Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 07.12.2021

Twitter ist am verschwörungsresistentesten

Von den großen Social-Media-Plattformen scheint Twitter am widerstandsfähigsten gegenüber Verschwörungstheorien - das zeigt zumindest eine in „New Media & Society“ erschienene Studie der Technischen Universität München und gut einem Dutzend weiterer Hochschulen. Dies dürfte damit zusammenhängen, dass dort im Schnitt besser gebildete Nutzer Nachrichten suchen und es nicht so eine enge Bindung zu Freunden gibt wie auf Facebook. Für die Untersuchung war die COVID-19-Pandemie das perfekte Fallbeispiel.

Struktur und Nutzung entscheidend

Soziale Medien sind nicht alle gleich und wenn es um Falschinformation geht, ist das wichtig. „Die besonderen Betriebsmerkmale und Eigenschaften von Twitter, einem stärker auf den Nachrichtenkonsum ausgerichteten sozialen Netzwerk, erhöhen den sozialen Druck bezüglich dessen, was dort veröffentlicht wird“, meint Studien-Mitautorin Ana Sofía Cardenal von der Offenen Universität Kataloniens. Schon das könne dazu führen, dass weniger „alternative Fakten“ verbreitet werden als etwa auf Facebook.

Auf Twitter könne Verschwörungs-Inhalten auch relativ gut von vielen Leuten widersprochen werden, so die Forscher. Unter Umständen geht Unsinn dabei einfach in der Masse unter. Zudem seien Twitter-User im Schnitt besser gebildet und eher auf Nachrichten und politische Debatten aus. Daher suchen sie vermehrt zuverlässige Informationen. Auf Plattformen dagegen, wo sich Nutzer vor allem mit Familie, Freunden und anderen persönlichen Bekannten austauschen, wie Facebook oder WhatsApp, bleiben Faktenchecks oder Widerspruch gegen geposteten Unsinn dagegen leicht aus.

Erstbefragung vor Corona-Ausbruch

Das Forscherteam hatte eine Erstbefragung zur Social-Media-Nutzung der Studienteilnehmer im Dezember 2019 durchgeführt, also noch vor Beginn der COVID-19-Pandemie. Bei einer Zweitbefragung im Mai 2020 konnten die Forscher dann erfassen, wie Probanden zu COVID-19-Verschwörungstheorien stehen. Somit ist auszuschließen, dass User erst aufgrund von Verschwörungs-Inhalten auf einer Plattform aktiv wurden. Zudem stand die Pandemie am Anfang, es gab noch wenig klar belegte Information. „Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bot die Möglichkeit, dass alle Arten von Spekulationen und falschen Erklärungen über das Virus zirkulieren“, erklärt Cardenal.

Insgesamt hat sich daher ein klares Bild der Beziehung zwischen COVID-19-Verschwörungsglauben und verschiedenen sozialen Medien gezeichnet. Demnach gibt es einen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Facebook, YouTube oder WhatsApp und dem Glauben an COVID-19-Verschwörungstheorien. Einzig Twitter schien dem im Studienzeitraum sogar entgegenzuwirken!

AKTUELL: Geflüchtete Rohingya verklagen Facebook vor einem Gericht im US-Bundesstaat Kalifornien auf 150 Mrd. Dollar Schadensersatz, weil das Unternehmen bereit gewesen sei, „das Leben der Rohingya gegen eine bessere Marktdurchdringung“ einzutauschen. In der am Montag eingereichten Klage heißt es, dass die Facebook-Algorithmen Desinformation und extremistisches Gedankengut, das zu Gewalt in der realen Welt führe, fördern würden: „Facebook ist wie ein Roboter, der mit einer alleinigen Aufgabe programmiert wurde, zu wachsen.“

Baulinks-Beiträge vom 6. Dezember 2021

Bundesarchitektenkammer begrüßt Klara Geywitz als neue Bauministerin
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Die Bundesarchitektenkammer (BAK) begrüßt die Entscheidung der Koalitionsparteien für ein eigenständiges Bauministerium und gratuliert der designierten Ministerin Klara Geywitz (SPD) zum neuen Amt. weiter lesen

Bis September 69 Beschäftigte auf dem Bau tödlich verunglückt
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2021 droht erneut eine bedrückende Bilanz der Arbeitsunfälle auf dem Bau: Nach einer Statistik der Berufsgenossenschaft Bau (BG BAU) sind bis September 69 Bauarbeiter bundesweit auf Baustellen tödlich ver­un­glückt. Im gleichen Zeitraum 2020 gab es 74 Todesopfer. weiter lesen

Die Zahl mehrgeschossiger Fertighäuser nimmt zu
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Die Holz-Fertigbauweise ist nicht nur bei Bauherren von Ein- und Zweifamilienhäusern gefragt, sondern findet auch im Mehrgeschossbau immer öfter Anwendung. weiter lesen

BauInfoConsult erwartet Comeback der Hochhäuser
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Hochhäuser wurden in Deutschland in letzter Zeit eher gesprengt als neu gebaut. Doch die Bauflächenverknappung führt zu einem Um­den­ken - zu der Erkenntnis kommt eine aktuelle Studie von BauInfoConsult zur projizierten Bautätigkeit bis 2023. weiter lesen

Neue Ausgabe des Magazins stadt:pilot thematisiert „Stadt und Klima“
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/1809.php4
Wie angesichts des Klimawandels auch in Zukunft ein gutes urbanes Leben gelingen kann, theamtisieren diverse Beiträge der neuen Aus­ga­be des vom BBSR herausgegebenen Magazins stadt:pilot. weiter lesen

Neue Ausgabe des IRS-Magazins fragt: „Sind Städte Klimapioniere?“
https://www.baulinks.de/webplugin/2021/1808.php4
Wer treibt Klimapolitik voran? Nach dem Gipfel von Glasgow und nach dem Abschluss des Ampel-Koalitionsvertrages stellt sich diese Frage er­neut. Oft werden Städte als Klimapioniere gehandelt, die dort Stan­dards setzen, wo nationale Regierungen sich schwertun. weiter lesen

Grömo-Wissensreihe zur Dachentwässerung
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Rund um die Dachentwässerung hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Extremwetterlagen, neue Gesetze, Normen, Materialien, Fer­ti­gungs­tech­niken und einiges mehr stellen die Branche vor wachsende Heraus­for­de­run­gen. Darum hat Grömo eine Online-Seminarreihe ins Leben gerufen, die mit zwei Schwerpunktthemen startet. weiter lesen

VOC-Emissionen in Holzbauten lassen keine Gesundheitsgefährdung erkennen
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Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) hat Ergebnisse von zwölf Forschungsprojekten zu Baumaterialien und Gesundheit in der 44-seitige Broschüre „Wohnen und Leben mit Holz“ veröffentlicht. weiter lesen

Neue Broschüre zum Einsatz von Aestuver-Brandschutzplatten im (hybriden) Holzbau
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In der neuen Broschüre „Aestuver im Holzbau“ von James Hardie sind jetzt erstmalig Lösungen zusammengefasst, die speziell auf den bau­li­chen Brandschutz mit Aestuver-Brandschutzplatten im Hybridbau abge­stimmt sind. weiter lesen

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