Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 30.11.2010

Bauindustrie kritisiert HOCHTIEF/ACS-Entscheidung der BaFin

Die Bauindustrie kritisiert die Entscheidung der BaFin und rechnet mit einem Abfluss von Ingenieurkompetenz ins Ausland, wenn es zu einer feindlichen Übernahme und Zerschlagung des führenden deutschen Ingenieurunternehmens kommen sollte. Diese Auffassung vertrat am Dienstag in Berlin der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie RA Michael Knipper anlässlich der Entscheidung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), das Übernahmeangebot der spanischen Firma ACS an die Aktionäre der HOCHTIEF Aktiengesellschaft zuzulassen. Die BaFin müsse sich fragen lassen, warum sie den Weg für ein Unternehmen freimache, das nachweislich überschuldet sei und gegen das derzeit in Spanien ein Verfahren wegen Bilanzfälschung laufe.

Knipper warnte davor, die Auswirkungen auf die gesamte deutsche Wirtschaft zu unterschätzen. Deutsche Unternehmen drohten, künftig als Generalunternehmen bei internationalen Großprojekten wie dem Gotthard-Tunnel, der Öresundquerung oder den Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee leer auszugehen. Wenn die "Zugkraft" eines starken deutschen Großfirmenpartners fehle, werde auch die internationale Wettbewerbsposition mittelständischer deutscher Planungsunternehmen, aber auch von Spezialbauunternehmen und Maschinenherstellern schwieriger. Knipper: "Der Erfolg des Wirtschaftsstandorts Deutschland beruht nicht zuletzt auf die Leistungsfähigkeit seiner Exportindustrien. Daran hat auch die deutsche Bauindustrie in vielen Regionen der Welt einen entscheidenden Anteil. Es wäre fahrlässig von Politik und Industrie, diesen zu unterschätzen."

Knipper ist davon überzeugt, dass die feindliche Übernahme der Firma HOCHTIEF durch ACS nur der Anfang einer Übernahmewelle ist, die sich in den nächsten Monaten auf deutsche Unternehmen im Streubesitz richten wird. Hinweise darauf liefere z.B. der Mergers & Acquisitions-Index der internationalen Anwaltssozietät Allen & Overy, nach dem das Volumen feindlicher Übernahmen den höchsten Stand inzwischen ein Drei-Jahres-Hoch erreicht habe. Insbesondere Unternehmen aus den USA und Westeuropa stünden danach im "Fadenkreuz" der feindlichen Übernehmer.

"Jetzt muss die Politik endlich handeln", forderte Knipper. Seriöse Investoren aus aller Welt, die mit offenem Visier Übernahmen planten, seien willkommen. Aus industriepolitischen Gründen und auch zur Erhöhung der Transparenz müssten aber alle Lücken im deutschen Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz geschlossen werden, die ein "Einschleichen" ermöglichten und Deutschland zu einem bevorzugten "Tummelplatz" für feindliche Übernahmen machen könnten.

Es sei deshalb richtig, dass sich der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages am 1. Dezember 2010 in einer Expertenanhörung noch einmal mit dem deutschen Wertpapiererwerbs- und Übernahmerecht beschäftigen wolle. Die Abgeordneten sollten diese Gelegenheit nutzen, auch die Einführung von Creeping-In-Vorschriften noch einmal vorurteilslos zu prüfen - siehe dazu auch den Baulinks-Beitrag "ACS/Hochtief, ick hör dir trapsen: Bundesratsinitiative zum Übernahmerecht" vom 8.11.2010. ... "Creeping" heißt bekanntlich "kriechend". Und kriechend sind nicht selten auch Probleme rund um die Sanitärtechnik. Aber wir tun heute etwas dagegen:

 

Neuer technischer Gesamtkatalog Haustechnik von Uponor
Der technische Gesamtkatalog Haustechnik von Uponor ist ab sofort in der dritten Auflage erhältlich. Auf 674 Seiten bietet er umfangreiche Informationen über alle Systemlösungen des Herstellers auf einen Blick: Heizen und Kühlen über Boden, Wand und Decke, Rohrleitungsinstallationen für die Wasser-/Heizungs-/Druckluft- und Gasanwendung sowie Wärmeversorgung mit flexiblen, vorgedämmten Rohrsystemen.

KME-Broschüre präsentiert "12 gute Gründe für Kupfer"
Kupfer hat eine lange Tradition im Bauwesen. Bereits die alten Ägypter setzten Kupferrohre als Wasserleitungen ein. Im europäischen Kirchenbau entstanden vor über 700 Jahren die ersten Kupferdächer. Doch das rote Edelmetall kann viel mehr. Wie vielfältig der Werkstoff Kupfer heute ist, zeigt die Broschüre "12 gute Gründe für Kupfer und KME", die von der KME Germany AG & Co.KG in Osnabrück herausgegeben wird.

