zu den Herausforderungen im Contai­ner-basierten Interims- und Modulbau verfasst. Dafür wurden Markt­seg­men­te quantifiziert und Differenzierungspotentiale im Wettbewerb sowie Handlungsfelder für Hersteller und Investoren identifiziert. weiter lesen

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