Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 31.5.2012

Don’t like it: “Gefällt-mir”-Klicks auf Facebook gegen Geld

Bei Facebook bedeuten viele Freunde viel Aufmerksamkeit. Das ist auch für Unternehmen wichtig, die im sozialen Netzwerk präsent sein wollen. Doch sein Netz zu erweitern dauert, und Anzeigen für die Unternehmensseite im sozialen Netzwerk kosten 40 bis 60 Cent - wenn denn ein Nutzer darauf klickt. Spezielle Anbieter bieten eine bequeme und günstige Alternative: Sie verkaufen "Gefällt-mir"-Klicks. ComputerBild geht diesem Geschäftsmodell im Heft 13/2012 (ab Samstag am Kiosk) auf den Grund .

Sie heißen Facebooktausch, Mysocialclix, Fanslave oder Fandealer und bieten ihren Kunden "Gefällt-mir"-Klicks - sogenannte "Likes" - für je rund 20 Cent an. Die Klicks kommen von echten Facebook-Nutzern, die dafür bis zu 5 Cent pro Klick vom Anbieter kassieren. Mitmachen kann jeder, der bei Facebook angemeldet ist und sich bei einem der Portale einklinkt. Dort gibt es dann mitunter täglich Auftragslisten, die der Facebooker einfach abarbeitet. ComputerBild hat es ausprobiert und unter anderem für Facebooktausch geklickt: Für 237 Likes gab es 254 Punkte. An nur zwei Tagen kamen so etwa 4,60 Euro zusammen. Im Monat sind für fleißige Klicker durchaus zweistellige Beträge drin. Bei den Recherchen fielen dementsprechend Facebook-Mitglieder auf, die regelmäßig für zehn bis fünfzehn Unternehmen pro Minute den "Gefällt-mir"-Knopf geklickt haben - in Einzelfall rund 500 Likes pro Monat.

Für die zahlenden Unternehmen lohnt sich der Freunde-Kauf, denn jeder Klick löst eine Kettenreaktion aus: Auf der Pinnwand des Facebook-Nutzers erscheint, was ihm gefällt. So werden wiederum seine Freunde auf das Unternehmen aufmerksam. Ein gekaufter Freund bringt also unter Umständen viele weitere - gratis.

Die meisten Freunde-Käufer sind wenig bekannte Künstler und kleine Firmen. Doch auch große Unternehmen sind dabei: Beim Portal Fandealer etwa der Milchriese Hohmann mit Produkten wie Almette und Patros. Gegenüber ComputerBild dementierte Hohmann die Zusammenarbeit mit Fandealer. Die Premium-Marken Mercedes und Warsteiner nutzen wie andere Unternehmen einen zweiten Weg: Sie zahlen über den Anbieter Shareifyoulike Facebook-Nutzern etwa 80 Cent für jedes Werbevideo, das sie mit ihren Freunden bei Facebook teilen. Mercedes und Warsteiner bestätigten den Auftrag. Die Unternehmen sind vom Erfolg der Strategie überzeugt.

Doch der Freunde-Handel stellt nicht nur die Idee von Facebook auf den Kopf, nach der sich Menschen im Netzwerk über echte und ehrliche Interessen austauschen. Es hat das Zeug dazu, das Geschäftsmodell von Facebook zu unterwandern: Das gerade börsennotierte Unternehmen verdient mit Werbung für Facebook-Seiten von Unternehmen viel Geld. Bei Facebook stoßen die Freunde-Händler daher auf wenig Gegenliebe. Ein Sprecher sagte gegenüber ComputerBild: "Wir verurteilen Ansätze, die den Handel mit Facebook-Fans betreffen und prüfen solche Hinweise selbstverständlich." Doch das Geschäft der Verkaufs-Portale läuft nach wie vor prächtig. Der Freunde-Handel hat sogar schon Ebay erreicht: dort kosten 2000 Freunde aktuell etwa 66 Euro. Und bei sogenannten "Likerallys" gewinnt der Nutzer Geld, der die meisten "Gefällt-mir"-Klicks pro Monat schafft. Der Spitzenreiter im Mai brachte es auf über 1300 Likes. ... Falls Sie nun Baulinks auf Facebook unter  facebook.com/baunachrichten "liken" würde, müßten Sie es allein wegen der Inhalte tun, die da heute sehr softwarelastig folgende wären:
  

S-HOAI 11: Neue Funktionen erleichtern Honorarberechnung und Honorarabrechnung 
Die Version 11 des Programms zur Honorarberech­nung und Honorarabrechnung S-HOAI von Kobold Management Systeme will es Architekten und Ingenieuren noch einmal leich­ter machen.

Awaro Projektraum auch auf Smartphones verfügbar 
Awaro Nutzer können inzwischen auch von unter­wegs auf ihre Projektinformationen zugreifen. Der Geschäfts­bereich Awaro Collaboration Solutions der AirITSystems bietet dazu mit der Version 5.0 des Daten- und Projektraums Awaro eine WebApp für das iPhone und Android-Smartphones.

Wärmebrückenberechnungs-Programme Psi-Therm 2D und 3D in neuen Versionen 
Der Wärmeverlust eines Gebäudes durch Wärme­brücken kann bis zu 25% betragen. Die professionelle Analyse der Oberflächentemperaturen ist daher mittlerweile ein zen­trales Aufgabenfeld für Planer. Neben Wärmebrückenkataloge sind Rechenprogramme die entscheidenden Helfer.

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Seit dem 1. April 2012 wird die Optimierung be­stehender Heizungsanlagen auch als Einzelmaßnahme von der KfW gefördert. Handwerksbetriebe erhoffen sich davon deut­lich mehr Aufträge von Haus- und Wohnungsbesitzern als in den letzten Jahren.

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Neue interaktive 3D-Kanalplanung mit CARD/1 
Auf der IFAT Entsorga hat das Softwareunternehmen IB&T die neue interaktive 3D-Kanalplanung mit CARD/1 vorgestellt. Sobald der Anwender ein Kanalnetz eingelesen hat, steht es ihm in der 3D-Projektansicht und in der Lageansicht in visualisierter Form zur Verfügung.

RIB hat seine Grundbausoftware umfassend erweitert 
RIB hat das Produktportfolio für Aufgaben im Grundbau mit Blick auf aktuelle Normen optimiert. Bemes­sungsaufgaben aller Art - ob Böschungen/Dämme, Pfahlsys­teme, Rohre, Gabionen, Stützwände, Unterfangungen oder Verbauwände - sollen fortan nach neuer DIN EN/NA gelöst werden können.

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Anlässlich des 10. Firmenjubiläums lädt die mb AEC Software GmbH mit Sitz in Kaiserslautern interessierte Tragwerksplaner und Architekten am 13. und 14. Juni 2012 für zwei Tage in die Bundeshauptstadt ein.

Nemetschek sieht sich gut aufgestellt für weiteres profitables Wachstum 
Die Nemetschek AG hat am 24.5. ihre Hauptversammlung abgehalten: Die Dividende wurde um 15% auf 1,15 Euro je Aktie erhöht. Der Fokus liegt auf AEC, Open BIM, WEB und weitere Internationalisierung.

 

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