Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 22.02.2022

Allianz Risiko Barometer: Baubranche sorgt sich

Angespannte Lieferketten sowie Störungen beim Betrieb treiben der weltweiten Bauindustrie Sorgenfalten ins Gesicht. Im Allianz Risiko Barometer 2022 gaben die Befragten aus der Baubranche an, dass sie sich weltweit am meisten vor Betriebsunterbrechungen fürchten (43 % der Antworten). Die Angst vor den Folgen einer Naturkatastrophe folgt auf dem zweiten Platz (42 %). Das Risiko von Feuer und Explosion liegt auf Platz drei (24 %).

Das Allianz Risiko Barometer 2022 erschien im Januar 2022 zum 11. Mal. An der jährlichen Umfrage, die zum Jahresende 2021 durchgeführt wurde, beteiligten sich diesmal rund 2.650 Experten in 89 Ländern und Territorien, darunter CEOs, Risikomanager, Makler und Versicherungsexperten. Die Zahl der Teilnehmer aus der Baubranche weltweit belief sich auf 160.

„Die Branche sieht sich mit einer großen Zahl an Herausforderungen konfrontiert – zu denen an der Spitze Lieferengpässe sowie der Mangel an Material und Mitarbeiter stehen“, sagt Robert Maurer, Leiter der Technischen Versicherungen der AGCS in Zentral- und Osteuropa. 2021 gingen sprunghafte Nachfragesteigerungen mit Störungen in Produktion und Logistik einher, als nach Covid-19-Ausbrüchen in Asien Fabriken schließen mussten und es zugleich zu einer Rekordüberlastung wichtiger Containerhäfen kam. Die Flutkatastrophe in Deutschland und Westeuropa, aber auch Wetterereignisse in den USA oder China lehrten die Bauindustrie zudem, dass sekundäre Gefahren wie Überschwemmungen, Starkregen, Gewitter, Tornados und sogar Winterfrost an Häufigkeit und Schwere zunehmen und Bauunternehmen wetterfester werden müssen. „Frühere Jahrhundertereignisse könnten in Zukunft häufiger auftreten, auch in Regionen, die in der Vergangenheit als 'sicher' galten. Darauf müssen auch Bauunternehmen reagieren“, sagt Herr Maurer.

Ganz neu unter den ersten fünf Risiken der Baubranche sind Cybervorfälle (23% der Antworten) und die Knappheit an qualifizierten Arbeitskräften (21% der Antworten). „Hackerangriffe, Systemausfälle und Datenschutzverletzungen dürften in Zukunft auch Auswirkungen auf die Baubranche haben, die sich immer weiter digitalisiert“, konstatiert Robert Maurer. Heute sind die Beteiligten auf einer Großbaustelle über verschiedene IT-Plattformen miteinander verbunden, was ihre Anfälligkeit erhöht. Cyberrisiken am Bau können von böswilligen Versuchen, sich Zugang zu sensiblen Daten zu verschaffen, über die Unterbrechung der Baustellenkontrolle und den damit verbundenen Diebstahl bis hin zur Unterbrechung der Lieferkette und der potenziellen Verfälschung von Projektentwurfsdaten reichen.

Der erwartete Fachkräftemangel könnte letztlich die Qualität der Ausführung und das Wartungsniveau beim Bau beeinträchtigen und die Fehleranfälligkeit erhöhen. Eine AGCS-Analyse von fast 30.000 untersuchten Branchenschäden zwischen 2016 und Ende 2020 zeigt, dass Konstruktionsmängel und mangelhafte Ausführung eine der Hauptursachen für Verluste im Bau- und Ingenieurswesen sind und rund 20 % des Schadenwerts ausmachen.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen des Allianz Risk Barometer 2022 finden Sie hier.

