Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 04.08.2023

Editorial: Kleiner Dreh mit großer Wirkung

Nein, es geht hier nicht um ´nen Banküberfall, bei dem Dreh … auch nicht ums Dimmen bei der Leuchte, sondern um die entgegengesetzte Skalen-Richtung des 1,5 Grad-Ziels, um letztlich aber genau dieses zu unterstützen: Die Rede ist von der banalen Waschtemperatur, die im Zuge der Nachhaltigkeitsinitiative #WirDrehenRunter in Deutschland von 43,2 °C auf 41,95 °C binnen eines Jahres zurückgegangen ist. Dieser kleine Unterschied verdeutlicht, was ein wenig mehr als ein Grad Celsius ausmachen kann, nämlich:

  • die Reduktion der Waschtemperatur um 1,25 °C spart in Deutschland bis zu 100.000 Tonnen CO2,
  • was dem CO2-Ausstoß für den Stromverbrauch von etwa 72.000 Haushalten entspricht, also mehr als der CO2-Ausstoß, den der Stromverbrauch der Privathaushalte in der Kölner Altstadt erzwingt.

Mit ihrer Nachhaltigkeitsinitiative #WirDrehenRunter haben die Naturschutzorganisation WWF Deutschland und die Waschmittelmarke Ariel von Procter & Gamble zu einem messbaren Erfolg beigetragen: Innerhalb von zwölf Monaten (von Mai 2022 bis Mai 2023) hat sich die durchschnittliche Waschtemperatur in Deutschland um 1,25 °C reduziert. Das zeigt eine erste Zwischenbilanz des Collaborating Center on Sustainable Consumption and Production (CSCP), das die Kampagne wissenschaftlich begleitet.

Die Umweltorganisation und der Waschmittelhersteller wollen zu einer nachhaltigen Verhaltensänderung motivieren: nämlich die Waschtemperatur herunterzudrehen, … eine simple Verhaltensänderung, die den CO2-Ausstoß um bis zu 100.000 Tonnen reduziert. Ein kleiner Dreh mit großer Wirkung! Und dieser Dreh soll sich noch ein Stück weiter drehen – Ziel der Nachhaltigkeitsinitiative ist es, die durchschnittliche Waschtemperatur in Deutschland um insgesamt 3 °C bis 2025 zu reduzieren. Der Grund: Die Waschtemperatur beeinflusst maßgeblich den Energieverbrauch beim Wäschewaschen:

  • bis zu 60% des CO2-Fußabdrucks des Wäschewaschens sind auf Waschtemperatur und das Waschprogramm zurückzuführen,
  • 20% auf die Inhaltsstoffe und
  • die restlichen 20% auf Entsorgung, Verpackung, Herstellung und Transport.

Wer bei niedrigeren Temperaturen (20 oder 30 °C) wäscht, leistet einen wichtigen Beitrag dazu, Energie zu sparen, CO2-Emissionen zu reduzieren und damit - wenn viele Menschen mitmachen - das Klima zu schützen. Ganz nebenbei haben die Haushalte, die über die vergangenen zwölf Monate heruntergedreht haben, auch den eigenen Geldbeutel geschont. So können Durchschnittshaushalte bei drei Wäschen pro Woche 37 Euro pro Jahr sparen. Berechnen lässt sich das persönliche Sparpotenzial mit wenigen Klicks unter: wirdrehenrunter.de.

Die auf mindestens drei Jahre angelegte Nachhaltigkeitsinitiative #WirDrehenRunter wird über den gesamten Zeitraum hinweg wissenschaftlich begleitet. P&G und der WWF haben gemeinsam mit dem CSCP in Wuppertal ein umfassendes Forschungsdesign erarbeitet. Die Methode kombiniert quantitative wie qualitative Erhebungen und involviert unabhängige Experten, damit signifikantes Energieeinsparen durch das Senken der Waschtemperatur am Ende der Kampagne messbar wird. Die wissenschaftliche Begleitung soll Grundlage für andere Kampagnen werden, die darauf abzielen, das verhalten zugunsten des Klimaschutzes zu ändern.

Konkret finden seit Kampagnenstart im Sommer 2022 monatliche Umfragen in einem Panel von 300 Personen statt, die abfragen, welche Faktoren Menschen motivieren bzw. daran hindern, die Waschtemperatur herunterzudrehen. Über parallel laufende qualitative Untersuchungen werden die Wahrnehmung der Kampagnenelemente von #WirDrehenRunter erhoben sowie Faktoren gemessen, welche die Waschtemperatur beeinflussen. Einmal jährlich findet zudem eine quantitative Untersuchung statt, bei der die tatsächlichen Waschtemperaturen in einem repräsentativen Panel von 1.000 Personen aus Deutschland gemessen werden. Der Vergleichsmarkt Österreich, in dem keine Kommunikation zu #WirDrehenRunter läuft, andere Faktoren aber gut vergleichbar sind, dient zur Überprüfung des Zusammenhangs zwischen Kampagneninhalten und reduzierter Waschtemperatur. Hier ist keine Veränderung der durchschnittlichen Waschtemperatur sichtbar. Die eingesparten CO2-Emissionen werden auf Basis der Ergebnisse der quantitativen Datenerhebung berechnet und durch CSCP validiert.

Moderne Waschmittel liefern bereits bei kälteren Temperaturen wie 20 oder 30 °C eine hervorragende Reinigungsleistung und entfernen trotzdem zuverlässig Flecken, die durch Stärke in Lebensmitteln wie Nudeln, Suppen, Soßen, Salatdressings oder Puddings entstehen. Und dank einzigartiger Duftstoffe entfaltet sich die Waschmittel-Frische auch schon bei Strom- sowie CO2-sparenden niedrigen Temperaturen.

Ihre Claudia Siegele
  

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