Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 12.6.2009

Begrünung von Städten kann Hitzewellen abschwächen und damit Gesundheitsgefährdungen senken!

Der wärmste April in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen belegt die beschleunigte Entwicklung des Klimawandels in Mitteleuropa. Städte werden aufgrund ihrer Struktur von den Belastungen des Klimawandels besonders betroffen sein. "Die versiegelten Flächen, eine verdichtete Bebauung, fehlende Verdunstung und der geringere Luftmassenaustausch führen in den Städten zu einem sogenannten Wärmeinseleffekt, der sich bei der zunehmenden globalen Erwärmung besonders bemerkbar macht", teilte Univ.-Prof. Dr. Michael Bruse vom Geographischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz dazu mit. Die Stadtplanung muss nach seiner Ansicht ihre Strategien und Konzepte daher im Rahmen des Vorsorgeprinzips an den Klimawandel anpassen, um die zu erwartenden Hitzebelastungen für Menschen in städtischen Räumen wirksam zu reduzieren. Insbesondere eigenen sich Begrünungen und verschattende Gebäudeformen wie Galerien oder Pergolen, um den zu erwartenden Temperaturanstieg abzumildern, ergab ein Forschungsprojekt.

Im Rahmen des BMBF-Verbundprojektes KLIMES erforschten Mitarbeiter der Universitäten Mainz, Kassel und Freiburg mögliche stadtplanerische Konzepte, um den negativen Auswirkungen des Klimawandels auf den Menschen im städtischen Raum entgegenzuwirken. Die Geoinformatiker der Environmental Modelling Group (EMG) um Michael Bruse haben dabei ihr Mikroklimamodell ENVI-met so weiter entwickelt, dass es möglich ist, auf der Architekturebene die Auswirkungen von baulichen Veränderungen auf das Stadtklima zu analysieren. Neben der Veränderung von einzelnen Gebäuden können auch die Materialeigenschaften von Häuserwänden beliebig modifiziert werden.

Dank ihrer sehr hohen Auflösung - es können Strukturen bis zu einem Meter wiedergegeben werden - eignet sich die Software nicht nur dazu, den Einfluss großflächiger Elemente wie Grünanlagen, sondern auch kleinskaliger Maßnahmen wie Sonnensegel, Fassadenbegrünung oder Pergolen explizit zu simulieren. Damit stellt ENVI-met das bisher einzige Modell dar, welches auf dieser Maßstabsebene dynamische Simulationen ermöglicht.

Erstmalig wurde im Projekt KLIMES mit der Software BOTworld der EMG die Technik der Multi-Agenten-Simulation eingesetzt, um das thermische Empfinden von Personen, die sich im Stadtgebiet bewegen, zu simulieren. Virtuelle Fußgänger testen also den städtebaulichen Entwurf im Hinblick auf die Hitzebelastung.

Für KLIMES wurden vier Quartiere in Freiburg, der Stadt mit der höchsten Wärmebelastung in Deutschland, in ENVI-met simuliert. Als Szenarien dienten dabei sowohl aktuelle Wetterlagen als auch Zukunftsszenarien, die den Klimawandel berücksichtigen. Auf der Basis der Computersimulationen wurden stadtplanerischen Szenarien entwickelt, um den Hitzestress zu mildern, und diese wiederum im Computer "getestet".

"Die Simulationen belegen, dass eine stadtplanerisch angepasste Durchgrünung im Stadtgebiet Hitzewellen abschwächen und so die Gesundheitsgefahren für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen wie Kinder, alte Menschen und chronisch Kranke senken kann", fasst Bruse die Ergebnisse zusammen.

Die Ergebnisse von KLIMES wurden am 19./20. Mai 2009 auf der Abschlusskonferenz der Initiative "klimazwei" in Berlin präsentiert und nach ihrer Diskussion mit Experten und der Öffentlichkeit in einem praxistauglichen Leitfaden für klimawandelgerechtes Planen und Bauen zusammengefasst. ... Dazu passend starten wir heute im Bauletter mit ...

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Der Tagungsband des 2. Internationalen Gründach Kongresses enthält auf 190 Seiten die Beiträge der Fachreferenten. Er kostet 39,80 Euro plus Versandkosten.
 
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Ab sofort ist die neue, 54 Seiten umfassende Fertiggaragen-Broschüre von Estelit erhältlich. Sie liefert einen umfassenden Überblick über die Produktneuheiten und Sortimentsveränderungen sowie viel Wissenswertes zum Thema Betonfertiggaragen.
 
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Das Porenbeton-Handbuch, ein Basiswerk zum Baustoff Porenbeton, steht jetzt auch zum kostenlosen Download im Internet bereit.
 
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Alles rund ums Thema Passivhaus: Zahlreiche Möglichkeiten des energieeffizienten Bauens präsentierte die 13. Internationale Passivhaustagung am 17. und 18. April in Frankfurt am Main. Auch die Unipor-Ziegel-Gruppe war auf der "Leitmesse der Passivhausbranche" vertreten und präsentierte dort ihre hochwärmedämmenden, mit Dämmstoff gefüllten Coriso-Mauerziegel.
 
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() Nachhaltiger und tiergerechter Stallbau mit Agrarziegeln
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() IsoBouw-Kellerdeckendämmplatten aus zwei Dämmstoffen
Heizkosten sparen und die Umwelt bewahren. Speziell die Dämmung der obersten Geschossdecke und der Kellerdecke ist verhältnismäßig preiswert, recht effektiv und zudem leicht umsetzbar. Die fachgerechte Dämmung der Kellerdecke beispielsweise kann die Heizkosten um bis zu 6 Prozent vermindern. Hierfür hat IsoBouw nun aktuell ein neues Produkt mit erweiterten Eigenschaften vorgestellt.
 
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Unter hoch belastbaren Bodenplatten verbaute Dämmstoffe müssen den auftretenden Druckspannungen und den wechselnden Feuchtebelastungen gleichermaßen dauerhaft standhalten. Zugleich darf die Dämmwirkung dadurch nicht leiden. Für diese besonders anspruchsvollen Anwendungen hat sich XPS (z.B. von URSA) als Dämmung unter Bodenplatten bewährt.

  

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