Baulinks-Beiträge vom 21. Februar 2022

Bauen 2030: Szenarien für zukunftsfähige Bauwende vom Fraunhofer IAO, Verbänden und Kammern
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Im Forschungsprojekt „Bauen 2030“ untersuchte das Fraunhofer-Insti­tut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) gemeinsam mit sechs Verbänden und Kammern der deutschen Bau- und Immobilienwirtschaft die Potenziale zur Transformation der Branche. weiter lesen

ifo Institut plädiert für bedarfsorientierte Flächenerschließung
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Der erlaubte Flächenverbrauch sollte sich stärker am Bedarf der Wirt­schaft orientieren: „Wenn in einer wachsenden Großstadt neue Woh­nun­gen ge­baut werden müssen, braucht man hierfür auch Bau­grund­stücke“, argu­men­tiert Prof. Dr. Ragnitz vom ifo Institut. weiter lesen

Wohnungsbau-Studie: 4,3 Mio. neue Wohnungen allein durch Umbau möglich
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Wenn es nach der neuen Bundesregierung geht, sollen 2022 und in den kommenden drei Jahren jeweils 400.000 Wohnungen neu geschaffen wer­den - jede Vierte davon eine Sozialwohnung. Parallel dazu stehen ehr­gei­zige Klimaschutzziele im Koalitionsvertrag. weiter lesen

GEFMA und ECORE vernetzen ihre Bewertungsmodelle
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Brückenschlag zwischen Facility- und Asset-Management: Der Deutsche Verband für Facility Management (GEFMA ) und der ESG-Circle of Real Estate (ECORE) haben eine Kooperation vereinbart. weiter lesen

Viessmann Eis-Energiespeicher 2.0 - jetzt aus recyclingfähigem Kunststoff
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Viessmann bringt die nächste Generation des Vitoset Eis-Energie­spei­chers für Einfamilien- und kleine Mehrfamilienhäuser auf den Markt. Die Speicher tragen zu einer hohen Effizienz der Wärmepumpe bei und las­sen sich unproblematisch ohne Genehmigung einbringen. weiter lesen

Eisspeicher beim zweistündigen Erfurter Energiespeichertage Spezial am 7. April
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Das zweite Erfurter Energiespeichertage Spezial am 7. April 2022 im Con­gressCenter der Messe Erfurt befasst sich mit einem Thema, das durch die aktuelle Politik der neuen Bundesregierung wieder an Dyna­mik gewinnt. weiter lesen

Neue BTGA-Regel zum Korrosionsschutz von Rohrleitungen und Armaturen in Gebäuden
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Der Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung (BTGA) hat im Februar 2022 die BTGA-Regel 3.004 „Korrosionsschutz von Rohr­lei­tun­gen und Armaturen in Kalt- und Kühlwassersystemen der Tech­ni­schen Gebäudeausrüstung (TGA)“ herausgebracht. weiter lesen

TI-Expo + Conference zur technischen Isolierung Anfang Mai
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Die TI-Expo + Conference findet am 4. und 5. Mai 2022 in der Messe Essen statt. Die Veranstaltung verspricht tiefgreifende Fach­in­for­ma­tio­nen und viel Praxiswissen rund um die Dämmung betriebstechnischer Anlagen. weiter lesen

3. TGA-Wirtschaftsforum Anfang Mai 2022 in Berlin
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Auf Initiative des Bundesindustrieverbands Technische Gebäu­de­aus­rüs­tung (BTGA) soll das 3. TGA-Wirtschaftsforum „Wirtschaftliche Ent­wick­lung im Bauwesen im Kontext der Corona-Pandemie“ am 4. und 5. Mai 2022 in Berlin im NH Collection Hotel (Leipziger Straße) stattfinden. weiter lesen

FörderGO: Neustart der Förderung zur energieeffizienten Sanierung von Gebäuden
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Ab morgen, 22. Februar, können wieder Anträge bei der KfW für Sanie­rungs­maßnahmen gestellt werden. Die Sanierungsförderung im Rahmen der BEG startet damit wieder. Die Förderbedingungen für Sanie­rungs­maß­nahmen bleiben unverändert. weiter lesen

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