Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 25.07.2023

Editorial: Ich packe meinen Koffer und nehme mit …

Hallo? Sind Sie noch da? Oder stecken Sie gerade im Stau auf dem Weg ans Mittelmeer? Oder im überhitzten Zug, weil die Klimaanlage mal wieder Zicken macht? Falls Sie schon den ersten Cocktail am Pool genossen haben und jetzt gerade planen, den Liegestuhl mit dem Handtuch zu markieren … nein, das machen Sie doch nicht! Nicht Sie!? Egal, falls Sie jetzt gerade ein wenig Zeit haben, weil Ihre Partnerin noch im Hotelbad feststeckt oder Sie in der Teeküche mit Kollegen grübeln, wohin man noch reisen kann, ohne von einem Waldbrand im Bikini am Strand überrascht zu werden. Ich hätte da was.

Evaneos, ein Pionier des Impact-Tourismus (das sind die Reiseveranstalter, die für einen nachhaltigen Tourismus eintreten), also … Evaneos hat eine Studie erarbeitet, die herausfinden sollte, „Wie Unternehmen und Bildungsinstitutionen verantwortungsbewusstes Reisen in Deutschland fördern können". Dazu wurden gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut YouGov 2.021 Deutsche ab 18 Jahren befragt, um besser zu verstehen, ob und inwieweit sich die Deutschen von Arbeitgebern und Schulen dabei eingeschränkt fühlen, besser zu reisen. Um den Kern dieser Frage geht´s mir gerade gar nicht, aber es kam unter anderem heraus, dass 53% der Befragten bei ihrer nächsten Reise ihre CO2-Emissionen reduzieren möchten. Wow! Aber: Nur 38% der Deutschen sind bereit, ihr Urlaubsbudget zu erhöhen, um bewusster und umweltfreundlicher zu reisen. Hm. Das kennen wir ja auch als „Ich-bin-Klimaschützer-aber-gegen-den-Heizungshammer“-Syndrom.

Sind Sie noch da? Ah … schön … Sie da, mit dem Magnum-Hawaii-Shirt, Sie kucken so nachdenklich. Gehören wohl zu den 42% der Befragten, die es sich gar nicht mehr vorstellen können, nicht an die Umweltauswirkungen ihrer Reise zu denken. Trösten Sie sich, wir Deutsche sind mit solchen ambivalenten und psychisch niederschlagenden Gedanken nicht allein. Den Franzosen, Italienern und Spaniern geht es ähnlich – auch die wollen verantwortungsbewusst reisen, aber dafür nicht mehr Geld als sonst ausgeben und nagen sich blutig an ihrem schlechten Gewissen, wenn sie sich ausdenken, wie es um ihren Carbon-Footprint steht. Es ist ja aber auch schwierig, bei den aktuell steigenden Preisen sozusagen „on-top“ auch noch umweltfreundlichere Reiseentscheidungen zu treffen. Zumal das Fliegen manchmal halt doch immer noch günstiger ist, als in den umweltfreundlicheren Zug zu steigen. Geben Sie´s zu – an diesen verführerischen Paradiesapfel haben Sie doch auch schon gedacht oder gar daran genascht, zusammen mit den 69% anderen der Evaneos-Befragten.

Dieser seltsame Firmenname entstammt übrigens einer französisch-altgriechischen Wortliaison: Eva ist die forme courte oder abréviation (naja … wenn´s an die Côte d’Azur gehen soll, wären ein paar Brocken französisch nicht schlecht, oder?) … also, na gut, es ist die Kurzform von evasion, was sich mit (dem Alltag) entfliehen übersetzen lässt. Neos wiederum bedeutet im Altgriechischen „neu“ – frei übersetzt bedeutet Evaneos also als Ganzes „Das Reisen neu erfinden“. Ach, lassen wir das lieber, mit der Linguistik. Wir haben ja Ferien oder eben Urlaub, und mit Englisch kommt man immer durch.

Trotzdem, bevor es nach Hause geht, um die Urlaubskoffer zu packen, oder Sie jetzt gleich in den Pool springen: Es ist nie zu spät, sich über die Art des Reisens ein paar Gedanken zu machen und nach Möglichkeiten zu suchen, die klimatischen Auswirkungen, die der Tourismus auf unsere Umwelt hat, zu begrenzen. Um doch nochmal kurz zur Linguistik zurückzukehren – uns steht keine laue Erderwärmung bevor, sondern eine bedrohliche Erdüberhitzung. Und der Klimawandel ist kein positiv interpretierbarer Wandel, sondern er geht mit Katastrophen wie jetzt dem Waldbrand auf Rhodos und morgen irgendwo anders einher, die uns erst dann verlassen, wenn die menschengemachte Temperaturerhöhung wieder soweit zurückgeht, dass Schnee an Weihnachten leise darnieder rieselt und sommers mächtige Flüsse wie der Po nicht mehr austrocknen. Wir werden das nimmer erleben. So, Schluss mit den Depri-Gedanken … ab in den Pool jetzt, … ach ja: und vergessen Sie Ihr Handtuch und Ihr Gewissen nicht.

Ihre Claudia Siegele
  

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