Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 05.08.2021

Volkswirte für mehr Klimaschutz - aber wie?

Deutsche Ökonomen haben sich für mehr Klimaschutz durch die EU ausgesprochen. Das geht hervor aus dem aktuellen ifo-Ökonomenpanel, das mit der FAZ erarbeitet wird. Befragt wurden 171 Professoren an Universitäten. Laut der jüngsten Umfrage halten...
  • 41% der Befragten es für notwendig, dass die EU mehr für den Klimaschutz tut,
  • 27% die EU-Politik für angemessen und
  • 20% die Klimaschutz-Maßnahmen für überzogen. Sie fordern, es sollte weniger getan werden.
„Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Bundesregierung auf die neue Klimapolitik der EU reagieren muss. Wenn das neue EU-Emissionshandelssystem eingeführt wird, sollte der nationale CO2-Preis abgeschafft oder zumindest grundlegend reformiert werden“, sagt Karen Pittel, Leiterin des ifo Zentrums für Klima und Ressourcen.

Über die künftige Ausgestaltung der Klimapolitik sind sich die Ökonomen allerdings gar nicht einig:
  • 68% fordern, den bestehenden EU-Emissionshandel auf Wärme und Verkehr auszuweiten.
  • Nur 17% befürworten die gegenwärtigen EU-Pläne, zunächst ein Parallelsystem auf europäischer Ebene für Emissionen aus Wärme und Verkehr zu errichten.
  • 45% der Befragten sind gegen die EU-Pläne, nationale Vermeidungsziele beizubehalten für alle Emissionen, die nicht vom ursprünglichen europäischen Emissionshandelssystem erfasst wurden. Das gilt auch für Wärme und Verkehr.
  • 41% der Befragten sind wiederum dafür.
  • 49% der Befragten lehnen die EU-Pläne ab, den Straßenverkehr in den Emissionshandel einzubeziehen und gleichzeitig die Flottenstandards zu verschärfen.
  • 39% der Professoren allerdings finden das richtig.
Das im Juni verabschiedete Klimaschutzgesetz sieht genaue Branchenziele für die Minderung von CO2 vor. 60% der Professoren lehnen das ab, 30% sind dafür. Auch Pittel kritisiert: „Die Bundesregierung hat das deutsche Klimaschutzgesetz überarbeitet, ohne das neue EU-Klima- und Energiepaket abzuwarten. Die Branchenziele sind insbesondere wenig sinnvoll, wenn ein zweites EU-Emissionshandelssystem eingeführt wird.“
  • 54% plädieren dafür, den nationalen CO2-Preis abzuschaffen, wenn CO2-Preise auf europäischer Ebene eingeführt werden.
  • 21% wollen den nationalen CO2-Preis beibehalten. Er solle aber anrechenbar sein und sollte erhöht werden, um ambitioniertere nationale Klimaziele zu erreichen.
  • 17% möchten den nationalen CO2-Preis beibehalten und CO2-Preise auf europäischer Ebene anrechnen.
Zur Erinnerung: Derzeit beträgt der nationale CO2-Preis 25 Euro je Tonne bei Heizöl, Diesel und Benzin. Er steigt nach derzeitigem Stand bis zum Jahre 2025 auf 55 Euro.

Weitgehend einig sind sich die Ökonomen in der Ablehnung, den Auftrag der Europäischen Zentralbank auf das Ziel der EU auszudehnen, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. 80% lehnen dies ab, nur 14% sind dafür. Und 70% lehnen es ab, dass die EZB verstärkt Anleihen von emissionsarmen Unternehmen kauft, um die klimapolitischen Ziele der EU zu unterstützen. Nur 23% sind dafür.

Baulinks-Beiträge vom 4. August 2021

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