Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 27.6.2010
Nicht nur, dass England von einer frisch aufspielenden jungen Mannschaft
aus dem WM-Turnier geschossen wurde, auch das Wasser aus der
Scheibenwischanlage von Autos dürfte für 20 Prozent der Legionärskrankheiten
in England und Wales verantwortlich sein. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie
der
Health Protection Agency (HPA) gekommen. Stehendes, warmes Wasser ist
eine ideale Brutstätte für die Legionellen, die wenn sie eingeatmet werden,
eine Lungenentzündung hervorrufen können.
Scheibenreiniger tötet die Bakterien ab und könnte daher laut
dem Team um Isabel Oliver Leben retten. Details der Studie wurden
im
European Journal of Epidemiology veröffentlicht.
Zuerst hatten Wissenschaftler beobachtet, dass Berufsfahrer mit
einer fünffach höheren Wahrscheinlichkeit infiziert werden. Um
diese Beobachtung zu überprüfen, ersuchte das Team Infizierte,
einen Fragebogen auszufüllen. Es zeigte sich, dass jene dem
höchsten Risiko ausgesetzt waren, die entweder mit einem Kleinbus
unterwegs waren, durch Industriegebiete fuhren und viel Zeit im
Auto verbrachten, oder häufig mit offenem Fenster fuhren. Das
größte Risiko bestand jedoch dann, wenn dem Wasser der
Scheibenwischanlage kein Reiniger hinzugefügt wurde.
Bei einer Pilotstudie der HPA konnten Spuren von Legionellen
bei einem von fünf Autos ohne Scheibenreiniger nachgewiesen
werden. Wurde ein entsprechendes Produkt benutzt, konnten keine
Legionellen gefunden werden. Oliver betonte, dass weitere
Untersuchungen erforderlich seien. Es ist jedoch in jedem Fall
ratsam, die Flüssigkeit der Scheibenwischanlage zu überprüfen.
Scheibenreiniger enthalten normalerweise Substanzen, die das
Wachstum von Bakterien stoppen. "Die Krankheit wird nicht von
einem Menschen zum anderen übertragen, sondern kommt im Wasser
vor. Die Bakterien werden eingeatmet, wenn sie mit feinen
Partikeln oder dem versprühten Wasser in die Luft gelangen."
Die Legionärskrankheit ist vergleichsweise selten. Die meisten
Fälle treten sporadisch auf, die Ursache wird nicht gefunden. Die
Anzahl der Erkrankungen schwankt von Jahr zu Jahr. 2009 erkrankten
in England und Wales 345 Personen. Einige der Infektionen fanden
jedoch in Übersee statt.
Meist sind Menschen über 50 Jahren betroffen. Männer erkranken
allgemein häufiger als Frauen. Die frühen Symptome ähneln jenen
einer Grippe: Muskelschmerzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, trockener
Husten und Fieber. Bei zehn bis 15 Prozent der Patienten endet die
Krankheit tödlich. ... Während nun also die englische
Fußballnationalmannschaft mit lediglich ramponiertem Ego wieder
nach Hause fliegen darf (dabei besteht keine Gefahr durch die
Scheibenwischanlage), können wir uns schon mal neuen Aufgaben
stellen:
|
() |
R+T 2012: starke Nachfrage, Frühbucherrabatt bis 30.6.2010
Die Stuttgarter
R+T erfreut sich offensichtlich als Weltleitmesse für
Rollladen,
Tore
und
Sonnenschutz 20 Monate vor der nächsten Auflage (28. Februar bis 3.
März 2012) einer sehr starken Nachfrage: Nach Angaben der Projektleitung
wird das Gelände der Neuen Messe Stuttgart wie bereits 2009 bis auf den
letzten Platz ausgebucht sein.
|
|
() |
Facility Management 2011: Call for Papers
Die "Call for Papers"-Phase zur
Facility Management 2011 (22. bis 24. Februar 2011, Frankfurt am Main)
ist eröffnet.
|
|
() |
Urheberrechte von Architekten gelten nur für einzigartige
Bauwerke
"Architekten sollten es mit dem Urheberrecht nicht übertreiben", rät Heike
Rath, Vorstandsmitglied der
Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im
Deutschen Anwaltverein (DAV). "Vielen ist gar nicht bewusst, dass mit dem
Urheberrecht eine massive Beschränkung des Eigentümers verbunden ist."
|
|
() |
Neuer Beirat für Raumentwicklung beim BMVBS konstituiert
Am
23. Juni hat sich der neue Beirat für Raumentwicklung beim
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung konstituiert. Als Vorsitzender für diese
Legislaturperiode wurde Professor Dr. Rainer Danielzyk von der Leibniz
Universität Hannover gewählt.
|
|
() |
Gegen Baupfusch: VBI fordert 2-Umschlag-Verfahren bei Vergaben
Am 22. Juni hat
VBI-Hauptgeschäftsführer Dipl.-Ing. Klaus Rollenhagen in Berlin ein so
sogenanntes "2-Umschlag-Verfahren" vorgeschlagen. Der VBI bietet zum Thema
auch eine vierseitige Publikation an.
|
|
() |
VPB: "DIN-Normen nicht immer anerkannte Regel der Technik"
Wer
ein schlüsselfertiges Haus kaufen möchte, der muss dazu einen Bauvertrag mit
Bauleistungsverzeichnis unterschreiben. Solche Verträge wimmeln in der Regel von
Fachbegriffen. Häufig werden dabei DIN-Normen zitiert und die so genannten
anerkannten Regeln der Technik. Der
Verband Privater Bauherren (VPB) warnt
davor, sich allein auf diese Begriffe zu verlassen: DIN-Normen sind keine
Rechtsnormen, sondern technische Regelungen. Sie sind auch nicht zwingend
vorgeschrieben, sondern haben lediglich Empfehlungscharakter.
|
|
() |
Urteile rund ums Parken, Stellplätze und Verkehrssicherheit
Der Infodienst Recht und Steuern der LBS befasst sich in seiner
Extra-Ausgabe mit dem angeblich "liebsten Kind" der Deutschen - dem Auto. Unter
anderem geht es um die Fragen, wie ein Parklifter beschaffen sein muss, welche
Räumpflichten auf einem kleinen Stellplatz bestehen und wie oft die
Zufahrt zur Tiefgarage gereinigt werden muss.
|
|
() |
Ziegelindustrie: seit 15 Jahren sinkender Markt
Die
deutsche Ziegelindustrie musste in 2009 erneut in allen Produktionsbereichen
deutliche Rückgänge verzeichnen. Erstmals sank der Produktionswert sogar unter
die Grenze von 1 Mrd. Euro und betrug 2009 nur noch 975,8 Mio Euro (Vorjahr
1.075,4 Mio. Euro = minus 9.3%). Zwar konnte der dramatische Einbruch vom
vorletzten Jahr mit minus 17,2% etwas abgefedert werden, aber die Tendenz
zeigt weiter nach unten.
|
|
() |
Dachdeckerhandwerk: 2009 mit blauem Auge davongekommen
Der
Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) meldet, dass
die Dachdecker vom Krisenjahr 2009 wirtschaftlich nicht verschont
geblieben seien. "Dennoch sind wir mit einem blauen Auge davongekommen",
so Ulrich Marx, Hauptgeschäftsführer des Verbandes. "Wir rechnen mit einem
Umsatzrückgang von etwa 2 Prozent für das Geschäftsjahr 2009." |
|