Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 20.6.2010
Explodierende Heizölpreise und die geplante Ökologisierung des
Steuersystems werden in Zukunft weitere finanzielle Belastungen für Nutzer
von
Ölheizungen bringen. Die österreichische Heizölbranche fordert daher die
Abschaffung der derzeit vergünstigten Mehrwertsteuer auf Pelletspreise. Die
Vertreter der Branche argumentieren damit, dass es keine Gleichberechtigung
von Heizöl
mit Biomasse gebe.
"Wir fordern eine Gleichstellung, nicht eine Anhebung der
Pelletspreise", meint Martin Reichard, Chef des österreichischen
Instituts für Wirtschaftliche Ölheizungen gegenüber pressetext.
Das bedeute, dass die derzeit reduzierte zehnprozentige
Umsatzsteuer von Pellets auf das Niveau von Heizöl - also 20
Prozent - angeglichen wird. "Wenn Pellets schon nicht mit der
Mineralölsteuer besteuert werden, sollte wenigstens der
Mehrwertsteursatz gleich sein."
Hinbiegung von Rede und Gegenrede
Auf das Argument, dass beim Erdöl die Wertschöpfungskette zum
Großteil im Inland bleibe meint Reichard, dass die derzeit
vorhandene Menge von Biomasse auch nicht aus heimischen Beständen
erfüllt werden könne, sondern zum Teil aus Kanada importiert
werden müsse.
"Die Pellets-Mengen sind in Österreich derzeit in ausreichender
Menge vorhanden", erwidert Christian Rakos vom
Pro Pellets austria. "Die derzeit vorhandene
Produktionskapazität beträgt ein Mio. Tonnen jährlich, gebraucht
werden derzeit nur 500.000 Tonnen." Das Argument, dass Pellets aus
Kanada importiert werden, stimme zwar. Allerdings würden diese nur
für Industrieanlagen außerhalb Österreichs verwendet und eignen
sich im Hausbetrieb nicht.
"Die Emissionen von
Pelletsheizungen liegen eindeutig über jenen von modernen
Ölheizungen", meint Reichard. Das wirke sich negativ auf die
Ökobilanz aus. Auf die Frage, wie die Ökobilanz eines Liter
Heizöls aussieht, der in 1.500 Metern Tiefe auf hoher See gewonnen
wird (sofern er nicht sogar die Umwelt verseuchend ins offene Meer
sprudelt), anschließend verfrachtet, raffiniert und dann um
Kontinente verschifft wird, wollte Reichard nicht eingehen.
"Eine moderne Pelletsheizung emittiert jährlich rund ein Kilogramm
Asche im Staub. Im Vergleich dazu beträgt die Feinstaubbelastung
in Österreich 50.000 Tonnen jährlich. Die Pelletsheizungen tragen
mit etwa einem Promille zur bundesweiten Feinstaubbelastung bei",
rechnet Rakos vor. Auch bei den Pelletsheizkesseln gebe es eine
technische Weiterentwicklung. "In den vergangenen Jahren konnte
die Technologie jedenfalls Erfolge verbuchen. Eine moderne
Heizanlage emittiert um 95 Prozent weniger Feinstäube als ein
alter Holzofen."
Alternativen?
"Momentan gibt es keine Alternative zum System mit fossilen
Brennstoffen", meint Reichard, denn alle anderen Systeme wären zu
wenig ausgereift. Dem widerspricht logischerweise der Präsident
vom
Bundesverband Photovoltaic Austria, Hans Kronberger: "Alle
Alternativen, die einen Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen
vorziehen sind allein schon aufgrund der Verringerung der
Abhängigkeit vom Öl zu präferieren." Ein weiteres Argument sei
zudem ein deutlich kürzerer Transportweg. "Allein in Österreich
gibt es derzeit 26 Pelettierwerke. Das bedeutet, dass die
Transportwege deutlich geringer sind als etwa bei Öl", ergänzt
Rakos. ... Zwar ist der Transportweg von Sonnenlicht bzw. Photonen
dann doch der längste, jedoch er kostet nichts und die
Energiegewinnung bzw. -nutzung kann dann doch vor Ort erfolgen.
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AS Solar GmbH: Sonderaktionen im Juli
Auf
der Intersolar 2010 in München stellte die
AS Solar GmbH Neuheiten aus den
Bereichen Photovoltaik, Solarthermie und Pelletsysteme vor. Begleitet wurden die
Produktpräsentationen von zwei Messeaktionen.
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Anlehn-Solarfassade für ungenutzte Hallenfassaden
Schüco hat auf der Intersolar verschiedene Solar-Fassadenkonstruktionen
vorgestellt. Neben gewinnbringenden Warm- und Kaltfassaden
gehört zu dem ProSol TF-System auch eine Anlehnfassade für
Gewerbehallen.
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Neue BIPV-Fassade von Gehrlicher Solar
Gehrlicher Solar AG hat auf der diesjährigen Intersolar sein neu
entwickeltes Fassadensystem Gehrtec Front mit einem
Energiegewinnungssystem von SolarEdge präsentiert. Dieses
BIPV-Fassadensystem (BIPV steht für Building integrated Photovoltaics)
kombiniert Hochleistungsmodule und Leichtbauwerkstoffe.
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Sunways Solar-Laminat mit Indach-Montagesystem
Auf
der Intersolar hat
Sunways das designorientierte Solar-Laminat SM 215L in
Kombination mit einem Indach-Montagesystem als SM 215L-IN vorgestellt.
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Sundeck: Photovoltaik anstatt Dacheindeckung
Für Schrägdach-Anwendungen hat
SolarWorld auf der Intersolar ein dachgleiches Photovoltaik-System
entwickelt mit einer Regenwasserführung hinter den PV-Modulen: der
Komplettbausatz Sundeck mit SolarWorld Modulen besteht aus anthrazit
beschichtetem, verzinktem Stahlblech und ist für Dachneigungen zwischen
15° und 60° geeignet.
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Fronius' Blick in die Zukunft nachhaltiger Energienutzung
Die
Fronius International GmbH hat im Rahmen der Intersolar vier Entwicklungsschritte beschrieben, welche einen Ausblick auf die zukünftige
Nutzung von Energie bieten. Es handelt sich um technologische Entwicklungen auf
dem Gebiet der Stromerzeugung und Nutzung, wie sie aus Sicht von Fronius in den
nächsten Jahren stattfinden könnten.
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Neue Zentralwechselrichterserie von Fronius
Die
neue Zentralwechselrichterserie
Fronius CL arbeitet mit einem speziellen
modularen Systemaufbau - dem Fronius MIXTM-Konzept. Bis zu 15 identische
Leistungsteile werden je nach Sonneneinstrahlung betriebsstundenabhängig
zu- oder abgeschaltet.
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Neue Drehstromwechselrichter von KACO erfüllen
Mittelspannungsrichtlinie
KACO
new energy hat eine neue Generation Wechselrichter entwickelt, die typische
Funktionen eines Kraftwerks erfüllt und damit die Akzeptanz von
Photovoltaik-Anlagen bei Netzbetreibern erhöht: Bei Netzstörungen leisten
sie einen Beitrag zur Spannungs- und Frequenzhaltung sowie zum
Kurzschlussstrom und können dazu u.a. Blindleistung liefern. |
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