Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 09.10.2023

2022 kaum Heizenergie gespart

Einer Auswertung der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online zur Folge, haben 2022 Privathaushalte in Deutschland nur 1,4% Heizenergie eingespart. In unsanierten Gebäuden konnten keine Einsparungen erreicht werden.

Zwar sank der Verbrauch insgesamt um 10,6%, doch das ist eher auf den milden Winter zurückzuführen. Die witterungsbereinigte Einsparung beträgt im Vergleich zum Jahr 2021 daher nur 1,4%. Etwas mehr haben Haushalte mit einer Gasheizung eingespart - nämlich 3,5% im Durchschnitt. Für die Auswertung wurde der reale Heizenergieverbrauch von rund 4.000 Wohngebäuden der Jahre 2021 und 2022 verglichen.

Sparappelle allein reichen nicht aus. Für viele Haushalte bleibt Energiesparen eine Herausforderung. Ohne Kenntnis über den tatsächlichen Verbrauch und mögliche Sparpotenziale fehlt der konkrete Anreiz. Verbraucher müssen daher aktiv beraten und begleitet werden und benötigen Rückmeldungen zu Einsparungen oder Mehrverbräuchen. Helfen könnte der Heizspiegel von co2online mit Vergleichswerten zum persönlichen Energieverbrauch und konkreten Spartipps.

Keine Einsparungen in unsanierten Gebäuden möglich

Zwar lässt sich durch Senkung der Raumtemperatur, richtiges Lüften und Warmwassersparen der Verbrauch in einigen Fällen um bis zu 20% reduzieren. Das gilt aber nicht für unsanierte Gebäude, die im letzten Jahr sogar mehr verbraucht haben. Gebäude mit dem höchsten Mehrverbrauch, mit +3,4% liegen in der aktuell drittschlechtesten Energieeffizienzklasse F. Einsparungen wurden hingegen in Gebäuden der Klassen A bis D erreicht.

In energetisch schlechten Gebäuden sind Sanierungen daher umso wichtiger, da dort durch Verhaltensänderungen nicht mehr aktiv Energie gespart werden kann. So gesehen, sind die geplanten Mindesteffizienzstandards und Sanierungsvorgaben für besonders ineffiziente Gebäude ein wichtiges Instrument, um vor allem Mieter vor zu hohen Energiekosten zu schützen.

Der energetische Zustand des Gebäudes ist entscheidend für den Heizenergieverbrauch. Energetisch sanierte Häuser mit neuer Heizung und Wärmedämmung sparen 50 bis 80% Energie. Neben kurzfristig wirkenden Verhaltensänderungen und Sparbemühungen sind daher vor allem Sanierungsmaßnahmen notwendig, um Haushalte mit hohen Heizkosten zu entlasten.

Auch die Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND) analysierte, wie sich der energetische Zustand von Häusern und Wohnungen unterschiedlicher Energieeffizienzklassen auf die durchschnittlichen Gaskosten der Bewohnenden auswirkt.
  

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