Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 29.10.2013

Graphen leitet Strom nahezu verlustfrei

Nanowissenschaftler der Universität Basel konnte erstmals zeigen, dass das Kohlenstoffmaterial Graphen einen nahezu widerstandsfreien Stromtransport erlaubt. Dies soll neuartige Anwendungen des Materials in der Elektronik ermöglichen. Ihre Ergebnisse haben die Forscher in der Fachzeitschrift "Nature Communications" veröffentlicht.

Graphen besteht aus einer einzigen Lage von Kohlenstoffatomen, die wabenförmig miteinander verbunden sind. Damit ist es das dünnste leitende Material überhaupt, was ihm verblüffende Eigenschaften verleiht, die Verarbeitung aber vor zahlreiche Schwierigkeiten stellt, da Graphen eigentlich nur aus Oberflächen besteht.

Um eine stabile Einheit zu erhalten, wird Graphen deshalb oft auf einen Träger aus Silizium aufgebracht. Der grossflächige Kontakt mit dem Halbmetall verändert jedoch die Eigenschaften von Graphen drastisch: Fremdatome im Silizium stören die Elektronen im Graphen und beeinträchtigen seine elektrische Leitfähigkeit. Analog führt der Kontakt mit der Luft an der Oberseite zu Störungen.

Dem Team um Prof. Christian Schönenberger vom Swiss Nanoscience Institute an der Universität Basel ist es nun wohl gelungen, mittels Mikro- und Nanofabrikationstechniken die Graphenschicht über eine Länge von mehreren Mikrometer frei aufzuspannen und so eine Berührung mit dem Siliziumsubstrat zu vermeiden.

Reinigung erhöht elektrische Leitfähigkeit

Um Graphen in reinster Form zu erhalten, wurde die Graphenfolie anschliessend in einem Container thermisch gereinigt, der das reaktionsträge Edelgas Helium enthielt. Dazu wurde ein starker Strom durch die Graphenfolie geschickt, der sie aufheizt und Ablagerungen auf der Oberfläche entfernt.

Nach dieser Reinigung stellten die Basler Forscher eine erstaunliche Erhöhung der elektrischen Leitfähigkeit des Materials fest. Zusammen mit Kollegen der Universität Regensburg konnte sie zeigen, dass sich die Ladungsträger vollkommen störungsfrei in Graphen bewegen können. "Diese Technologie eröffnet die Realisierung ganz neuer elektronischer Funktionen", so Forschungsleiter Christian Schönenberger.

Graphen – Material der Zukunft

Graphen ist nicht nur elektrisch sehr leitfähig; es ist auch leicht und transparent, mechanisch sehr robust und ein exzellenter Wärmeleiter. Diese aussergewöhnliche Kombination von Eigenschaften macht das Material für die Grundlagenforschung interessant und verspricht vielfältige Anwendungen - sei es in Touchscreens und Solarzellen, Flugzeugen und Satelliten. Die Europäische Kommission hat die Graphenforschung Anfang dieses Jahres zur Priorität erklärt und ihr eine von zwei hochdotierten Forschungsinitiativen gewidmet. Mit an Bord des Forschungsflaggschiffs "Graphene" sind auch die beiden Gruppen von Prof. Christian Schönenberger und Dr. Thilo Glatzel vom Departement Physik der Universität Basel. ... Wir werden mit Baulinks-Beiträgen kaum näher an Graphen kommen als mit den heutigen, bei denen Elektronik eine große Rolle spielt:

ABB, Bosch, Cisco und LG planen offenen Standard für das Smart Home der Zukunft
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ABB, Bosch, Cisco und LG wollen gemeinsam eine Software-Plattform für Smart Homes bereitstellen und streben hierfür die Gründung eines Kon­sor­tiums an. Die Unternehmen haben dazu jetzt ein entsprechendes „Memo­randum of Understanding“ unterzeichnet. Das Vorhaben steht unter dem Vorbehalt kartellbehördlicher Genehmigungen. weiter lesen

Multiroom-Verstärker im KNX-Netz als Audio-Zentrale für's gesamte Haus
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Mit dem KNX Multiroom-AMP erweitert Jung die Möglichkeiten, Audiosteu­erungen in das KNX-System einzubeziehen: Der Verstärker mit direktem KNX-Anschluss, der als Audio-Zentrale für das gesamte Haus dienen kann, verfügt über vier Cinch-Eingänge für Zuspieler wie HiFi-Anlagen, MP3- und DVD-Player sowie Computer. weiter lesen

KNX Raumcontroller mit OLED-Display und bemerkenswerter Funktionsbreite
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Mit dem neuen KNX Raumcontroller OLED erweitert Jung seine F 40-Tast­sensoren. Das kompakte Bediengerät verfügt über eine bemerkens­werte Funktionsbreite: Neben Schalten, Dimmen und Jalousiesteuerung kann es auch die Lüftersteuerung übernehmen, die Raumtemperatur anzeigen und regeln sowie zur Multiroom-Steuerung beitragen. weiter lesen

Berker.Net löst auf KNX-Basis Funkbus, RolloTec und BLC ab
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Auf den Herbstmessen hat Berker „Berker.Net“ vorgestellt. Damit sollen die bisher separaten Systeme Funkbus, RolloTec und BLC abgelöst wer­den. Die Bandbreite reicht von unvernetzten Anwendungen bis zur Funk-Lösung auf KNX-Basis, die dann auch wieder mit KNX-Zweidrahtlösungen kompatibel ist. weiter lesen

Rademachers HomePilot kann jetzt auch mit Heizung und Haustür kommunizieren
http://www.baulinks.de/webplugin/2013/1945.php4
Nach der Einführung von HomePilot Ende 2011 präsentiert Rademacher nun weitere Entwicklungsschritte der mobilen Haussteuerung: So wurde auf Basis der Z-Wave-Technologie ein Heizkörperstellantrieb und ein Fens­ter-/Türkontakt ins Portfolio aufgenommen. weiter lesen

Beck+Heun erweitert Sortiment um drahtlose Hausautomation „Smart-Control“
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Die gesamte Haustechnik von jedem Raum im Haus steuern oder ganz automatisieren, das ist jetzt auch mit „Smart-Control“ von Beck+Heun möglich. Die drahtlose Hausautomation ergänzt ab sofort das Sortiment des Bausysteme-Herstellers. weiter lesen

Bewegungsmelder dank Spiegeltechnik für den flächenbündigen Einbau
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Eine neue Spiegeltechnik ermöglicht absolut flache Bewegungsmelder, wo­durch sie sich unauffällig in Wänden unterbringen lassen. Bisher muss­ten die Melder auf der Wand montiert und nach vorne gewölbt sein, um die Wärmestrahlung von Personen zu registrieren, die unter dem Gerät hin­durchkriechen wollen. weiter lesen

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