Desinfektion von Schwimmbadwasser - chemikalienfrei mit Ozon und UV
Eine Herausforderung im Schwimmbad ist also die Reduzierung von Chlor und gesundheitsgefährdenden Trihalogenmethanen (THM), die als Nebenprodukte bei der Badewasserdesinfektion auftreten. Das Wassertechnikunternehmen Berkefeld bietet vor diesem Hintergrund mit dem Desinfektionssystem BerkeDES DUO eine neues, chemikalienfreie Wasseraufbereitungs-System an.

Keimfrei ohne Chlor: Filter sichert sauberes Trinkwasser
Wasser ist für den Menschen der lebenswichtigste Rohstoff. Es von Bakterien und Viren frei zu halten, ist dafür die zentrale Voraussetzung. Die Desinfektion des kostbaren Guts ist also eine entscheidende Frage - auch in der Schifffahrt. Um das in großen Tanks gelagerte Trinkwasser für die Gesundheit unbedenklich aufzubereiten, wird hier meistens zu chemischen Verfahren gegriffen, oft etwa zu Chlor. Die Firma Aqua free Membrane Technology (Hamburg) erforscht aktuell ein Verfahren, das den Einsatz von Chemikalien drastisch mindern kann.

Kicker - Neuer Rückspülfilter aus Kunststoff auch im gewerblichen Einsatz
Mit der neuen Kicker-Filterbaureihe stellt die Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH erstmalig einen rückspülbaren Filter aus Kunststoff auch in den Anschlussgrößen 1½" und 2" zur Verfügung. Damit gibt es eine laut Hersteller "kostengünstige und dennoch leistungsstarke Alternative" zu den bisherigen Messingfiltern vom Typ MX und MXA für größere Einbaumaße im gewerblichen Einsatz.

VDI 2077: Nachvollziehbare Erfassung des Wasserverbrauchs
Die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (VDI-GBG) hat eine neue Richtlinie für die Kostenverteilung und -abrechnung von Wasserversorgungs- sowie -entsorgungsanlagen von Gebäuden mit mehr als einer Nutzeinheit veröffentlicht. Blatt 2 der Richtlinie 2077 beschreibt, in welcher Weise eine Ausstattung zur Verbrauchserfassung anzuwenden ist, damit eine verursachungsgerechte und nachvollziehbare Abrechnung der Wasserkosten erfolgen kann.

Algorithmen erkennen und orten Leckagen in Wassernetzen
Wassernetze sind komplexe Systeme, und undichte Rohrleitungen können Kommunen und Städte einen hohen finanziellen Schaden verursachen. Um dies zu verhindern, hat Siemens die Softwarelösung SIWA LeakControl entwickelt, die nicht nur Leckagen in den Wasserpipelines ausfindig macht, sondern diese auch permanent überwacht.

Kein Steuerbonus für Dichtheitsprüfung von Abwasserkanälen
Eigenheimer können Aufwendungen zur Überprüfung der Dichtheit der auf ihren Grundstücken befindlichen Abwasserleitungen nicht als haushaltsnahe Handwerkerleistungen steuerlich geltend machen.

Brandschutz-Duschrinne (nicht nur) für Kliniken und Seniorenheimen
Aus dem Lehrsatz der Landesfeuerwehrschulen, dass ein unbrennbares Haus immer entlang der Haustechnik ausbrennt, lässt sich folgern, dass die Brandweiterleitung entlang der Haustechnik zu den größten Brandrisiken überhaupt zählt. Zu diesem Risikofaktor gehören natürlich auch die Rohre und Systeme der Wasserzu- und -ableitung. Daraus ergibt sich die besondere Verantwortung für die Entwässerungstechnik - und genau hier greifen die Brandschutzlösungen von beispielsweise ACO Haustechnik.

ISH 2011: Messegelände ist komplett belegt
Wie die Messe Frankfurt  gemeldet hat, ist das Messegelände rund ein halbes Jahr vor Beginn der ISH ist komplett belegt. Über 2.300 Firmen werden demnach 2011 auf der Weltleitmesse für Sanitärlösungen, Baddesign, Heiz- und Klimatechnik in Kombination mit erneuerbaren Energien rund 250.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche - und damit das gesamte Messegelände - belegen. Die Messegesellschaft rechnet mit über 200.000 Besuchern.

Kredithürde fürs Bauhauptgewerbe überm Durchschnitt
Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat insgesamt im November weiter nachgegeben. Sie ist um 0,6 Prozentpunkte auf 27,0% gesunken. Damit hat sie das elfte Mal in Folge abgenommen - allerdings nicht im Bauhauptgewerbe.

 

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